Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

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joethesprinter
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Ja, ich weiß nur nicht, was von den Aussagen des Herstellers zu halten ist... Mannol hat ja auch das synthetische GL4 MTF was deutlich teurer ist.
Die Synchronisierung beim runter schalten in den dritten ist eh schon ein leichtes beginnendes Problem. Beim Verteiler würde ich es noch am ehesten auf einen Versuch ankommen lassen.
Ich hab 4 Liter Kanister. Rückblickend würde ich doch wieder die 1L nehmen. Letztlich ist bei mir der Schwund im großen Gebinde doch deutlich größer. 🙈
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von Vanagaudi »

joethesprinter hat geschrieben: 10 Jun 2019 11:48Leider hab ich keine Ahnung wie der Einrückvorgang in meinem ZG1 vor sich geht.
Könnte mir halt auch vorstellen, dass da was synchronisiert werden muss. 🤔
Nein, im VTG wird nichts synchronisiert.

Ist auf Grund der Zahnradstellung im Verteilergetriebe eine sofortige Zuschaltung des Allradantriebs nicht möglich, so wird durch eine Torsionsfeder im Schneckengetriebe des Stellmotors am VTG, durch die Schaltwalze und durch die Schaltgabel die Schaltmuffe vorgespannt, damit die Zuschaltung bei der nächsten Zahnraddrehung erfolgen kann.

Es ist eine "harte" Zuschaltung und funktioniert nur bis maximal 14km/h Fahrgeschwindigkeit. Im Übrigen handelt es sich beim VTG um eine Planetenradsatz, dessen Planetenräder an der Motorantriebswelle angekoppelt ist. Lediglich die Verbindungswelle zwischen dem Sonnenrad und dem ersten Kettenrad wird für den 4WD-Betrieb kraftschlüssig geschlossen. Die abgehende Welle für die Hinterachse wird über das Hohlrad angetrieben.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Vielen Dank für die fundierten Infos Vanagaudi!

Also kommt bei der nächsten Gelegenheit frisches Hypoidgetriebeöl 80W90 statt dem - wahrscheinlich noch originalen MTF von MB (75W85🤔) in den Verteiler rein.

Bin auch gespannt auf das Hauptgetriebe. Bei facebook haben ein paar Leute mal gepostet was an Zähnen oder Bauteilen so an den Ablassschrauben ihrer T1N hing... 😳🙏
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von Vanagaudi »

Meine Beschreibung gehört eigentlich zum 906. Aber beim VTG hat sich ja nicht so viel getan, das Prinzip ist geblieben.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Eigentlich ist das Prinzip des VTG beider "Zuschaltallradler" ganz anders. Die Planetenräder haben mich dann doch schon irritiert. :idea:
Der Zuschaltallrad beim T1N ist vermutlich eher wie ein klassischer Offroader - also 100% starr.
Was der beim NCV3 bringen soll verstehe ich nicht. Abgesehen vom Wegbremsen des Motormoments am Rad bleibt er ja offen. Also entscheidet ein einzelnes Rad - das mit dem geringsten Vortrieb - über das Moment an allen anderen Rädern... Dass das 4ETS praktisch nicht gut funktioniert liest man immer wieder mal.
:?: Ich weiß wie gesagt nicht wie die eigentliche Zuschaltung im Getriebe bei meinem aussieht. Vermutlich ist sie dann aber doch anders. :?:
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von Sepp »

joethesprinter hat geschrieben: 02 Jul 2019 23:34 Bei facebook haben ein paar Leute mal gepostet was an Zähnen oder Bauteilen so an den Ablassschrauben ihrer T1N hing... 😳🙏
Habe bei meinem 903 4x2 erst kürzlich das Schaltgetriebeöl gewechselt.

An dem Magnet der Ablassschraube fanden sich die üblichen Späne, aber auch ein kleiner 3mm Zylinderkerbstift, keine Ahnung, was der im Getriebe mal für eine Aufgabe hatte!?

Gruss
Sepp
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von destagge »

joethesprinter hat geschrieben: 02 Jul 2019 23:34 Vielen Dank für die fundierten Infos Vanagaudi!

