Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
Tabou
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Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Tabou » 12 Mär 2019 17:06

Moinmoin in die Runde,

ich stelle grad ganz verblüfft fest, dass beide Hinterreifen in präzise gleichem Maß an den Außenschultern erheblich abgefahren sind. Ich habe da bislang nicht so oft hingeschaut, weil sich an den von mir gefahrenen Transportern (seit mittlerweile gut 35 Jahren, alle zu WoMos umgebaut) die Reifen immer gleichmäßig abgefahren haben und auch sehr lang gehalten haben. Ich achte immer sehr auf den Luftdruck und fahre eher defensiv und materialschonend.

Die Daten: 225/75 R16C / Conti FourSeason / der Wagen hat den mittleren Radstand mit Kunststoffhochdach / das Fahrzeuggewicht liegt bei knapp 3,5 t. / der Wagen ist Baujahr 2016 / 319er

Die Reifen der Vorderachse sind übrigens gleichmäßig abgefahren. Ich bin wirklich sehr erstaunt, weil die Contis auf meinem alten WoMo (LT 28) bei ähnlicher Belastung locker 80000 gehalten haben. Wenn das hier so weitergeht, sind die Reifen auf der Hinterachse weit früher fällig ...

Hat jemand eine Idee, welche Ursache das haben könnte (Spur verstellt? Sturz?). Ich kenne mich leider mit der Radaufhängung hinten (bislang) nicht aus?

Grüße in die Runde
Tabou

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Exilaltbier » 12 Mär 2019 17:20

na, wenn der Reifendruck korrekt ist und peinlich genau gewartet wurde, dann muss doch mit dem Winkel oder der Spur etwas nicht stimmen. Sieht mir nach falscher Vorspureinstellung aus....dann " radiert" der Reifen über die Aussenkante...

Grob gesprochen:
Ist der Luftdruck zu niedrig, dann fehlt auf der Lauffläche innen und aussen Profil oder nur innen weil X- beinig....ist der Luftdruck zu hoch, dann ist die Lauffläche gewölbt wie eine Fahrbahndecke und läuft mittig dünn. Bei falscher Spur ist entweder innen oder aussen zu wenig drauf, dito bei Vorspur aussen und bei Nachspur innen. Jetzt weiss ich nicht, in wieweit die Hinterachse überhaupt großartig eingestellt werden kann...

Gut, es gibt auch einfach Schei...reifen....entweder zu weich - in der langsamsten Kurve dauernd quietschen und radieren, oder zu hart...schnell verspröden, laut, holprig, seifiges Fahrverhalten bei Regen usw.....und dann wiederum, manche Reifenfabrikate vertragen sich partout nicht mit irgendwelchen Fahrzeugtypen...
Zuletzt geändert von Exilaltbier am 12 Mär 2019 17:32, insgesamt 1-mal geändert.
Exilaltbier 8) mit seinem PARPAING CREUX :wink:

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Zimmermanni » 12 Mär 2019 17:31

Servus in die Runde,

soweit ich weiss, had der Sprinti hinten doch eine starre Achse. An dieser Achse kann man nichts einstellen.
Spur und Sturz kann nur an der VA eingestellt werden.
Ich würd eher vermuten, dass bei dem erklärten Verschleissbild (aussenseitig abgefahren) der Luftdruck deutlich zu gering war.
Das heisst, dass sich die Reifen nur an den Seiten abfahren und die mittlere Auflagefläche weniger Abrieb hat.

Ich blase in meine hinteren Pneus je nach Beladung bis 4,5 bar.

Hoffe, Dir etwas weitergeholfen zu haben.

Good luck, Manni
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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Exilaltbier » 12 Mär 2019 17:37

Kann auch von müden Stoßdämpfern, an beginnenden Radlagern liegen( wenn, wie gesagt, Luftdruck korrekt ist)
Okay. Stoßdämpfer.....der hat ja noch Postkutschen-Blattfedern
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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von v-dulli » 12 Mär 2019 17:51

Tabou hat geschrieben:
12 Mär 2019 17:06
Moinmoin in die Runde,

ich stelle grad ganz verblüfft fest, dass beide Hinterreifen in präzise gleichem Maß an den Außenschultern erheblich abgefahren sind. Ich habe da bislang nicht so oft hingeschaut, weil sich an den von mir gefahrenen Transportern (seit mittlerweile gut 35 Jahren, alle zu WoMos umgebaut) die Reifen immer gleichmäßig abgefahren haben und auch sehr lang gehalten haben. Ich achte immer sehr auf den Luftdruck und fahre eher defensiv und materialschonend.

