LifePo Batterien

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Re: LifePo Batterien

Beitrag von kajak-sprinter » 25 Sep 2016 18:31

Hallo,

bitte unterscheidet bei den Li-Akkus zwischen LiFePo und LiFeYPo. Das "Y" macht den Unterschied. Die mit Yttrium können nach meinem Kenntnisstand (wie auch in dem oben verlinkten Datenblatt angegeben) auch bei den bei uns üblichen kalten Temperaturen be- und entladen werden. Die ohne "Y" sind da bei Kälte kritischer.

Gruß

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Re: LifePo Batterien

Beitrag von cappulino » 12 Jun 2018 21:04

Namds! Was sagt die erprobte Praxis? LifePo und LifeYPo mit Ladebooster wie AGM ladefähig und den Rest mit Solar bei Gelegenheit dazuladen? Soweit wäre die Erkenntnis der letzten Beiträge dazu... sofern richtig zusammeninterpretiert. MfG Michael

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Re: LifePo Batterien

Beitrag von jense » 12 Jun 2018 21:22

Lade-Booster haben meist eine eigene Einstellung für Life Po, solar Regler auch, darauf solltest du achten. Agm Ladekurve ist nicht optimal.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von destagge » 12 Jun 2018 21:26

Moin!

Hier ein bissl Theorie:
https://www.wirsehnunsunterwegs.de/werk ... u-theorie/

und Praxis:
Wir laden mit unserem Sterling B2B-Lader, er ist auf AGM gestellt. Keinerlei Probleme.

Grüße
Michael
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von cappulino » 13 Jun 2018 06:43

Danke. Antwort lautet also JA, ob nun Sterling Büttner oder Votronic dran steht sieht der Energiespeicher nicht.

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Re: LifePo Batterien

Beitrag von phantompilot » 17 Jun 2018 08:19

Die Votronic MPP Solarregler haben seit Anfang des Jahres eine neue Firmware und können auch Lithium Batterien

http://www.votronic.de/Bibliothek/Anlei ... 2-2018.pdf

Das ist die preiswerteste Möglichkeit eine Lithium Batterie zu laden. Dem MPP Regler ist es egal ob die Energiequelle ein Solarpanel oder oder ein selbstgebautes Netzteil (Trafo & Gleichrichter oder ein preiswertes PC Netzteil reicht völlig aus) ist.

Die Spannung von 12 Volt reicht für einen MPP Regler völlig aus, weil es ein Stepup Regler ist, der intern die Ladenspannung erhöht, wenn die Eingangsspannung zu niedrig ist.
Man darf halt nur keinen Shunt Regler nehmen, der schließt beim abregeln den Eingang kurz und würde das Netzteil killen.

Am preiswertesten ein PC Netzteil mit 12 Volt z.B. 20 Amp Ausgang (bei eBay ca 20€) nehmen. Daran den MPP Regler und dahinter die zu ladende Batterie. Am Eingang kann man ein Solar Panel parallel zum Netzteil anklemmen.
Hat man ein 230 Volt Netz, wird die Batterie darüber geladen, regeln tut der MPP Solarregler. Bei Sonnenschein kommt die Energie halt von der Sonne.

Übrigens kann man den 5 Volt Ausgang des PC Netzteil verwenden um eine USB Steckdose zu basteln um Handy's Smartphone & Co zu laden. Passende USB Buchsen gibt's als PC Zubehör. Und eine 2,5 Amp. Sicherung für alle Fälle in die +5Volt Leitung machen.


