319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

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rams
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#76 

Beitrag von rams »

 Themenstarter

Okay danke.
und wie nun weiter?sollte der Einbau eurer Meinung nach Pfusch sein, wie und mit was kann ich verhindern, daß irgendwas rostet?
Alkahest
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#77 

Beitrag von Alkahest »

rams hat geschrieben: 21 Jun 2022 19:59 und wie nun weiter?
Ich würde mir erstmal noch eine (professionelle) zweite Meinung einholen. Autoglaser, Lackierer, Karosseriebauer oä. Damit kannst du dann argumentieren.
Rost sicher verhindern kannst du wahrscheinlich nur durch einen Neueinbau, deshalb würde ich das die Firma in Ordnung bringen lassen. Wenn du jetzt selbst was machst, könnten sie immer argumentieren, dass du den Wassereinbruch/Rost/etc verursacht hast.
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8zehn
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#78 

Beitrag von 8zehn »

Ich habe bei mir auch Gebo-Luken verbaut.
https://www.sprinter-forum.de/download/ ... &mode=view
Aus eigener Erfahrung: Wasser kann durch die Schrauben eindringen: Die übergänge der Schraubenköpfe (Senkkopf?) zum Gebo-Alurahmen müssen dicht sein. Sonnst dringt Wasser ein.

Nachtrag: Am Anfang wird es schon Dicht sein. Nach einigen "Temperaturzyklen" könnte es undicht werden. (Bei mir war es im Winter als dann Wasser eindrang.... ).

Viele Grüsse,
Alexander
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#79 

Beitrag von Frrroschi »

Ich würde mir erstmal noch eine (professionelle) zweite Meinung einholen. Autoglaser, Lackierer, Karosseriebauer oä
....stellst sich die Frage ob die Profis auch eine Ahnung haben von derartigen Einbauten.

Wobei die Fakten ja sehr einfach sind: Jeder Ramen, jede Luke oder jedes Fenster das nur einseitig am Blech ist kann nicht auf der vollen Fläche ans Blech gedrückt werden. Das Blech wird nur rund um die Schrauben an das Einbauteil gedrückt. Ergebnis - irgendwann im Laufe der Zeit wird es zum Wassereintritt kommen.

Die einzige Lösung ist, wie es bei allen Luken und Fenstern gemacht wird, innen einen Gegenrahmen bauen. Er besteht meistens aus ganz einfachen Holzleisten (ca 25x50mm Querschnitt). Er wird ganz einfach innen mit zB. Sicka252 ans Blech geklebt und bevor der Klebstoff ausgehärtet ist, von oben die Luke eingesetzt und verschraubt. Die Löcher im Blech sollten dabei so groß sein das die Schrauben nicht im Blech fest sitzen. Luke - Dichtstoff - Blech - Sika - Ramen werden dann von den Schrauben zusammengezogen und das auf der ganzen Dichtfläche. Diese Vorgangsweise hat sich bewährt und ist seit vielen Jahren die einzige die auf Dauer eine dichte Blech - Luke Verbindung ergibt.

Zb.: Auch wenn es eine versteckte Werbung ist:
https://www.youtube.com/watch?v=pGDv9NwCxTQ
rams
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#80 

Beitrag von rams »

 Themenstarter

Also jetzt speziell auf den Einbau von großen Gebo Dachluken gesehen, meine Gedanken, nach einigen Gesprächen mit Gebo.
Die Gebo Dachluken müssen absolut Plan montiert werden. Gebo schreibt maximal 1mm Beugung vor.
1mm bei zum Beispiel meinem 80cm Breite ist sehr wenig Toleranz.
Wenn nun der Einbau wie von den meisten hier beschrieben als Sandwich von Innenholzrahmem/Blechdach/Ausgleichsrahmen /und gebo Lücke gleichzeitig stattfindet kann es ganz leicht passieren, dass die Luke mehr wie 1mm gebeugt wird und dann die Dichtung in der Luke beschädigt wird und die Stösse des gebo Rahmen leicht verkanten und undicht werden kann.

