FRUST: Fahrbericht neuer 317

Mercedes Sprinter 3 (Typ VS30, Baumuster W907/W910) - ab 2018
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didisan
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FRUST: Fahrbericht neuer 317

#1 

Beitrag von didisan »

 Themenstarter

Hallo zusammen,

nach lediglich 10 Wochen Wartezeit habe ich vor 4 Wochen meinen neuen 317 bekommen.
Eigenartiger Weise hielt sich meine Vorfreude in Grenzen, zum Glück, denn sonst wäre ich noch mehr enttäuscht, als ich es nun bin.

Eigentlich wollte ich keinen neuen mehr, aber die Gebrauchtpreise sind so extrem daneben, zudem ist kaum einer zu finden, der so ist, wie ich ihn möchte. Mit den erhaltenen 31% Nachlass (Kurierdienst) hat mich der neue jetzt so viel gekostet, wie ein 2 Jahre alter gebauchter. Und er ist exakt nach meinen Wünschen. So zumindest die Theorie….

Zur Ausstattung hier nur ganz grob:
317, L2H2, Schalter, Kombi-Bodengruppe (da ich ev. die hintere Rückbank nachrüsten werde, habe noch ein), Holzverkleidung, Holzboden, Wegfall Trennwand, Achse 3,9.

Was mit auf den ersten Kilometern aufgefallen ist: Wer Wagen ist extrem laut gegenüber meinem alten. Wo die bestellen und bezahlten Lärmdämmmaßnahmen sein sollen, erschließt sich mir nicht. Die meisten von Euch haben sicher eine Trennwand, da fällt das wohl nicht auf.

Die Achse heult beim Gaswegnehmen, besonders auffallend in Ortschaften, also niedrigen Geschwindigkeiten. Ich dachte, meine alte wäre nach 320.00km etwas laut geworden, aber die neue ist noch lauter ab Werk.

Die Schaltung ist sehr zäh.

Mein Sohn fragte mich, warum sein Spiegelbild im Lack so gepixelt ist. Meine Antwort: Da sind so wenige Farbspritzer drauf, dass die sich garnicht zu einer glatten Fläche vereinigen können.

Man kann im Kombiinstrument nichts groß konfigurieren. Warum kann man sich nicht selbst zusammenstellen, was man angezeigt haben möchte? Restreichweite geht nur einher mit einer Anzeige des Momentanverbrauchs, die natürlich ständig in Bewegung ist. Das nervt. Stattdessen kann ich mir den Adblue-Füllstand dauerhaft einblenden lassen. WOW, da kann ich die nächsten 5-6000km ständig sehen, wie der laaaaaangsam sinkt. Was für ein Unsinn ohne jeglichen Informationswert, da ja ohnehin eine Kontrollleuchte angeht, 1-2000km bevor es leer wird. Ölmessstab gibt es nicht mehr, da muss man sich auch auf die Anzeige verlassen.
OK, als Entschädigung gibt es im MBUX ein sehr unterhaltsames Balkendiagramm über das anliegende Drehmoment und die Lima-Spannung. Klasse, darauf hat die Welt gewartet!

Dass der VS30 in meinen Augen doch sehr am Bedarf vorbei konzipiert wurde, war mir schon lange klar. Alles auf Schick (und billig in der Fertigung) getrimmt. Kaum Ablagen, kein verschlossenes Handschuhfach etc etc., das wusste ich, erwähne es aber trotzdem.

Ebenfalls den Sparmaßnahmen sind andere Dinge zum Opfer gefallen:
In der Doppelsitzbank gab es immer diese herunterklappbare Ablage mit Cupholder: Weg.
Laut Handbuch, das ich mir vorab runtergeladen hatte, sollte es alternativ einen Kasten geben, verstaut unter der Sitzbank, den man als Ersatz der alten Ablage auf der Sitzbank nutzen kann: Nicht vorhanden, ev. bestellbar als Ersatzteil für € 125,00.

Die Fanghaken der Hecktüren: Weg. Für Kurierdienste, oder wer sie will, aber extra, gegen Entgelt, noch nachrüstbar.

Standardmäßig gibt es in der Schaltkonsole rechts 2 Cupholder. Mit der Doppelsitzbank hat der Beifahrer aber gerade mal eine Handbreit „Beinfreiheit“. Wer konstruiert einen solchen Unfug? Zum Glück wusste ich schon davon und habe die „beifahreroptimierte“ Schaltkonsole bestellt. Ohne die Cupholder. Danke, Mercedes, ging OHNE Aufpreis!

Der Tankinhalt ist von 75 auf 71l geschrumpft. Auf meine Frage, warum, hieß es, hat mit dem Gewicht bei den Abgasuntersuchungen zu tun. Sehr witzig, gegen saftigen Mehrpreis habe ich jetzt den großen Tank, 93l, aber die gleiche Abgasklasse. Kopfschüttel ob dieser Logik.