Gibt es z.b. bei Reichelt -> https://cdn-reichelt.de/bilder/web/xxl_ ... /71000.png
Zuletzt geändert von phantompilot am 17 Jun 2018 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von Vanagaudi » 17 Jun 2018 11:11

Kannst du bitte zu folgendem Punkt aus der Montage- und Bedienungsanleitung Stellung beziehen:
http://www.votronic.de/Bibliothek/Anleitungen/07.%20Solarstromtechnik/1710_1715_1720_1725%20%20Solar-Regler%20MPP%20165%20-%20430%20Duo%20ab%2002-2018.pdf hat geschrieben:
8. Das Gerät darf an den Eingangsklemmen „+/- Solar Panels“ nicht mit Wind-, Wasser-, Fuel- oder Motor-Generatoren, Netzteilen, Batterien oder anderen Stromquellen betrieben werden!
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.

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Re: LifePo Batterien

Beitrag von phantompilot » 17 Jun 2018 11:25

Na ja, die gehen auf Nummer sicher.
Es muss eine saubere Geichspannung sein. Bei einem PC Netzteil ist das der Fall.

Wenn du da ein Oszilloskope dran hällst sieht du bei einem PC Netzteil und einen Solarpanel keinen Unterschied. Der Solarregler auch nicht.

Wie gesagt, es muß ein MPP Regler sein. Ein billiger Shunt Regler schliest zum runterregeln den Eingang kurz. Das geht mit einem Solar-Panel, aber nicht mit einer anderen Stromquelle, die eien Kurzschluß nicht ab kann.

Ein MPP Regler funktioniert wie en Schaltnetzteil, der sollte den Eingang nicht kurzschließen.

Überprüfen lässt sich das mit einem Voltmeter / Multimeter. Wenn die Batterie voll ist, regelt der Regler den Strom runter. Sinkt dann die Eingangsspannung ist es ein Shuntregler.
Steigt die Eingangsspannung (Weil die Last weg ist) oder bleibt gleich, ist es ein MPP Regler.

Wirkungsweise Shunt / MPP Regler -> https://www.photovoltaikforum.com/pv-in ... 9-s20.html

Aber Vorsicht, ich habe gerade gelesen, das es auch MPP Regler gibt sie aus einer Kombination aus Shunt Regler und DC - DC Wandler bestehen. Diese schließen dann doch das Modul kurz (gff. getacktet) um die Verlustleistung aus dem Regler rauszuhalten. Bei einem kurzgeschlossenen Solar Modul fällt die Verlustleistung (Wärme) auf dem Modul und nicht im Regler an. Das geht natürlich zu Lasten der Lebensdauer des Solar Modules.

Also im Zweifel nachmessen.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von jense » 17 Jun 2018 11:39

Normalerweise benötigt man ja auch was zum Laden während der Fahrt über Lima, das sollte natürlich auch LifePo können, da kann genauso sein PC Netzteil dran hängen, wenn der wagen nicht läuft, ich habe z.B. einen Ladebooster von Sterling, der nimmt auch alle eingangsspannungen dir er kriegen kann, der ist eigens für Rekuperationsunsinn ausgelegt und transformiert die Spannung auch hoch. Das sollte vei den Votrtonic Boostern, die die meisten verbaut haben auch funktionieren. Es gibt eigentlich nur Votronic und Sterling auf dem Gebiet.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von Vanagaudi » 17 Jun 2018 11:42

phantompilot hat geschrieben:
17 Jun 2018 11:25
Es muss eine saubere Geichspannung sein.
Das sehe ich anders.

Das Solarpanel ist ein Gleichspannungsgenerator mit relativ hohem Innenwiderstand von einigen Ohm. Der MPPT-Regler regelt seine Stromentnahme derart, dass sich eine maximale Leistungsabgabe aus dem Solarpanel ergibt. Dabei kann die Spannung des Solarpanels über oder unter der Batterieladespannung liegen. Daher wird der Batterieausgang mittels Inverswandler (Buck-Boost Converter) entsprechend der Ladekurve auf die erforderliche Ladespannung eingestellt.

