Bodenisolierung

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
jense
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von jense » 13 Jan 2019 14:19

Mir war es nicht stabil genug. Ich habe aber auch Mal ein Roller oder einen Motorblock im Auto liegen. Da kannst du das mit einer so dünnen Platte vergessen. Verschrauben muss man Boden auch. Und wenn du das nur an den Ösen machst, ist mir da zu viel Bewegung im Boden mittig. Nicht umsonst sind die originalen Böden oft zusätzlich auch verklebt. Geht aber bestimmt ne nach Anwendung auch. Mir wäre Aber auch die von dir beschriebene Platte zu dünn für den Boden .
Crafter 30, 2014, kurz und hoch, 136 PS BMT, Multivan XL mit WoMo-Zulassung und 2-5 Sitzplätzen (Lübeck)

BIETE linke ARMLEHNE in schwarz für ISRI Seriensitze, Sterling B2B LADEBOOSTER 100A. Interesse? PN!

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Alex
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Alex » 13 Jan 2019 18:22

Ohne Bodenisolierung kann man Leben, ich würde es nicht tun.
10mm Isolation bringen auch schon extrem viel im Vergleich zu nix, bzw, nur Original Holzfussboden. Die Kälte kommt ja von unten, bzw die Wärme steigt ja immer sofort nach oben weg.
:idea: Im Campingmodus die Schuhe gegen flache Schlappen/Filzpantoffen wechseln, bringt Dir die 10mm weniger Stehhöhe wieder zurück..
Oder hast Du schon ohne Schuhe getestet?
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Bin jetzt bei den Bonus Kilometern. ;-)

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Schnafdolin
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Schnafdolin » 13 Jan 2019 19:45

Nur als Warnung gedacht:
Ich würde nie eine Bodenplatte mit dem originalen Blechboden des Autos verschrauben. Ich habe einige Busse geklempnert, die von Behörden als Vorbesitzer gefahren wurden. Darunter waren Ausbauten renommierter Firmen wie BINZ. Dadurch, dass sich die Bodenplatte gegenüber dem Fahrzeugboden ständig, wenn auch nur minimal bewegt, rosten innerhalb kürzester Zeit sämtliche Schraubenlöcher. Das geht soweit, dass sogar Edelstahl-Schrauben mit dem sie umgebenden Rost herausgenommen werden können. Wasser dringt ein, der Boden rottet weg wie Hühnerdreck und das Blech bekommt den vollen Durchblick zur Straße. Ich hab mal vor Jahren einen aus Spanplatten bestehenden Fahrzeugboden eines Laborfahrzeugs nach massivem Wassereinbruch durch den weggerosteten Fahrzeugboden mit der Schaufel aus dem Auto geschaufelt. Das Zeug stank erbärmlich nach Schimmel. Alle Schraubenlöcher der ca.5mm- Treibschrauben hatten einen braunen, ausgefransten Rand und einen Durchmesser von ca 10mm, die Nähte um die Radkästen waren nicht mehr vorhanden und Teile des Rahmens massiv von Rost befallen. Nur der unverletzte Fahrzeugboden ist die beste Garantie gegen Rost!

Mein Aufbau ist seit Jahren gleich: Alle nicht benötigten Bohrungen (Sitzbankaufnahmen etc...) werden mit Sikaflex abgedichtet. Ein aus imprägnierten Holzlatten bestehendes Fachwerk wird auf den gründlich gereinigten und notfalls neu lackierten Fahrzeugboden mittels SIKAFLEX 252 aufgeklebt. Dazwischen wird mit Armaflex ausgefacht. Darauf kommt die Bodenplatte- je nach zukünftiger Belastung muss sie auch mal aus Siebdruckplatten bestehen, ansonsten reicht eine 18mm OSB bzw Fußbodenverlegeplatte in Verleimung V100. Die Bodenplatte wird in das Holzgerüst verschraubt. Darauf wird der Nutzboden verklebt, im Regelfall ein PVC- Belag oder Industriebelag in hoher Abriebklasse. Die Innenhöhe ist Nebensache. Wenn ich nach 3 Jahren die Bodenplatte wegen Schlamperei ausbauen muss und dazu das ganze Auto zerlegen muss, fällt mir spätestens wieder ein, dass ich damals wegen 15mm Blödsinn gebaut habe.
Sollten später Güter wie Motorräder o.ä. verzurrt werden, müssen die C- Schienen dafür an der Karosserie verklebt und vernietet werden, beim Boden muss dazu an dieser Stelle die Platte ausgefräst werden bzw ganz weggelassen werden. An den Seiten geht das wegen dem dünneren Aufbau (dort ist die Verkleidungsplatte max 5mm dick) leichter.