Also kommt bei der nächsten Gelegenheit frisches Hypoidgetriebeöl 80W90 statt dem - wahrscheinlich noch originalen MTF von MB (75W85🤔) in den Verteiler rein.

Bin auch gespannt auf das Hauptgetriebe. Bei facebook haben ein paar Leute mal gepostet was an Zähnen oder Bauteilen so an den Ablassschrauben ihrer T1N hing... 😳🙏
Warum willst du Öl für Hypoidverzahnungen in ein Getriebe mit Stirnverzahnungen reinkippen?

Grüße
Michael
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Sepp hat geschrieben: 03 Jul 2019 09:17
An dem Magnet der Ablassschraube fanden sich die üblichen Späne, aber auch ein kleiner 3mm Zylinderkerbstift, keine Ahnung, was der im Getriebe mal für eine Aufgabe hatte!?

Gruss
Sepp
Ja, erschreckend. Zähne und ganze Bauelemente wurden da raus geholt. Aber die Getriebe liefen immer noch. 😁🤷‍♂️
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

destagge hat geschrieben: 03 Jul 2019 10:54
Warum willst du Öl für Hypoidverzahnungen in ein Getriebe mit Stirnverzahnungen reinkippen?

Grüße
Michael
Das GL5 von Mannol ist um einiges billiger und sollte von der Spec eigentlich eher besser sein als das GL4?!

Also wenn es keine Argumente dagegen gibt? 🤔
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von Vanagaudi »

joethesprinter hat geschrieben: 03 Jul 2019 06:10Eigentlich ist das Prinzip des VTG beider "Zuschaltallradler" ganz anders.
Nein, eigentlich nicht. Der 906 hat grundsätzlich das Mittendifferential eingebaut und die Mittelwelle wurde durch eine Zahradmimik ersetzt, aber sonst hat sich nicht viel getan. Hier die Beschreibungen zu den älteren Verteilergetriebe des 903.0/904.0, zu den 903.6 und 904.6 fehlen mir entsprechende Hinweise.

Beschreibung zum ZG1 Allrad zuschaltbar des 903.0/4 und 904.0/4:
Die Eingangswelle wird mittels einer beidseits fest angekoppelten Welle mit der Ausgangswelle HA verbunden. Diese Getriebewelle besitzt ein schrägverzahntes Getrieberad. Dies Rad treibt ein weiteres Getrieberad auf der Zwischenwelle an, welches wiederum ein loses Getrieberad auf der VA-Ausgangswelle antreibt. Die Ausgangwelle besitzt einen gradverzahnten Mitnehmer. Auf diesen Mitnehmer sitzt eine verschiebbare Schaltmuffe, die bei Bedarf mittels einer Schaltgabel auf den gradverzahnten Abschnitt des losen Getrieberads auf der VA-Ausgangswelle geschoben werden kann. So kann durch Verschieben der Schaltmuffe, bei passender Stellung der gradverzahnten Mitnehmerräder, der Allradbetrieb ein- und ausgeschaltet werden.

Beschreibung zum ZG2 Allrad permanent des 903.0/4 und 904.0/4:

Die Eingangswelle treibt die Achsen der Planetenräder eines Umlaufrädergetriebes mit Gradverzahnung an. Die Planetenräder sind mit dem Hohlrad fest gekoppelt, welches die Ausgangswelle HA antreibt. Auf der Eingangswell sitzt auch das lose Sonnenrad, welches das schrägverzahnte Getrieberad der Zwischenwelle antreibt. Das Getrieberad der Zwischenwelle treibt ihrerseits ein mit der Ausgangswelle VA fest gekoppeltes Getrieberad an.
Das Sonnenrad kann über eine Schaltgabel und einer Schaltmuffe fest mit den Achsen der Planetenräder gekoppelt werden. Damit ist das Mittendifferential ausgeschaltet.

Die Beschreibung des ZG3 mit Untersetzung erspare ich mir mal, da brauche ich länger, um das Schaubild zu verstehen.