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Die Reifen der Vorderachse sind übrigens gleichmäßig abgefahren. Ich bin wirklich sehr erstaunt, weil die Contis auf meinem alten WoMo (LT 28) bei ähnlicher Belastung locker 80000 gehalten haben. Wenn das hier so weitergeht, sind die Reifen auf der Hinterachse weit früher fällig ...

Hat jemand eine Idee, welche Ursache das haben könnte (Spur verstellt? Sturz?). Ich kenne mich leider mit der Radaufhängung hinten (bislang) nicht aus?

Grüße in die Runde
Tabou
Wie lange hast Du das Fahrzeug schon?
Ich vermute dass die hinteren Reifen jetzt vorne und die vorderen hinten montiert sind. So krumm dass die Hinterreifen einseitig verschleißen kann eine angetriebene Starrachse nicht sein ohne Heftige Geräusche und Vibrationen zu produzieren.
Gruß
v-dulli

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Tabou » 12 Mär 2019 18:32

Hi,

danke für die Rückmeldungen.

Zum Luftdruck: ich fahre hinten immer mindestens 4,5 ... auf Langstrecke Autobahn
regelmäßig auch mit 5 bar (vorn entsprechend auch dann 0,5 mehr, einfach um Diesel
zu sparen). Könnte es sein, dass ein zu hoher Luftdruck zu abgefahrenen Schultern außen
führt? Ich hatte allerdings bislang nie Probleme mit zu viel Luftdruck, habe das früher
auch schon so gehandhabt und nie solche Folgen beobachtet.

Zum eventuellen Rädertausch: defintiv kein Rädertausch bislang, den Wagen habe ich neu
gekauft. Ich erwäge allerdings jetzt, die Vorderräder mit den Hinterrädern zu tauschen,
zumal auch das Mittelprofil hinten stärker abgefahren ist als auf der Vorderachse, was aber
nicht verwunderlich ist. Ich bin noch am Überlegen. Vielleicht ist es nun auch besser, hinten
vollständig abzufahren und dann gleich die Hinterachse neu zu bereifen ...

Ich hatte anfängliche leichte Vibrationen ab ca. 110 km/h, habe dann alle Reifen nochmals
auswuchten lassen, was die Vibrationen verringert hat, ganz ruhig läuft die Mühle aber
nicht, so ein ganz feines, kaum wahrnehmbares Rütteln findet bei meiner Reisegeschwindigkeit
von 120 km/h schon noch statt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das mit den abgelaufenen
Rädern zusammenhängt, schon weil die ja symetrisch abgelaufen sind. Vielleicht irre ich da
aber auch ...

Noch jemand eine Idee?

Grüße
Tabou

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Exilaltbier » 12 Mär 2019 18:37

Frage: Mal mit der Handfläche gegen den Strich(Profilrollrichtung) über die Lauffläche gestreichelt? Rubbelt es? Sägezahn?
Exilaltbier 8) mit seinem PARPAING CREUX :wink:

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von v-dulli » 12 Mär 2019 18:43

Zu viel Reifendruck spart zwar Kraftstoff verringert aber deren Aufstandsfläche + Haftung und das kann an der Hinterachse gefährlich werden.
Dazu verschleißt der Reifen vorzeitig.
Gruß
v-dulli

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Surfsprinter » 12 Mär 2019 18:54

Wie nimmst Du die Kurven? Kleben die Beifahrer immer an den Seitenscheiben, oder lässt Du es gemütlich angehen? Hohe Fliehkräfte in den Kurven erhöhen den Abrieb an den Außenseiten der Reifen auch.
316 CDi, 05/2018, L2H2, 5 Sitze, 5 Betten, 4x Airbag, Klima, Navi Becker, Rückfahrkamera, Graphitmetallic, 160 Ah AGM-Batterie, 100 Wp Solar. WOMO-Ausbau, Diesel-Standheizung, Warmwasser
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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Tabou » 12 Mär 2019 19:39

Hi in die Runde,

definitiv kein Sägezahn.

