Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

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Gizmo
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Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Gizmo » 14 Mai 2018 11:31

Hallo zusammen,

vor einigen Tagen ist mein Sprinter mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen geblieben. Der Wagen ist zum Wohnmobil umgebaut, Erstzulassung war 12/2014, gelaufen ist 48.000 km mit Automatikgetriebe, alles was bisher gemacht werden musste (Service und kleinere Reparaturen) wurde in einer Mercedes-Fachwerkstatt ausgeführt. Durch den Wohnmobilausbau wiegt das Fahrzeug 3.100 kg und gefahren bin ich ihn fast nur Langstrecke bei ca. 2.000 U/min, d.h. zwischen 90 - 100 km/h.
Der Motorschaden trat ohne Vorwarnung auf, d.h. keine Kontrolllampe, keine ungewohnten Geräusche, kein Klopfen, kein Verlust von Öl oder Kühlflüssigkeit etc. Es erwischte mich völlig unverhofft bei Tempo 90 auf der Autobahn, auf einmal gab es sehr laute Geräusche und der Wagen schüttelte sich, so dass ich glaubte über etwas drübergefahren zu sein, Nachdem ich das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen zum Stillstand gebracht habe, war der Motor aus und aus dem Motorraum stieg Qualm auf. Auf dem Seitenstreifen war eine Ölspur und unter dem stehenden Fahrzeug bildete sich langsam eine Öllache.
Nachdem das Fahrzeug zur Werkstatt transportiert worden war, konnten dort noch ca. 200 ml Öl aufgefangen werden.
Gibt es irgendwelche Ideen, was zu diesem Motorschaden geführt haben könnte?

Für einige Hinweise wäre ich dankbar,
Grüß Jörg

Vanagaudi
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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Vanagaudi » 14 Mai 2018 11:43

Du, das ist Glaskugellesen. Aber was anderes, wurde bei dir am Getriebe bei der Erstinspektion das Öl getauscht?
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von quiknik » 14 Mai 2018 14:43

Puh das tut mir leid zu hören, und das bei einem so neuen Fahrzeug. Ist halt einfach nicht mehr die Qualität wie bei den 2000er Modellen. Was Du geschildert hast deutet ja auf ein Problem mit der Ölversorgung hin. Hier würde ich auch als erstes ansetzen und den Fehler suchen. Vielleicht hat irgendwas die Ölversorgung blockiert oder die Pumpe hat nicht ordentlich gepumpt. Ist der Motor denn ungewöhnlich schnell warm geworden? Wer hat die Diagnose Motorschaden gestellt? Dafür muss es ja entsprechende Hinweise geben. Was Du eventuell auch noch machen könntest wäre die Glühkerzen rausschrauben und mit einem Endoskop in den Brennraum schauen (das hab ich zumindest bei meinen Benzinern so gemacht natürlich mit Zündkerzen) Keine Ahnung ob das auch beim Diesel funktioniert.

Hast denn noch Garantie auf die Kiste? Vorteil ist zumindest mal, dass alles bei Mercedes gemacht hast, das gibt´s dann keine Ausreden für die Jungs.

Ich drück die Daumen.

Beste Grüße,

Nik

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Gizmo » 14 Mai 2018 16:09

Ich bin vor dem Schaden 200 km Autobahn bei Tempo 90-100 km/h gefahren. Nichts hat auf ein Problem hingedeutet. Da ich keine Musik gehört habe, hatte ich nicht nur die Instrumente im Blick, sondern auch das Motorengeräusch im Ohr. Nichts war auffällig.
Ölverlust oder -Verbrauch hatte ich vorher auch nicht. Die Ölkontrollen waren immer ok.
Die Polizei ist die Ölspur abgelaufen, auf der Standspur war eine Ölspur, auf der Fahrbahn nur ganz kurz.
Die Mercedes-Werkstatt, die die 200ml Restöl abgelassen hat, meinte der Motorblock hätte mehrere Löcher, was daraufhin deutet, dass eine Pleuelstange abgerissen ist und die Motorwände und Ölwanne durchschlagen hätte.
Warum sie abgerissen sein soll, weiß ich noch nicht.

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Sprinter_213_CDI » 14 Mai 2018 16:16

Hallo Gizmo

Mein Beileid !!
Aber jetzt Spekulationen zu suchen, bringt nichts. Warte erstmal ab was die Werkstatt sagt. Ich hoffe es ist eine MB Werkstatt.
Aus 2014 wirst du nicht mehr viel Garantie haben / erwarten. Kulanz, ... ich hoffe es für dich.

Fakt ist, MB wird nicht alles bezahlen. Wird die Schuld bei dir suchen, wie auch immer. Daher mein Rat, sei vorsichtig und gewarnt. Jegliche Gespräche mit MB, wenn nicht schriftlich, mit Zeugen und Gesprächs Notizen machen.
Wenn es richtig Dicke kommt, such dir schon mal einen Anwalt. Suchen, nicht gleich einschalten. Auch den seine Rechnung wirst du bezahlen.

