PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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slaven
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PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Beitrag von slaven »

Hallo zusammen,

ich habe mich schon ein wenig durch andere Foren gewühlt, aber nicht wirklich brauchbare Erfahrungen gefunden. Vielleicht bin ich aber auch "zu früh" dran.

Ich plan gerade die PV auf unserem W906. Das (oder die ) Modul(e) kommen nun doch auf einen Dachträger. D.h. eine sichere Montage steht unter anderem im Vordergrund.

Das gesamte E-System wird im DC-Bereich auf 24 V laufen. Unter anderem soll mit Strom gekocht werden. Auch wenn man mit 24 V an der ein oder anderen Stelle sicherlich einen Umweg gehen muss, möchte ich die DC-Ströme möglichst gering halten. Okay, genug der Vorrede. Akku wird ein 200 Ah LiFePo (8S).

Hat jemand bereits Erfahrung mit PV-Modulen aus dem Haus- / Freiflächensegment ("Hausmodule") der neuen Generation auf dem WoMo Erfahrungen gemacht? Hersteller, wie "Ja Solar" oder "Trina" (um mal einige der "Großen" zu nennen), gehen ja nun in die Richtung 400, 500, 600 Wp pro Modul. Die Teile sind, sofern man bereit ist den Platz auf dem Dach zu opfern, für den Sprinter von den Abmessungen her recht interessant. (Meist zwischen 1 x 2 m bis zu 1,3 x 2,3 m - je nach Leistung).

Zudem sind die Module sogar recht günstig zu haben. Dass es ein gerahmtes "Hausmodul" werden soll, steht für mich mittlerweile fest. Nur die doch recht großen Glasflächen der neuen Generation macht mir auf dem Dach eines Fahrzeuges gerade noch ein wenig Sorgen (Windlast, Hagel auf der Autobahn - gibt ja immer die unvorhersehbarsten Situationen).

Vielleicht hat ja jemand diesen Schritt zu gewagt oder hat eine Meinung dazu. Freue mich auf eine Diskussion.

Viele Grüße,
slaven

PS: Thema ist eigentlich Fahrzeug unabhängig. Kann gerne verschoben werden, falls falsches Sub-Tonic. :D
MaSchu
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Re: PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Beitrag von MaSchu »

Moin,

"Hausmodule" sind immer gut wenn sie denn anständig befestigt werden.
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Sprinter_213_CDI
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Re: PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Beitrag von Sprinter_213_CDI »

slaven hat geschrieben: 04 Mai 2021 16:43 Nur die doch recht großen Glasflächen der neuen Generation macht mir auf dem Dach eines Fahrzeuges gerade noch ein wenig Sorgen (Windlast, Hagel auf der Autobahn - gibt ja immer die unvorhersehbarsten Situationen).
Hallo
Nun, meine Meinung, so ein Kastenwagen hat ja auf der Längsrichtung ein gewisses Spiel an Verwindung. Dem stellt sich dann die Robustheit der großen Module. Erschwerend dazu noch bei unterschiedlichen Temperaturen etc.
Alles Dinge, und noch weitere gibt es, die man VOR dem Anbau bedenken sollte.

Gegeben der Fall, ein großes Modul von zwei bricht und wird unbrauchbar. Ergo, neues kaufen und wieder einbauen. Ob es das gleiche nach 3 ... 5 Jahren noch gibt, ist fraglich.
Gedacht der Fall, mehrere kleine Module ( 2 ... 4 ) sind verbaut, ist beim eventuellen Schaden, die Reparatur kleiner.
Der Ansatz soll heißen, eine Stereoanlage ist schön, ist ein Teil kaputt, geht die ganze Anlage in die Reparatur.

Große Module würde ich irgendwie Gummi gelagert verbauen. So das sie sich geringfügig ausdehnen oder bewegen können. :wink:
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Bj. Juli / 2010, 182.000 km

Rückfahrkamera, C Schienen, 2DIN Radio, 4x100 Ah Batterien, Sitzbank 3-5, Drehsitze, zwei Airbag, AHK, Tempomat mit Limiter, WR 1500 W, Ladebooster WA 121525 D+, Airtronic 3900, 390W Solar mit MPPT, 2. Kupplung
MaSchu
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Re: PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Beitrag von MaSchu »

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Was noch zu bedenken wäre ist die Spannung des bzw. der Solarmodule. Bei meinen beiden Varios habe ich 2 bzw. 3 Module in Reihe geschaltet, da auch 24V System der Batterien. Da sollten schon mal mindestens 40V kommen! Sonst wird das nichts mit dem Batterieladen.... :wink:

Meine Module sind ca. 1,0 m x 1,6m - größer würde ich niicht nehem um das Schwingen bzw. Flattern zu vermeiden.

LG Martin
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slaven
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Re: PV: Hausmodule der neue Generation auf Dachträger (400 Wp+)

Beitrag von slaven »

Nabend,

danke euch für eure Impressionen und Gedanken. 8)

Das mit der Systemspannung versteht sich natürlich. Da hat man mit den neuen 400 oder 500 Wp Modulen aber eher weniger ein Problem. Am Hausdach oder Freifläche sind PV-Spannungen pro Modul von 40V+ ja zum Glück der Standard. :)

Das mit der Verwindung ist ein guter Punkt. Die Frage ist inwieweit ähnliche Kräfte auf ein Modul an fixer Position auf dem Feld wirken - wahrscheinlich eher weniger. Bzgl. der Verwindungssteifigkeit bei größeren Modulen hätte ich eher weniger Bedenken, gerade wenn es Doppelglasmodule sind. Die größere Fläche wirkt sich ja in Bezug auf Krafteinwirkung nicht nur auf dem Sprinter negativ aus. Auch auf dem Feld muss ein größeres Modul ja höheren Kräften standhalten können. Das müssen die Hersteller ja auch irgendwie kompensieren (das hier andere Kräfte in anderen Richtungen / Achsen wirken können, ist mir natürlich bewusst.) Ich will nur sagen: Nur weil ein Modul größer ist, ist es aus meiner Sicht nicht automatisch "anfälliger".

Das mit der Reparatur ist ein valider Punkt. Wobei das mit der Verfügbarkeit nach x Jahren natürlich unabhängig von der Größe der Module sein dürfte. Für mich wäre ein einzelnes Modul mit knapp 500 Wp natürlich super. Geht das kaputt, kommt dann ein Neues drauf (was auch immer zu dem Zeitpunkt dann aktuell ist). Das sollte aber natürlich nicht nach 1 Jahr der Fall sein. :mrgreen:

Das mit der Lagerung auf Gummi zwischen Panel und Dachträger ist ein guter Punkt. Allgemein wäre noch interessant, inwieweit sich ein Dachträger der Verwindung der Karosserie entgegenstellt und so ggf. schon genügend entkoppelnd wirkt?

Bleibt der Punkt mit dem "Flattern". Wobei ich erwarten würde, dass das bei einem gerahmten Modul eigentlich gar nicht auftreten dürfte? Gibt es da Probleme bei kleineren Modulen mit Standardmaßen von 1 x 1,6 m?

Viele Grüße,
slaven
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