Das ZG2 entspricht funktionell also dem 906 VTG, sieht man von der Zwischenwelle bzw. dem Kettenradsatz ab. Die Zuschaltung des Allrads beim ZG1 erfolgt auf der Ausgangswelle, die Sperre des ZG2 in dem Planetenradsatz. Beide jeweils mit Gradverzahnung und ohne jede Synchronisationsvorrichtungen. Beim 906 erfolgt die (optionale) Zuschaltung des Vorderradantriebs im Umlaufrädergetriebe.

Worauf es, in Bezug auf das verwendete Getriebeöl ankommt, ist
  • schräg verzahnte Getrieberäder
  • gerade verzahnte Getrieberäder im Umlaufrädergetriebe
  • Kettenrad beim 906
  • keine Synchronisationseinrichtung
Vor allem der letzte Punkt ist wichtig und gilt auch bei VTGs mit Getriebeuntersetzung.

Hier noch eine Tabelle mit Teilenummern zu den VTGs, die zum 906 findet man in diesem Beitrag:

Code: Alles auswählen

Für 903.0 und 904.0
A 901 280 0000   Verteilergetriebe   +ZG1 /+ZG1+G40      Bei Bedarf Flansche vom alten Verteilergetriebe umbauen
A 901 280 0500   Verteilergetriebe   +ZG1+AC6+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,727
A 901 280 0500   Verteilergetriebe   +ZG1+AC7+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,273
A 901 280 1400   Verteilergetriebe   +ZG2                Nur mit mechanischem Getriebe
A 901 280 1500   Verteilergetriebe   +ZG2+AC6+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,727
A 901 280 1600   Verteilergetriebe   +ZG2+AC7+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,273
A 901 280 1700   Verteilergetriebe   +ZG3                Nur mit mechanischem Getriebe
A 901 280 1800   Verteilergetriebe   +ZG3+AC6+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,727
A 901 280 1900   Verteilergetriebe   +ZG2+AC7+G40        Nur mit Automatikgetriebe i=3,273

Für 903.6 und 904.6
A 903 280 0000   Verteilergetriebe   +ZG1
A 903 280 0100   Verteilergetriebe   +ZG2
A 903 280 0200   Verteilergetriebe   +ZG3


AC6  i=3,727
AC7  i=3,273
G40  Automatikgetriebe
ZG1  Allradantrieb zuschaltbar
ZG2  Allradantrieb permanent
ZG3  Allradantrieb zuschaltbar mit Getriebeuntersetzung
Edit: Typo "905" in "904" geändert.
Zuletzt geändert von Vanagaudi am 03 Jul 2019 16:58, insgesamt 3-mal geändert.
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joethesprinter (08 Jul 2019 15:24)
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Herrlich, die Insiderinfos! 👍 Müsste ich mir gleich mal systematisch weg speichern.

Mit "ganz anders" meinte ich eher das fahrdynamische Ergebnis. Gibt es irgendwo eine Innenansicht oder Explosionszeichnung vom ZG1 für die Allgemeinheit? 😬 Mein 904.662 ist erst zwei Monate nach Produktionsende T1N ausgeliefert worden. Neuer geht es doch gar nicht. 😀 Der ist ZG1. Verstehe ich dich richtig, dass der abweichen könnte von deiner tollen Beschreibung? Oder vielleicht ein Zahlendreher drin? 905 (6t!) dachte ich gab es nicht als 4x4?

Um nicht zu weit vom ursprünglichen Thema ab zu kommen. Fahre das Mannol Hypoid-Öl schon eine ganze Zeit auch im HAG meines Vorgänger-T1N: absolut unauffällig. 👍
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von Vanagaudi »

joethesprinter hat geschrieben: 03 Jul 2019 16:04Oder vielleicht ein Zahlendreher drin? 905 (6t!) dachte ich gab es nicht als 4x4?
Daneben gehackt, sollte 904.0 heißen. :oops:
joethesprinter hat geschrieben: 03 Jul 2019 16:04Mein 904.662 ist erst zwei Monate nach Produktionsende T1N ausgeliefert worden. Neuer geht es doch gar nicht. 😀 Der ist ZG1. Verstehe ich dich richtig, dass der abweichen könnte von deiner tollen Beschreibung?
Von den 904.6 habe ich keine Beschreibungen oder Ansichten aus dem Innenleben des VTG. Das Einzige, das ich weiß, ist, dass sie andere Teilenummern besitzen. Sie müssen also etwas anders aufgebaut sein. Ich vermute jedoch fortschreitende Technik, so sollte das VTG des 904.6 technisch zwischen dem vom 904.0 und dem 906 liegen. Funktionell sollte es aber dem 904.0 entsprechen, das ZG1 also zuschaltbar und ohne Mittendifferential.
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joethesprinter (03 Jul 2019 21:39)
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Beschreibung zum ZG1 Allrad zuschaltbar des 903.0/4 und 904.0/4