Gruß aus der Lausitz
Martin

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Jim Knopf » 15 Jan 2019 23:33

jo danke für die Hinweise. Ich bin 1,88m und ja tatsächlich hab ich nicht dran gedacht, dass ich die Schuhe ja noch ausziehen kann.
Aber tatsächlich überlege ich mir gerade ob der Aufwand lohnt. Es ist definitiv H2L2. Die Planar 2KW soll dafür wirklich reichen?
LG. Jim

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von skipper01 » 16 Jan 2019 08:07

ein gedämmter Boden trägt nicht nur zur besseren wärme Isolierung bei sondern auch für eine angenehmere Geräuschkulisse beim fahren.
ninetyninersprintliner,lang und schmutzig.
312D 500.000+km ninetyninersprintliner der zweite ..... kurz und flach :-)

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Surfsprinter » 16 Jan 2019 13:01

@ Jim Knopf
Ich habe die Planar 2 kW im H2L2 verbaut.
Es kommt darauf an, wo man die Heizung hauptsächlich nutzt. Wintercamping? Da kann es knapp werden. Oder besonders in den Übergangszeiten? Dafür reicht sie allemal.
Eine sehr starke Heizung wärmt die Kiste schnell auf, ist dann aber bald zu stark und geht häufiger aus. Läuft sie oft niedertourig, verrußt sie schneller. Ein ständiges an- und ausgehen braucht mehr Strom für ständige Neustarts.
Eine kleine Heizung braucht länger fürs erste Aufwärmen, läuft dann aber gleichmäßiger durch, oft im mittleren Bereich ohne ewige Neustarts.
Im Moment bei 6 Grad Außentemp. reicht mir meine vollkommen. Bei Minusgraden braucht sie aber über 1 Stunde, bis der Wagen warm ist.
316 CDi, 05/2018, L2H2, 5 Sitze, 5 Betten, 4x Airbag, Klima, Navi Becker, Rückfahrkamera, Graphitmetallic, 160 Ah AGM-Batterie, 100 Wp Solar. WOMO-Ausbau, Diesel-Standheizung, Warmwasser
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Many » 16 Jan 2019 13:30

Hallo Jim Knopf,

habe im H1L2 eine Planar 4kW verbaut, der Bus ist sehr gut isoliert und hat hinten nur Fenster in der Schiebetür und gegenüber.
Gerade wenn es richtig kalt wird ist das schnelle aufheizen sehr angenehm.
Da es damals noch kein Höhenkit gab musste ich eine zweite kleine Pumpe (die der 2D) einbauen. Damit bringt die Heizung ab ca 1600 Hm nur noch die halbe Leistung.
Das wären bei einer 2 kW dann nur noch 1kW und das wäre zumindest für mich eng geworden.
Je nach Einsatz solltest Du vorher prüfen ob das für Dich relevant ist.

Gruß Markus
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von nomadpix » 17 Jan 2019 12:15

Ich kann meine Vorredner bestätigen. Ich hatte auch ein Wasserschaden, wegen einer undichten Radlaufnaht UND 3 Verzurrösen. Ich habe diese auch komplett abgedichtet und hoffe es ist Ruhe. In der Zeit als der Boden raus war, aber die Wände isoliert waren, empfand ich die Fahrgeräusche als enorm laut und störend, v.a. von den Radläufen. Und das, obwohl ich eine gedämmte Trennwand habe.