Ein Netzteil, vor allem stabilisierte Netzteile, haben einen äußerst geringen Innenwiderstand von wenigen mOhm. Die Funktion des MPPT-Reglers, die maximale Leistung aus dieser Art Spannungsquelle zu ziehen, würde bei diesem geringen Innenwiderstand zu einem sehr hohen Strom führen. Für diese hohen Ströme ist der übliche Solar-MPPT-Regler jedoch nicht ausgelegt.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von Vanagaudi » 17 Jun 2018 12:05

phantompilot hat geschrieben:
17 Jun 2018 08:19
Am Eingang kann man ein Solar Panel parallel zum Netzteil anklemmen.
Das sollte man besser nicht tun. Das Solarmodul verhält sich gegenüber einer angelegten Fremdspannung wie ein Widerstand. Wenn du ein Netzteil parallel zu einem Solarpanel anschließt, heizt du das Solarpanel auf, bis es irgendwann kaputt ist, oder schlimmsten Falls abbrennt.

Dies ist das Ersatzschaltbild eines Solarpanels mit den Schutzdioden. Die Dioden verhindern, dass eine Zelle in Brand gerät, wenn diese im Gegensatz zu den anderen abgeschattet wird. Anstatt den Strom durch den sich aufheizenden Innenwiderstand der Solarzelle zu schicken (Ersatzschatbild Solarzelle), wird dieser über die Schutzdiode umgeleitet.

Die angelegte Fremdspannung an einem Solarpanel wird jedoch nicht über die Schutzdioden abgeleitet, den in diesem Fall liegen sie in Sperrrichtung. Ganz abgesehen davon, was sagt das Netzteil zu der Spannung aus dem Solarpanel? Das könnte auch ins Auge gehen.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von Vanagaudi » 17 Jun 2018 13:02

jense hat geschrieben:
17 Jun 2018 11:39
[...]wenn der wagen nicht läuft, ich habe z.B. einen Ladebooster von Sterling, der nimmt auch alle eingangsspannungen dir er kriegen kann, der ist eigens für Rekuperationsunsinn ausgelegt und transformiert die Spannung auch hoch.
Ich habe nach langer Suche endlich etwas zur Ladung einer Anhängerbatterie gefunden. Ein kleines Modul, dass die Eingangsspannung hochsetzt und dabei einen geregelten Konstantstrom bis zur Ladeschlussgrenze abgibt. Es sind Module für Bleibatterien mit Ladeschlussgrenze bei 13,8V, und zwei Module mit unterschiedlichen Ladeströmen und Ladeschlussgrenze bei 12,6V für LiFePo 3S, sowie zwei Module für jeweils 42V und 56V Ladeschlussgrenze erhältlich. Die Module werden von RCNUN hergestellt und vertrieben, zu finden auf verschiedene Handelsplattformen.
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von hymeraner » 22 Jun 2018 06:04

@klasi46: BMS teuer und kompliziert? Finde ich nicht ...
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von jense » 22 Jun 2018 12:23

hymeraner hat geschrieben:
22 Jun 2018 06:04
@klasi46: BMS teuer und kompliziert? Finde ich nicht ...
https://www.wohnmobilforum.de/viewtopic ... l#p2160442

Entweder ordentlich oder gleich bleiben lassen. Das Teil das du da verlinkt hast, c würde ich vielleicht für Modellbau Akkus nehmen, aber bei einer 1000€ Batterie ... No way!
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Re: LifePo Batterien

Beitrag von hymeraner » 25 Jun 2018 15:04

jense hat geschrieben:
22 Jun 2018 12:23
Entweder ordentlich oder gleich bleiben lassen. Das Teil das du da verlinkt hast, c würde ich vielleicht für Modellbau Akkus nehmen, aber bei einer 1000€ Batterie ... No way!
Bei einer 1000-Euro-Batterie würde ich es vielleicht auch nicht nehmen. Wer seine Batterieanlage für deutlich über 50A auslegt, braucht ohnehin was anderes. Bei einer 100Ah-50A-Anlage (ohne Spannungswandler, ohne Kaffeemaschine, ...) ist es aber ganz sicher viel besser als gar keins.
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