Beitrag von Vanagaudi »

Zur Vervollständigung meines vorhergehenden Beitrags:

Beschreibung zum ZG3 Allrad zuschaltbar mit Untersetzungsgetriebe des 903.0/4 und 904.0/4:
Die Eingangswelle des Verteilergetriebes endet auf einem gerade verzahnten Mitnehmerrad. Auf dieser Welle sitzt zusätzlich ein loses, schräg verzahntes Getrieberad. In Verlängerung der Eingangswelle ist die Ausgangswelle HA angeordnet, ist jedoch nicht fest mit der Eingangswelle verbunden. Auf dieser Ausgangswelle ist ein gerade verzahntes Mitnehmerrad und festes, schräg verzahntes Getrieberad angeordnet. Die Mitnehmerräder der Ein- und Ausgangswelle HA können über eine Schaltmuffe miteinander verbunden werden, sodass beide Wellen fest miteinander gekoppelt sind.
In der anderen Stellung der Schaltmuffe ist die Ausgangswelle HA lose gegenüber der Eingangswelle. Statt dessen verbindet die Schaltmuffe nun die Eingangswelle mit dem Mitnehmerrad des lose auf der Eingangswelle sitzenden Getrieberads. Dieses Getrieberad treibt das erste Getrieberad auf einer Zwischenwelle an, welches über die Welle fest mit einem zweiten Getrieberad verbunden ist. Dieses zweite Getrieberad treibt das Getrieberad der Ausgangswelle HA an. Diese Anordnung bildet die Untersetzung des Verteilergetriebes.
Das zweite Getrieberad der Zwischenwelle treibt gleichzeitig ein loses, schräg verzahntes Getrieberad der Ausgangswelle VA an. Dieses besitzt ein gerade verzahntes Mitnehmerrad. Auch die Ausgangswelle besitzt so ein fest gekoppeltes Mitnehmerrad. Diese Mitnehmerräder können über eine verschiebbare Schaltmuffe miteinander gekoppelt werden. Auf diese Weise werden die Ausgangswelle HA und Ausgangswelle VA über die Zwischenwelle hinweg fest miteinander gekoppelt.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Vanagaudi für den Beitrag:
Werbin (23 Jul 2019 04:46)
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von joethesprinter »

Ganze 160ml hab ich aus meinem ZG1-Verteiler geholt. :oops:
Ist auch durch Anheben des Fahrzeugs an allen Ecken und warten über Nacht nicht mehr groß was dazu gekommen. Abgesehen von etwas Schlamm am Magneten sieht das Öl sehr gut aus und riecht auch nicht zersetzt o.ä.

Das Getriebe ist trocken und sauber. Da war noch nie jemand dran auf den 30tkm Laufleistung. Alle Schrauben noch unter dem originalen Wachs.

Rein gingen dann auch "nur" ca. 500 oder 600ml bis zur Einfüllschaube.

Für die angegebenen 800ml müsste das Fahrzeug vermutlich äußerst steil bergab stehen. 🤔🤷‍♂️
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Re: Getriebeöl und Achsöl selber wechseln

Beitrag von helge2000 »

Moin Leute, ich bin neu hier im Forum und habe gleich mal eine Frage.

Ich fahre einen Crafter Bj. 2009 136Ps er schaltet schlecht wenn er kalt ist, wenn er warm ist wirds besser.

Ich möchte nun das Getriebeöl wechseln könnt ihr mir sagen wie voll ich das Getriebe machen soll und welches Öl ok ist?

Danke Lg Helge
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