VG

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Jim Knopf » 17 Jan 2019 21:30

Ja ich finde es auch sehr angenehm wenn es möglichst leise bei der fahrt ist und wintercamp tauglich sollte er eigentlich auch sein. Einzig die 300000km die er schon auf dem Buckel hat schrecken mich etwas ab so viel Zeit in die Basis zu stecken. Küchenelemente und Heizung lassen sich ja notfalls wieder raus nehmen und in eine neue Basis packen...
Wie schätzt ihr den Aufwand ein? Und zum 300000km Fahrzeug (2007 Crafter, 2,5Liter 80KW TDI: Bremsen, DPF, Zahnriemen, Komplet entrostet alles in den letzten 2 Jahren gemacht) lässt sich sicher pauschal nichts sagen? oder?
Viele Grüße, JIM

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Nightliner » 17 Jan 2019 21:34

Ist immer schwierig was zu sagen wenn er von Fremden entrostet wurde. Wie schlimm war der Rost bevor man ihn unkenntlich gemacht hat...... von der Technik hätte ich keine Bedenken.
Gruß aus Bayern, der Michl

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von nomadpix » 17 Jan 2019 21:44

schwer zu sagen! aber ich habe zwei tage gebraucht alleine: 1 Tag für Armaflex und Latten ankleben und Tag 2 für den Boden. Ich habe eine Art Dielenboden und somit Nut und Feder verlegt. War relativ einfach, man braucht nur einen Gummihammer, Stichsäge und Akkuschrauber. Eine Bodenplatte schablonieren und sägen hält sich auch im Rahmen, darauf dann zb einen Vinyl oder Textilboden ausrollen und zurecht schneiden zb. Alles in allem kannst du es an einem Wochenende machen. Wenn du Latten ankleben willst, solltest du natürlich die Trockenzeiten berücksichtigen, auch wenn du evtl den Lack nochmal behandelst vorher.
Die Radhäuser würde ich auch sehr empfehlen zu dämmen.

Von meinem Bau kannst du hier nachlesen: viewtopic.php?f=20&t=19701&start=150#p197625 und folgende Seite)

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Viel Erfolg!

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Schnafdolin » 18 Jan 2019 07:00

Schaut da ganz oben Mineralwolle heraus??

...fragt sich
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Andreas H » 18 Jan 2019 07:57

Schnafdolin hat geschrieben:
18 Jan 2019 07:00
Schaut da ganz oben Mineralwolle heraus??

...fragt sich
Schnafdolin
Nein, ist Hanf.
Grüße Andreas

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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Surfsprinter » 18 Jan 2019 13:54

.... gutes Versteck :D
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Re: Bodenisolierung

Beitrag von Tabou » 31 Jan 2019 15:22

Hallo,

sorry für die Kritik, aber Kiefer ist als Holzsorte für einen Ausbau ganz allgemein,
und aber insbesondere zur Verkleidung meines Erachtens viel zu schwer. Ich empfehle
Pappel oder Gabun - in je nach Verwendungszweck unterschiedlichen Stärken.

Und nun zur Dämmung, das habe ich dieses Mal so gelöst:

Boden: die Vertiefungen mit Armaflex aufgefüllt, dann 30mm alukaschiertes XPS, oben
drauf eine 15mm Siebdruckplatte, beides mit Sikaflex eingeklebt (in die XPS - Dämmung
habe ich für die Gasleitungen, Elektrik und Wasserleitungen jeweils Kabelkanäle eingebaut,
was ich ganz praktisch fand), dann die Schränke usw. draufgebaut.
Im Stehbereich (zwischen den Schränken und der Sitzbank) anschließend nochmals
20mm XPS mit einer 10mm Siebdruckplatte und Linoleum oben drauf.
Die Wände sind mit 38 mm Armaflex in zwei Schichten gedämmt (20mm plus 18mm).
Im Ergebnis ist der Heizaufwand recht gering, leise ist es im Wagen dann sowieso
und in der prallen Sonne im Sommer ist es im Wagen bemerkenswert frisch.

Den Boden habe ich dieses Mal so aufwändig gedämmt, nachdem ich in meinem letzten
Wohnmobil-Eigenausbau mit ca. 25-30mm Dämmung unter 15mm Siebdruckplatte eine
recht nervige "Bodenkälte" erlebt hatte. Dieser Wagen ist nun auch bei sehr niedrigen
Temperaturen angenehm fußwarm. Ich lauf aber auch gern auf Socken umher und als
Windsurfer / Surfer stehe oder sitze ich nicht selten bei frischen Außentemperaturen
barfuß im WoMo ... :wink: ....

Grüße
Tabou

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