Wäre es nicht viel Ziel gerichteter, zuerst Innenholzrahmen /Blechdach/Ausgleichsrahmen zu montieren/Dichten /Verkleben/Verschrauben und dann erst, wenn das perfekt Plan ist, den Gebo Rahmen auf dieses plane versteifte Sandwich aufzuschrauben?
Bei dieser Vorgehensweise wären ja dann auch Schwingungen und Stösse wärend den Fahrten nicht so ausschlaggebend, weil das Sandwich, Innenrahmen, Blech, Ausgleichsrahmen ja versteift wären und das Gebo Dach eher schwimmend aufliegend getrennt durch Dichtmasse angeschraubt ist
Frrroschi
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#81 

Beitrag von Frrroschi »

..wenn die Luke nur 1mm Abweichung von Plan zu lässt muss das Blech rundherum gerade gezogen werden. Der Luken Rahmen selbst ist relativ stabil, der Ausgleichrahmen soll die Dachunebenheiten ausgleichen, der Holz Rahmen innen ebenfalls. Das Blech wird zwischen Luken- und Holzrahmen eingeklemmt und dementsprechend gerade gezogen.
Eine aufwendigere Variante ist: Ein Ausgleichsrahmen und ein Innenrahmen die die Dachwölbung berücksichtigen. Dafür braucht man aber bereist richtiges Profiwerkzeug und eine CNC gesteuerte Fräsmaschine.

Ich klebe den Holzrahmen immer mit einer dicken "Wurst" Sikaflex 252 innen ans Dach und den Ausgleichsrahmen sowie Luke mit Dekaseal 8936 dazwischen oben aufs Dach. Wichtig dabei ist das die Verschraubung bevor das Sikaflex aushärtet erfolgt und sehr viel Deakseal verwendet wird. Ziel ist es das es das Deakseal beim Verschrauben Aussen und idealer weise auch Innen überall ohne Lücken raus gedrückt wird. Das rausgedrückte Dekaseal kann nach 1 bis 2 Tagen vorsichtig abgezogen - runter gerubbelt werden. Damit es nicht aus den Dichtflächen dabei gezogen wird trenne ich den Überstand mit der Ecke einer Plastikspachtel rund um das Einbauteil ab und damit sich die Sauerei allgemein in Grenzen hält klebe ich vorm Luke einkleben rund um die Luke Kreppband.

Ziel ist es das Blech einzuklemmen und damit die komplette Fläche an die Lucke anzupassen, den Holz Rahmen plan ans Blech zu ziehen und keine großen Spalte zwischen Luke / Ausgleichsrahmen / Blech zu bekommen.
rams
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#82 

Beitrag von rams »

 Themenstarter

Wir schreiben ja hier über den Einbau meiner Gebo Lucke unter den Gegebenheiten.
Es geht um eine Lucke in der Größe ca 40x80cm mit einem cnc gefrästen Ausgleichsrahmen der exakt auf die Dach Wölbung erstellt wurde. Daraus ergibt sich eine absolut Plane Auflage Fläche für die Luke. Das ist laut Gebo auch zwingend notwendig. (Max 1mm Toleranz)
Es darf also keine falls das Dach Lech gerade gebogen werden, sonst biegt es den gefrästen Ausgleichsrahmen mit und es entsteht quasi auf der planen Fläche eine Wölbung nach innen.
Der Hersteller des Ausgleichsrahmen hat mir bestätigt, daß die hier beschriebene Technik mit dem starren und massiven Holzinnenrahmen nicht optimal ist.
Weil eben genau durch das die Gefahr entsteht, dass die Wölbung des Blech Daches verändert wird und der Ausgleichsrahmen somit auch keine Plane Fläche mehr hat.
Er empfiehlt den Innenrahmen an die Wölbung des Daches anzugleichen oder die Latten teilweise einseitig einzuschneiden, dass sich der Rahmen an die Dach Wölbung anpasst, ohne diese "gerade" zu ziehen.
Mir scheint, das es der Montage in einem Schritt, sehr viel Fingerspitzengefühl braucht, weil bei 80cm Dachluken Rahmen da schnell mal 1mm "Verbeugung" entstehen kann.
Darum meine Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, erst nur Innenrahmen, Dachblech und Ausgleichsrahmen zu montieren. Dann kann man exakt kontrollieren, dass die Auflagefläche für die Luken Rahmen absolut Plan bleibt.
Im letzten Schritt wird dann der Luken Rahmen noch montiert.
Frrroschi
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#83 

Beitrag von Frrroschi »

....wenn der Ausgleichsrahmen die richtige Wölbung passend zum Dach hat muss auch der Innenrahmen dementsprechend rund abgefräst werden, damit er genau die gleiche Wölbung wie der Ausgleichsrahmen hat. Sollte auch mit schleifen händisch machbar sein. Einschneiden oder der Gleichen würde ich nicht den Innenrahmen nicht. Vor allem wie oft einschneiden und nie den Schnitt bei den Schrauben setzen, die Stabilität geht ebenfalls verloren usw.