Hast du irgendwas repariert, umgebaut, Chip Tuning ??

Viel Glück !!!
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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Gizmo » 14 Mai 2018 16:27

Nein keine Umbauten am Motor, kein Chiptuning, nichts dergleichen.

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Sprinter_213_CDI » 14 Mai 2018 16:38

Hallo Gizmo

Auch wenn es jetzt schwer fällt, Ruhe bewahren und abwarten.
Such mal hier im Forum unter " Motorschaden " nach ähnlichen Fällen.

Gruss
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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Schaubi » 14 Mai 2018 19:34

Hatte ein Bekannter auch kürzlich beim V6, war eine Schraube von der Lagerschale auf der Kurbelwelle gerissen. Auch Loch im Block. War aber ein älterer mit ca. 150 Tsd Km. Hört sich ähnlich an. Mein Beileid.

Lg

Andi

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von mpetrus » 14 Mai 2018 19:56

Mein herzliches Beileid, ein Motorschaden bei knapp 50.000 ist schon ein harter Hund.
Das dürfte bei dem Motor sprich V6 nicht passieren.
Der sollte 500.000 laufen.
Drücke die Daumen das der Schaden (Kosten) für dich nicht zu hoch wird.

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Alligator319 » 15 Mai 2018 11:50

Hi,
auch meinerseits Beileid, das hätte ich nicht erwartet.
Von der Firma hätte ich mir eine längere Lebensdauer des V6 Motors erhofft.

Wenn Du keine Garantieverlängerung abgeschlossen hast, - bitte mal nachsehen, das wird von denen gerne beworben, - würde ich über die Werkstatt einen Kulanzantrag bei MB stellen lassen, in der Hoffnung, dass wenigstens ein Teil der Kosten übernommen wird.

Liebe Grüße
Volker
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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von bikeraper » 16 Mai 2018 11:36

Der war ja noch nicht mal richtig eingefahren. Bei dem Kilometerstand und der Art und Weise wie Du den belastet hast, hätte das NIE passieren dürfen.
319er fahn muss man sich leisten können

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Gizmo » 18 Mai 2018 07:32

Leider ist es trotzdem passiert. Es gibt jetzt erste Infos aus der Werkstatt: Pleuelstange abgerissen auf dem 3. oder 6. Zylinder wegen eines Kolbenfressers. MB will sich aus Kulanz unter Vorbehalt mit 50% am Material beteiligen. Sollte bei späterer Untersuchung als Ursache des Kolbenfressers Ölmangel festgestellt werden, muss ich die vollen Kosten tragen.

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Vagabundo » 18 Mai 2018 08:25

Mehr als ungewöhnlich....
Falls Rechtschutz vorhanden zum RA und Gutachter oder sich an einen Automobilclub wendrn. Wenn nicht würde ich empfehlen den Mercedes Gebietsleiter vor Ort zu bestellen und gemeinsam mit sachkundiger Begleitperson ( z.B. Motorenbauer bzw. Fachfirma ) erscheinen, den Vorgang besprechen und die Kostenfrage schriftlich klären. Wer kann Dir nachweisen das Du nicht am Vortag noch das Öl kontrolliert hast!? Einfach nicht locker lassen...... viel Glück!

Gruß Vagabundo

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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von Mader 2.5TDi » 18 Mai 2018 09:12

...natürlich ist der Kolbenfresser durch Ölmangel entstanden, es war ja ein Loch in der Ölwanne und das Öl ist rausgelaufen. Das Loch war dann ursächlich für den Ölmangel und den Kolbenfresser. Oder hat das Pleuel die Ölwanne gleich zu Anfang durchschlagen? Waren die Pleuelschrauben bei der Demontage alle noch vorhanden? Ich würde da Beweissicherung betreiben, kann man noch dokumentieren, wieviel Öl insgesamt auf der Straße ausgelaufen ist? Es geht doch jetzt um richtig viel Geld.

Gruß,
Fritz
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Re: Motorschaden 319CDI bei 48.000 km?

Beitrag von bommel » 18 Mai 2018 09:25

Hallo Jörg,

also ich weis nicht aus welcher Ecke Deutschlands du genau kommst. Ich habe hier einen Gutachter an der Hand der Spitze ist.

www.Unfallforschung.eu

Kannst ja mal auf der Seite schauen, auf alle fälle einen Gutachter beauftragen zur Beweissicherung.
(Unabhängigen Gutachter! Kein TÜV/DEKRA/GTÜ usw weil die sind abhängig vom Autohaus-> wollen ja dort weiter HU machen)

Grüße aus Niederschlesien
Jochen
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Transporterfahrer aus Überzeugung! :D

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