Ich fahre mit 5,0 nur bei trockener Fahrbahn und auf langen und geraden Autobahnstrecken. Wäre nun die Mitte stark abgefahren hätte ich hier garnicht nachgefragt, sondern hätte schon ´ne Ahnung, woran das liegen könnte. Aber ist natürlich richtig, dass damit die Sicherheit nicht gerade steigt, ist ja eine Frage der einfacheren (Reifen-) Physik ...

Und im Grenzbereich fahre ich nicht, schon meinem Hund zuliebe nicht ... die klebt nämlich sonst immer an den Schränken ... :roll: ... oder ihr wird übel ... also entspannt Reisen statt Rasen ist angesagt. Ich fahre gern auch mal mit nur 90 oder 100 km/h über die Autobahnen ... insbesondere Südeuropas ... da sieht man dann mehr von der Landschaft und es tut der Seele gut ... bei (zu) rasanten Kurvenfahrten wären ja zudem auch die Vorderreifen entsprechend abgefahren ... und das ist ja, wie schon beschrieben, definitiv nicht der Fall ... (auf dem Wasser in der Brandung gebe ich dann aber Vollgas ... und da immer an den Grenzen des Möglichen ... :D ...)

Ich muss mich jetzt auch korrigeren bzw. präzisieren. Durch die Frage nach Sägezahn habe ich nochmal genau hingeschaut und dann nachgemessen. Die Reifenprofil-Tiefe nimmt permanent von innen nach außen ab, so als stünden die Reifen mit ihren Außenkanten voraus schief auf der Straße und wären antsprechend abgelaufen. Es geht also faktisch nicht nur um die Schultern, es wird dort nur besonders deutlich sichtbar! Sowas hatte ich noch nie ... schon garnicht bei knapp 40.000 km.

Tatsächlich werd ich jetzt mal bei 4,5 bar bleiben und mir mal anschauen, ob der Sprinter (im Unterschied z.B. zum LT 28) tatsächlich auf erhöhten Luftdruck mit asymetrischem Abrieb reagiert.

Grüße
Tabou

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von v-dulli » 12 Mär 2019 20:11

Tabou hat geschrieben:
12 Mär 2019 19:39
Ich fahre mit 5,0 nur bei trockener Fahrbahn und auf langen und geraden Autobahnstrecken. Wäre nun die Mitte stark abgefahren hätte ich hier garnicht nachgefragt, sondern hätte schon ´ne Ahnung, woran das liegen könnte. Aber ist natürlich richtig, dass damit die Sicherheit nicht gerade steigt, ist ja eine Frage der einfacheren (Reifen-) Physik ...
Was denn nun?
Tabou hat geschrieben:
12 Mär 2019 18:32
Zum eventuellen Rädertausch: defintiv kein Rädertausch bislang, den Wagen habe ich neu gekauft. Ich erwäge allerdings jetzt, die Vorderräder mit den Hinterrädern zu tauschen, zumal auch das Mittelprofil hinten stärker abgefahren ist als auf der Vorderachse, was aber
nicht verwunderlich ist. Ich bin noch am Überlegen. Vielleicht ist es nun auch besser, hinten
vollständig abzufahren und dann gleich die Hinterachse neu zu bereifen ...
Ich habe unzählige Sprinter vermessen, noch nie hatte ich aber einen Fall einer verbogenen Hinterachse. Das was Du hier beschreibst ist nahezu unmöglich und darum bin ich raus.
Gruß
v-dulli

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von wuestenhans » 12 Mär 2019 20:22

Wie hier schon beschrieben es ist eine Starachse, man kann nichts einstellen. Deshalb würde ich die Blattfedern überprüfen, ob die Brieden ( die Bügel die die Blattfedern an der Achse festhalten) fest sind, ob die Gummis in den Blattfedern noch intakt sind. Könnte mir nur vorstellen das ein Gummi ausgeschlagen ist und da durch die Achse schief sitzt, und sich deshalb die Reifen einseitig abfahren.
Das ist das einzige was mir dazu einfällt.
Hans

