Wasserkreislauf für Boiler

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
Antworten
helgaaah
Kennt sich schon aus
Kennt sich schon aus
Beiträge: 127
Registriert: 14 Jan 2018 10:00

Wasserkreislauf für Boiler

Beitrag von helgaaah » 24 Feb 2019 08:46

Hallo,
ich möchte in meinen 906 einen Boiler über die Kühlerwärme des Motors betreiben.
Üblicherweise wird das vorne im Motor im Rücklauf der Heizung angeschlossen. Ich habe aber eine Zusatzheizung und habe mir überlegt, das wie in der Skizze hier anzuschließen:
Bild

Also 2 T-Stücke in den Vorlauf der Zusatzheizung, von da in den Boiler und dann wieder Richtung Motor.
Ich würde zwischen den beiden Abzweigern einen Sperrhahn montieren, sodass ich 100% des Wassers zum Boiler schicken kann. Da ich im Winter nie fahre und die Zusatzheizung für den Motor selten nutze, dachte ich mir, dass es reichen müsste, im Falle des Falles einfach den Hahn zu öffnen: Dann hätte ich 50% der Wärme für den Motor (die in der Praxis wahrscheinlich mindestens 80% sind, da der Weg über den Boiler ja viel länger ist).

Aktivieren würde ich den gesamten Kreis über den Motor der Umwälzpumpe, die ich auch separat ansteuern würde, damit ich in der Fahrt auch ohne laufender Heizung meinen Boiler heizen könnte.

Der Vorteil an der Variante wäre für mich, dass die Leitungen viel leichter erreichbar wären, die Leitungslänge kürzer ist und ich auch im Stand mit der Zusatzheizung meinen Boiler aufheizen könnte.
- Ist die Idee denn vernünftig oder hat sie auch Nachteile?
- Wo wird der Vorlauf der Zusatzheizung in den Motor geführt, ist das kritisch, wenn hier kühleres Kühlmittel in den laufenden Motor gelangt? Wo befindet sich der Thermostat, beeinflusst ihn das?
- Reicht die vorhandene Umwälzpump der Zusatzheizung für 2x 2m zusätzliche Leitung zum Boiler? Oder soll ich lieber eine 2. Umwälzpumpe einbauen und ggf den Boilerkreislauf überhaupt über diese betreiben (einfacher zu Verkabeln wäre es allemal).
- hab ich sonst noch was nicht bedacht?

Viele Grüße und vielen Dank!
Thomas

Benutzeravatar
Vanagaudi
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 2095
Registriert: 18 Mai 2013 14:34
Wohnort: Schlootkuhlen

Galerie

Re: Wasserkreislauf für Boiler

Beitrag von Vanagaudi » 25 Feb 2019 11:55

Ich würde den Boiler parallel zur Zusatzheizung anschließen. Das Ventil der Zusatzheizung darf dann aber auch nur die Zusatzheizung regeln. In die Boilerleitung solltest du auch ein Ventil einsetzen. Ob du damit den Boiler regelst, oder nur den Durchlauf dauerhaft verminderst, damit mehr Druck für die Zusatzheizung bleibt, ist dir überlassen.

Über kaltes Kühlmittel freut sich der Motor, da brauchst du dir keine Gedanken machen.
Das Thermostat regelt nur den Heiß-Zulauf zum Kühler, er schaltet zwischen kleinem (Motor internen) und großem (über Fahrzeugkühler) Kühlerkreislauf um. Heizung, Zusatzheizung und dein Boiler sind nicht mit dem Thermostaten geregelt, sondern sind immer mit dem Motorkreislauf verbunden.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

helgaaah
Kennt sich schon aus
Kennt sich schon aus
Beiträge: 127
Registriert: 14 Jan 2018 10:00

Re: Wasserkreislauf für Boiler

Beitrag von helgaaah » 27 Feb 2019 12:31

Vielen Dank für die Antwort!

Welchen Vorteil hat das parallele Anschließen?

Vielen Dank,
Thomas

Benutzeravatar
Vanagaudi
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 2095
Registriert: 18 Mai 2013 14:34
Wohnort: Schlootkuhlen

Galerie

Re: Wasserkreislauf für Boiler

Beitrag von Vanagaudi » 27 Feb 2019 21:57

  • Beide Wärmetauscher, der von der Zusatzheizung und der vom Boiler, erhalten immer optimal heißes Wasser.
  • Wenn die Zusatzheizung Wärme abnimmt und dann "kaltes" Wasser zurück leitet, wird das eventuell heiße Wasser im Boiler nicht abgekühlt.
  • Weiterhin muss die Zusatzheizung nicht heizen, wenn du im Sommer nur warmes Boilerwasser erzeugen willst.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

Antworten