Wenn Du dir das Loch im Blech genau ansieht ohne irgend einen Rahmen drauf kannst Du feststellen das das Blech wesentlich mehr als 1mm vom Soll abweicht. Auch kannst Du den Blechrand sehr leicht hin und her bewegen. Das Konstrukt aus Lukenrahmen, Ausgleichsrahmen und innerer Rahmen ist wesentlich stabiler als das Blech. Also einfach wie oben beschrieben mit den Schrauben zusammen ziehen und dann ist alles plan und dicht für die nächsten Jahrzehnte. Würdest Du nur den Innen und Außenrahmen aufkleben hast Du die Effekte nicht und mit Sicherheit würde einer der Rahmen nicht satt am Blech aufliegen.

(Bei besonders schweren Fällen, also wo das Blech relativ weit verformt werden muss, ist es hilfreich einfach die Verklebung zwischen Außenhaut und Spriegel raus zu schneiden und wenn die Luke drinnen ist wieder mit Sikaflex zu verkleben.)
rams
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#84 

Beitrag von rams »

 Themenstarter

Frrroschi hat geschrieben: 29 Jun 2022 16:08 ..... Würdest Du nur den Innen und Außenrahmen aufkleben hast Du die Effekte nicht und mit Sicherheit würde einer der Rahmen nicht satt am Blech aufliegen.

Mein Gedanke ist nicht Innenrahmen, Blech und Aussenrahmen nur zu verkleben, sondern den Innenrahmen am Blech zu verkleben, den Aussenrahmen mit Dichtmittel am Blech dauerelastisch zu dichten und das das ganze richtig satt zu verschrauben.
Es kann dann aber jeder Zeit gut kontrolliert werden, ob die plane Fläche des Aussenrahmen wirklich noch 100% plan ist.
Dann kann man den Luken Rahmen auflegen/dichten und zusätzlich durch alles durch verschrauben. Der liegt dann aber garantiert Spannungsfrei und ohne jegliche Beugung Plan auf dem Aussenrahmen auf und die Schrauben müssen den Luken Rahmen nur fixieren und nicht extrem fest zugezogen werden.
Sollte das Konstrukt Innenrahmen, Blech, Aussenausgleichsrahmen nicht eine absolut plane Fläche ergeben haben, könnte man dann sogar noch leicht unterlegen um allfällige Beugungen auszugleichen.

Meine Luken kommen übrigens bis etwa 2 cm an die Querverstrebungen(Spriegel.?) ran.
Da ist auch noch der" umgeklappte Rand" der Querverstrebung die auch noch zwischen Innenrahmen und Blech mit eingeklemmt werden.
Frrroschi
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Re: 319 4x4 CDI Ausbau zum Camper

#85 

Beitrag von Frrroschi »

...würde gehen ist aber mehr Aufwand und der Lukenrahmen hat nicht die Möglichkeit die beiden unteren Rahmen dementsprechend seiner Form zu fixieren bevor alles aushärtet. Geh davon aus das auch der Lukenrahmen kein perfektes Teil ist und nicht 100%ig eben. Wichtig ist das die Luke geschlossen ist und das auch ein zwei Tage bleibt bis Dichtmasse und Sikaflex ausgehärtet sind.

Meine Luken kommen übrigens bis etwa 2 cm an die Querverstrebungen(Spriegel.?) ran.
Da ist auch noch der" umgeklappte Rand" der Querverstrebung die auch noch zwischen Innenrahmen und Blech mit eingeklemmt werden.
Den Innenrahmen, wo er die Querverstrebung berühren könnte, einfach abfräsen. Die Verklebung Querverstrebung / Außenblech raus schneiden. Beim einkleben des Innenrahmen die rausgeschnittene Verklebung wieder auf füllen und den Rahmen ebenfalls auf der Querverstrebung verkleben.
Ziel ist es das sich das äußere Blech anpasst und dann erst wieder an der Querverstrebung verklebt wird.
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