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Tabou » 13 Mär 2019 19:51

Moin,

@ v-dulli
Ich schätze deine regelmäßig offensichtlich von großer Fachkenntnis geprägten
Beiträge, aber nicht alles, was du nicht kennst muss deshalb "nahezu unmöglich" sein ...
ich poste das ja nicht zuletzt genau aus dem Grund, weil es mir ein echtes
Rätsel ist, was ich hier FAKTISCH vor mir habe ... :wink:

Und um das nochmals zu verdeutlichen:

1.) Die Hinterreifen sind von innen nach außen zunehmend, also schräg abgefahren, bilden also
dadurch eine nach außen abfallende Schräge (wenn man den Reifen an der Oberseite anschaut)
... damit ist außen das Profil nur noch recht gering, innen hingegen noch recht stark ... und das
symmetrisch, also auf beiden Seiten innen hohes, außen niedriges Profil, womit die Erklärung als
Ursache ausscheidet, dass ein Schaden am Fahrwerk - bspw. in Form eines verschliessenen Gummies
die Achse schiefgestellt hat ... denn dann müsste ja das Profil auf einer der beiden Seiten außen
hoch und innen niedrig sein, richtig gedacht?

2.) Nehme ich vom hinteren Profil die Mitte als mittleres abgefahrenes Maß, sind die Reifen
hinten stärker abgefahren als die Reifen der Vorderachse, was für meine Erfahrungswerte nun
nicht ungewöhnlich ist, denn dass sich das Profil auf der Hinterachse (die hier ja Antriebsachse
ist) schneller verbraucht als auf der Vorderachse habe ich schon am LT 28 15 Jahre lang beobachten
können ...

Da sich dieses Phänomen symetrisch an beiden Reifen zeigt, fällt auch die Möglichkeit eines Defekts
an einem der beiden Räder aus ...

Wenn jemand noch eine gute Idee hat, her damit ... solange versuche ichs jetzt mal mit dem
korrekten Reifendruck, denn vielleicht liegt die Ursache tatsächlich im phasenweise auf 5,0 bar
erhöhten Reifendruck ...

Grüße
Tabou

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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von v-dulli » 13 Mär 2019 20:51

Natürlich weiß ich nicht Alles, ich wäre lange nicht so erfolgreich in der Diagnose würde ich vorschnell etwas ausschließen.

Der beschriebene Verschleiß kann in diesem Fall, zumindest so weit ich mir es vorstellen kann, nur durch eine verbogene Achse hervorgerufen werden.
Die zulässige Vorspur der hinteren Starrachse (die Räder laufen in alle Richtungen +/- parallel zu einander und im 90° Winkel zum Achskörper und Fahrbahn) beträgt 7'30" mit einer Toleranz von +/- 15', der zulässige Sturz beträgt 0°+/-20'.
Selbst wenn die angegebenen Werte inkl. der Toleranz ausgeschöpft wären würde man immer noch nicht einen solche Reifenverschleiß feststellen!

Sollte die Achse in der Spur derart verbogen sein dass ein solcher Reifenverscheiß möglich ist müsste man das deutlich hören denn die Antriebswellen stecken sowohl in der Radnabe als auch im Differential in einer recht langen und starren Verzahnung.
Wären irgendwelche Lager der Blattfeder ausgeschlagen oder die Federbügel lose würde das Fahrzeug "im Kreis" fahren(Schrägstand zur Fahrachse), am Reifenverschleiß würde man das nicht erkennen.
Um einen Achsschaden auszuschließen müsste diese jetzt vermessen werden, alles Andere ist Rätselraten.
Gruß
v-dulli

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Uwe B.
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Re: Hinterräder - Außenschultern deutlich abgefahren

Beitrag von Uwe B. » 13 Mär 2019 21:57

...na endlich ist's Mal auf den Punkt gebracht.
Ohne alles zu vermessen kommt man da nicht weiter.
Möglicherweise hat Mal jemand den Wagen unterm Differential angehoben...was diese ihm dann übel genommen hat.
Wie schon geschrieben, muß das aber mit anderen Auffälligkeiten einher gehen...so ein fein eingemessenes Differential ist da sehr empfindlich.
Sollte es am falschen Sturz liegen...da reicht eine Wasserwaage zur Probemessung.
Zuviel Vorspur an 'ner Starrachse kriegt wohl kaum jemand hin...;-)

Gruß, Uwe.

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