Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
laforcetranquille
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Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von laforcetranquille » 20 Jul 2011 07:17

An meinem T1N aus 2001 316 CDI 3,60er Radstand Wohnmobilaufbau wurden/werden folgende Umbauten vorgenommen.

Luftfederung hinten
Spurverbreiterung auf VA und HA um je 100 mm
VA doppeltes Querfederblatt vom 616er ( Erhöhung um 25 mm)
VA Zusatzcoilsprings um die Dämpfer ( Erhöhung um 35 mm)
Räder 6X16 mit Bereifung 225/75 R 16 ( Erhöhung um 25 mm)
Insgesamt ist das Fahrzeug vorne um ca 75-80 mm , hinten um 25 mm hochgekommen und steht somit auch bei Belastung grade.

Mein bescheidener Sachverstand sagt mir das hier eine Anpassung von Spur und/oder Sturz erfolgen muss.
Weder bei DB noch beim evt. spureinstellenden Reifendienst verfügt man über entsprechende Daten.

Hat Jemand sowas schonmal gemacht oder verfügt über Einstellungsdaten. Evt. würden mir die Daten für die veränderte Spurbreite schon weiterhelfen.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von Fachmann » 20 Jul 2011 11:21

Am Sturz kannst du beim T1N sowieso nichts ändern, Spur kann man prüfen und einstellen. Es gibt aber keine Daten für die Einstellung, diese werden im Zuge der Einstellung am Fahrzeug ermittelt. Länge der Dämpfer u.s.w.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von benjamin » 20 Jul 2011 11:43

Sturz = fix vorgeben aus Kombination von Dämpferlänge und Biegeradius der Feder sowie all den vorgenommenen Erhöhungen, die du schilderst; bleibt zu hoffen, dass das irgendwie passt. Was sind's denn für Dämpfer? Auch vom 616er?
Spur durch Gewinde der Spurstangenköpfe auf Spurstange theoretisch einstellbar; Frage ist bloss, wie du die Änderungen messen willst.

Ich tät mal fahren und achten, wie sich das entwickelt (Reifenverschleiss, Lenk-, Fahrverhalten). Ggf. mit dem Einbauer (vertraglich) absichern, welche "Folgeschäden" durch den Umbau allenfalls gedeckt sind.

So schlimm sollte das ned sein...

LG
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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von laforcetranquille » 20 Jul 2011 12:04

Die Dämpfer sind Original geblieben da schon der höchszulässigen VA-Last angepasst. Die Umbauten sind von mir selber vorgenommen worden "so schlecht wie ein Fachmann kann ich es selber". Da kann ich also auch Niemanden fragen oder haftbar machen. Da nagelneue Reifen drauf kommen möchte ich die eigentlich nicht für einen Versuch verhuntzen und nachher feststellen das sie einseitig ablaufen, daher vorher korrekt Spur einstellen.
Im Prinzip ist Federweg , Beinlänge alles Original geblieben, der Wagen ist nur höher in der Federung gekommen, hat mehr positiven Federweg , schlägt nicht mehr durch und durch die grösseren Räder einen anderen Abstand von Achsmittelpunkt zur Aufstandsfläche bekommen.
Ich denke schon das da ein Unterschied in der Einstellung ist. Bei meinem Berlingo der vor kurzem eingestellt wurde muste im Rechner für die Vermessung eingegeben werden ob er eine höhere Federung verbaut ist , was ab Werk möglich ist, und welche Reifengrösse montiert ist.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von Arne » 20 Jul 2011 12:15

@ laforcetranquille,

dadurch, das durch die stärkere Feder vorne der Sturz eher ins Positive gewandert ist und dadurch die Aussenkante recht stark strapaziert wird, würde ich mit der Spur auf einen SEHR geringen Vorspurwert gehen.

Mein Gedanke wäre: MaximaL 0,04 ° Vorspur gesamt.

