Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
LarsH
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Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

Beitrag von LarsH »

Guten Morgen allerseits!
Bin etwas verunsichert, vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Also, bei meinem Sprinter (906, 319 aus 2014, 4x4, Automatik, L2H1) war die Motorkontrollleuchte an, „Raildrucksensor zeigt unplausible Werte“.
Fehler gelöscht, kam aber wieder. MB hat der Werkstatt gesagt, dass der Kabelbaum zum Raildrucksensor gewechselt werden müsste. Das wurde dann auch gemacht.
Ca. 300 km später ging der Motor einfach aus, während der Fahrt (!!). Ganghebel auf P, Schlüssel abgezogen, wieder rein, dann konnte ich ein paar hundert Meter weiter fahren. Hatte den Wagen voll mit Sperrmüll, wollte eigentlich zum Abfallwirtschaftshof, aber so, lieber erst mal direkt, auf großen Straßen, zur MercedesWerkstatt. Diese hat lange gesucht, nix gefunden und wieder das Werk kontaktiert. Es sollte ein zusätzliches Kabel zum Raildrucksensor gezogen werden. Seit dem läuft er wieder.
Die erste Reparatur hat 570.-€ gekostet, die zweite 1.280.-€ (!!). Kulanzantrag habe ich bereits gestellt.
Nun bin ich ca. 350 km so ca. 120-130 km/h gefahren. Alles läuft wie es soll, außer dass der Wagen nicht mehr piept wenn ich aussteige und das Licht vergessen habe auszuschalten.
Was neu ist: ich hatte bisher beim Beschleunigen zwischen 80 km/h und 100 km/h ein Dröhnen. Ich dachte bisher, dass das normal sei.
Aber nach dem zusätzlich gezogenen Kabel und der längeren gefahren Strecke hat er nicht mehr im besagten Bereich gedröhnt.
Jetzt mache ich mir Gedanken, lief der Wagen vorher nur auf 5 Pötten?? Kann dadurch etwas kaputt gegangen sein??
Zuletzt geändert von LarsH am 12 Jul 2020 22:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Vanagaudi (10 Jul 2020 08:53)
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Werkstatt!?

Beitrag von Rosi »

Den im Betreff genannten Begriff würde ich für deren Tätigkeiten nicht mehr mißbrauchen; freundlicher Teilewechsler mit Cafeteria träfe es m.E. besser.
Es ist doch zum Ko.../Heulen, wie erbarmungslos Kunden diesem Gebaren ausgeliefert sind, aber Abhilfe :?:
Reklamiere unbedingt die ausgeführten Leistungen, aber Hoffnung mache ich Dir wenig, denn lies Dir mal in Ruhe durch, was Du als Auftrag unterschrieben hast. :oops:
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von LarsH »

Moin Rosi,
Mal sehen was aus dem Kulanzantrag wird.
Darum geht es mir hier aber nicht vordergründig.

Warum ist das ResonanzBrummen zwischen 80 kn/h und 100 km/h jetzt weg????
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von Exilaltbier »

LarsH hat geschrieben: 09 Jul 2020 10:55
Warum ist das ResonanzBrummen zwischen 80 und 100 km/h jetzt weg????
Weil man irgendetwas wieder festgeschraubt hat was vorher lose bzw oder nicht richtig eingeclipst war....Injektor, Schlauch, Lufikasten, Kat, Dpf, Sonde ?!
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von LarsH »

Nen „loser“ Injektor wäre ja sehr schlecht.
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von Vanagaudi »

Der Kraftstoffdruck-Sensor (Motor 642.8) bzw. Raildrucksensor (Motor 642.9) ist im rechten Rail von hinten eingebaut. Von dort aus ist es kaum ein Meter bis zum Motorsteuergerät.

Dieser Sensor erfasst in beiden Motorversionen den aktuellen Raildruck. Der anliegende Raildruck beeinflusst die Lage einer Metallmembran, die mit Dehnwiderständen ausgestattet ist. Durch die Lageänderung der Membran verändert sich der elektrische Widerstand der Dehnwiderstände. Diese Widerstandsänderung hat ein Spannungssignal zur Folge, das vom CDI Steuergerät (N3/30 beim Motor 642.8 bzw. N3/20 beim Motor 642.9 bzw. N3/35 beim 642 Euro 6 Motor) zur Raildruckerkennung ausgewertet wird.

Angeschlossen wird der Raildrucksensor über drei Leitungen:

Code: Alles auswählen

Pin 1  0,5  brge  Versorgungsspannung (Masse) über Z6/161 Endhülse Masseanschluss Sensor 3 nach N3/35 Pin62
Pin 2  0,5  vign  Signalspannung nach N3/35 Pin61
Pin 3  0,5  rtge  Versorgungsspannung (+5V) über Z7/154 Endhülse 5-V-Ausgang 3 nach N3/35 Pin80
Die Stromversorgung teilt sich der Raildrucksensor mit dem Drehzahlsensor, der wie folgt angeschlossen wird:

Code: Alles auswählen

Pin 1  0,5  brge  Versorgungsspannung (Masse) über Z6/161 Endhülse Masseanschluss Sensor 3 nach N3/35 Pin62
Pin 2  0,5  gegr  Signalspannung nach N3/35 Pin35
Pin 3  0,5  rtge  Versorgungsspannung (+5V) über Z7/154 Endhülse 5-V-Ausgang 3 nach N3/35 Pin80
Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier der ganze Motorkabelbaum ausgetauscht wurde. Das hätte sicher mehr gekostet. Auf der anderen Seite kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die zusätzliche Verlegung von 3 Adern à 1m über 1.200EUR kosten soll. Hier wurde die vergebliche Fehlersuche berechnet. Aufgrund des Hinweises durch den Hersteller vermute ich, dass dieser Fehler nicht zum ersten Mal auftrat. Ich kann mir vorstellen, dass das Problem in der gemeinsamen Verwendung der Sensorstromversorgung liegt. Während der Raildrucksensor eine kontinuierliches Messsignal liefert, sendet der Drehzahlsensor ein impulsförmiges Messsignal. Das harmoniert nicht so recht und könnte sich gegenseitig beeinflussen.
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von Exilaltbier »

LarsH hat geschrieben: 10 Jul 2020 08:40 Nen „loser“ Injektor wäre ja sehr schlecht.
Aber die haben Stecker und Zuleitungen, die festgeclipst werden und wenn lose, kann es zu drehzahlabhängigem Rappeln kommen...
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von Kühltaxi »

LarsH hat geschrieben: 10 Jul 2020 08:40 Nen „loser“ Injektor wäre ja sehr schlecht.
Den gibt's wohl auch sehr selten, bei abgerissener Dehnschraube was ein Material- oder Einbaufehler wäre, wenn er aber undicht ist und "bläst" was öfters vorkommt wird er durch die sich bildende Ölkohle erst richtig fest....

Was suchen die da denn so lange Fehler für vierstellig Geld? Können doch eigentlich nur die drei Leitungen oder der Sensor selbst sein.
Ich war dabei:

SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von der.harleyman »

Das geschwindigkeitsabhängige Vibrieren / Brummen könnte ein loses Teil wie z.B. der Luftfilterkasten oder ein anderes Teil gewesen sein, das montagebedingt bei den Arbeiten ausgebaut und später wieder korrekt befestigt wurde. Somit hat das ganz ja noch einen angenehmen Nebeneffekt.
Um die Arbeiten und deren Sinn zu beurteilen fehlen hier die Informationen / Details. Eine Motordiagnose kann trotz aller elektronischen Hilfmittel sehr aufwändig sein. Das schlägt schnell in Geld zu buche. Man ärgert sich als Verbraucher oft über die berechneten Lohnstunden für die Sucherei. Aber es ist sehr oft viel Einsatz notwendig um ans Ziel zu kommen und den Fehler zu beseitigen. Wenn ich z.B. für den Einbau eines Auspuffs eine Stunde Arbeit berechnet bekomme, merke ich hinterher den Erfolg der Arbeit sofort. Eine Diagnose / Fehlersuche ist da für die Werkstatt undankbarer, weil der Kunde trotz der anspruchsvolleren Arbeit keine direkte Verbesserung dadurch erfährt. Es kann viele Stunden Aufwand bedeuten einen Fehler zu suchen der nur zeitweise messbar ist, weil er z.B. nur temperaturabhängig auftritt, um dann mit etwas Kabel und einigen Steckern für wenige Euros die Abhilfe einzubauen.
der harleyman
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Vanagaudi
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von Vanagaudi »

der.harleyman hat geschrieben: 10 Jul 2020 21:35Eine Motordiagnose kann trotz aller elektronischen Hilfmittel sehr aufwändig sein.
„Raildrucksensor zeigt unplausible Werte“. Was ist daran aufwändig? Der erste Ansatz der Werkstatt war ganz in Ordnung, aber den ganzen Kabelbaum wegen dreier Adern zu tauschen ist weit über das Ziel hinausgeschossen. Als der Fehler noch immer da war, waren sie mit ihrem Latein am Ende. Dann muss man sich Hilfe holen, wofür sich die Werkstatt anscheinend zu spät entschlossen hat. Anders kann ich mir die Rechnungssumme nicht erklären.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von LarsH »

Das finde ich auch.
Die hätten früher, ab einer bestimmten Anzahl an AWs beim Werk fragen sollen.
Bin gespannt was das Werk dazu sagt
jense
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Re: Moin, bin etwas verunsichert

Beitrag von jense »

kannst du bitte den Titel ändern ...

Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

wäre ganz gut
Crafter 30, 2014, kurz und hoch, 136 PS BMT, Multivan XL mit WoMo-Zulassung und 2-5 Sitzplätzen (Lübeck)

BIETE linke ARMLEHNE in schwarz für ISRI Seriensitze. Interesse? PN!
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Re: Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

Beitrag von LarsH »

Klaro!
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Re: Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

Beitrag von LarsH »

Guten Morgen,
Es gibt Neuigkeiten mit dem Raildrucksensor/Werten.
Im Standgas geht der Motor manchmal einfach aus.
War zum Fehlerauslesen in einer anderen Werkstatt, und siehe da, der Raildrucksensor liefert implausible Werte.
Na toll!!
Da muss die Werkstatt heute wohl mal nachbessern.
Motorkontroll-Leuchte ging nicht an.

Kann es nun tatsächlich der Sensor selbst sein?
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Re: Motokontrollleuchte und Raildrucksensor

Beitrag von v-dulli »

Theoretisch kann so ein Sensor kaputt gehen, praktisch habe ich es noch nicht erlebt.
Gruß aus OWL
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