Viele Grüsse,

Arne
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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von volkta » 20 Jul 2011 14:51

laforcetranquille hat geschrieben: Im Prinzip ist Federweg , ... alles Original geblieben
meiner meinung nach müsste sich der federweg, bedingt durch die spurverbreiterung, auch erhöht haben!!?
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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von laforcetranquille » 20 Jul 2011 17:35

Durch die Spurverbreiterung kann sich der Federweg eigentlich nicht vergrössern, die Dämpferlänge bleibt ja gleich und die Anschläge auch.
Ich habe jedenfalls mal den namhaften , allseits bekannten Hersteller der Distanzscheiben angemailt ob er Daten für die Veränderung der Spur bei Verwendung seiner Produkte hat.
Mal sehn ab was kommt.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von volkta » 20 Jul 2011 21:58

:evil:

***********************************************************
edit:
ich habe mir das ganze nochmals durch den kopf gehen lassen und musste einen fehler in meiner denkweise feststellen!!! :?
wenn sich die dreieckslenker verlängern würden gäbe es mehr federweg, aber so nicht...
wie auch immer, ich ziehe meinen beitrag zurück!
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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von laforcetranquille » 21 Jul 2011 06:54

Ich habe über die Verlängerung des Federweges auch mal nach´gedacht und mir das aufgezeichnet.... du könntest doch Recht damit haben.
ein Aspekt den ich nóch garnicht berücksichtigt hatte. Zwar bleibt der Dämpferweg gleich, aber durch die Verlängerung der Dreieckslenker ausserhalb der Ansatzpunkte verlängert sich am Aussenpunkt der Hebelweg. Also ist dort wohl tatsächlich mehr Federweg vorhanden als am ürsprünglichen Montagepunkt der Felgen, so etwa wie beim langen Ende einer Wippe. Ob das allerdings viel ausmacht kann ich nicht errechnen, evt sind es nur wenige Milimeter. Das würde aber nur gelten wenn sich die Lenkgeometrie beim Einfedern verändern würde und ich glaube das ist nicht der Fall.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von laforcetranquille » 21 Jul 2011 09:10

Gemäss Auskunft des Herstellers mit dem Edelmetall im Namen ist bei Einbau von Distanzscheiben keine Änderung der Achsgeometrie notwendig. Da sind wir ja schon mal einen Schritt weiter. Bleibt übrig ob die höheren Reifen ein Spurveränderung notwendig erscheinen lassen.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von mveits » 21 Jul 2014 12:39

Hallo,

gab es bei dir diesbezüglich neue Erkenntnisse? habe vor einigen Wochen ebenfalls folgende Fahrwerksveränderungen bei meinem 312er vorgenommen:

-225/75 16
-coilspring vorne
-vbair hinten

und natürlich das selbe problem: weder mein mechaniker hatte in seiner umfangreichen lektüre die daten, noch stehen diese in meinem werkstatthandbuch...welches im einstellungskapitel noch groß schreibt: daten siehe datenblatt im rückteil....nur dort ist halt nix...

meine frage also: Hat irgendjemand die Soll-Werte für die 312er Serie?

meine zwar, dass es passt, aber lieber jetzt noch ändern als dann beim tüv-termin ende juli einfahren... danke

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von Opa_R » 21 Jul 2014 14:38

Hy :wink:
Naja , außer der Spur kann man ja eh nix verändern , beim 901-904er , daher was willst du einstellen lassen ???? :roll:
Liebe grüße Renate und Schorsch ;)
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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von mveits » 23 Jul 2014 13:44

Hey Opa_R

jaja, das weiß ich, allerdings brauche ich die orig Daten für n TÜV nächsten Dienstag....damit das dann von der Landesregierung eingetragen werden kann ...
PS: Tacho rennt super... gute 5% Abweichung...also alles im Lot :-) Danke nochmal!

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von rinaldotalamonti » 25 Jul 2014 13:56

würde mich auch interessieren das mit dem radsturz an der VA. habe genau wie mveits vorne die coilsprings reingemacht.

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Re: Spur und Sturz bei Fahrwerksveränderungen

Beitrag von joethesprinter » 29 Apr 2019 06:52

Hat jemand Erfahrung mit einer Vorspur nahe null?
Da mein immer leerer 4,6t sehr keilförmig da steht und das kurvenäußere Rad positiv stürzt, sieht man das sehr schnell am Verschleiß an der Außenkante der Reifen. Nun überlege ich die Vorspur und ggf. dann noch den Sturz (durch Unterlegen von Scheiben am Dämpfer) anzupassen.
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