Den VS30 gibt es ja schon eine Zeitlang, daher ist das genannte sicher für viele von Euch nichts Neues.

Aber nun zum eigentlichen Übel, denn davon gibt es bisher kaum Erfahrungen hier im Forum: Der Motor.

Die Version 654 hat ja nur noch 1,9l, mein alter 651 2,1l. Angeblich hat der 654 7PS mehr, bei 3800/min, die ich noch nie erreicht habe bei meinen Sprintern. Was zählt ist Durchzug. Und da versagt der neue auf ganzer Linie. Unter 1700-1800 geht nichts, dann aber mit Macht. Den alten 654 konnte man ab 1200 linear beschleunigen. Er hat auch die gleiche Achse. Gestern habe ich mal den 2t-Hänger angehängt und bin meine Hausstrecke gefahren, wie schon tausende Male. An der 2. Kreuzung schon direkt abgewürgt. Die bekannte leichte Steigung im Dorf ging immer im 3. Gang, ganz locker mit 1500. Nun unmöglich, 2. Gang und drehen ist angesagt. Ab auf die Autobahn. In einem Gefälle ist der alte immer, ohne Gas zu geben, schneller geworden, so, dass ich bremsen musste, um nicht 120 zu fahren, der neue wird beim Gaswegnehmen langsamer. Die innere Reibung, die Verdichtung oder was auch immer resultiert in einer sehr starken Motorbremse. Dahingleiten ist nicht mehr möglich, der Motor reagiert sehr stark auf die Gaspedalstellung.

Auf meiner 30km-Testrunde, 80% Autobahn, Durchschnittsverbrauch 17,8l! Der Sprinter war aber leer!
Noch was ist mir aufgefallen: Sehr starke Pendelneigung, 2x hat es mir richtig Angst gemacht auf der mittleren Spur beim Überholen von LKWs. Der Hänger ist wie immer, muss am Sprinter liegen. Entspanntes Fahren ist anders. AHK in Höhe und Position identisch zu vorher.

Die 500km Überführungsfahrt, leer, 90% AB, mit Tempomat auf 115km/h, 8,7l.

Ich gebe zu, ich habe mir vor der Bestellung kein Fahrzeug so im Detail angeschaut, sonst wäre mir einiges eventuell aufgefallen. Probefahrt war aber nicht möglich, der Motor ist ja ganz neu auf dem Markt.

Ich habe ihn noch nicht angemeldet, da völlig unklar ist, ob ich ihn überhaupt behalte. Der Frust ist extrem hoch. Mit den genannten Details der Ausstattung kann man sich vielleicht irgendwie anfreunden, aber der Motor? Vielleicht verkaufe ich ihn und nehme doch einen gebrauchten 316.

Aus meiner Sicht kann ich nur empfehlen, wo immer möglich, noch auf den alten 651 zurückzugreifen.

Gruß
Didi
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#2 

Beitrag von Surfsprinter »

Na, das klingt ja nicht so gut...

Aber:
Mein 906 316 war bei der Überführung auch leer und laut. Er hat auch keine Trennwand, aber den Holzfußboden. Dieser ist ein Resonanzboden. Wenn man eine Lage Armaflex drunter packt- am besten auch überall aufs Blech, vor allem auf die Radkästen - wird er gleich viel leiser. Und die Beladung schluckt natürlich auch Lärm.

Schalten war schon beim Sprinter I hakelig. Beim 906 anfangs ebenso. Nach 20.000 km läuft es geschmeidiger.

Mir kam der 316 anfangs auch zäh vor, brauchte Drehzahl oder brummte. Jetzt nach gut 40.000 km fühlt es sich anders an. Und der Verbrauch ist auch nach etwa 25.000 km um gut 1 L runter gegangen. Die Erfahrung hatte ich beim Sprinter von 2003 auch schon gemacht. Vielleicht gibt es ja doch in der Motorsteuerung ein Programm, was den Motor anfangs ,schützt', oder fetter verbrennen lässt. Oder es liegt einfach daran, dass sich alle mechanischen Teile erstmal ,einfahren' müssen.

Kopf hoch, das wird schon. Und verkaufen oder gegen einen alten 906 tauschen kann man immer noch. Die meisten fahren doch lieber ein aktuelles Modell.
Ich gebe meinen allerdings auch nicht her ;)
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#3 

Beitrag von DOC »

Ich habe gerade von einem 319 V6 Automatik 7 Gang auf den 317 9Gang Aut gewechselt. Ich kann das geschriebene überhaupt nicht bestätigen. Im Wohnmobil Vollausbau von CS ist der Neue wesentlich leiser(!!!) nix brummt u pfeift, 160 km/h problemlos, der alte machte mit 130 schon wenig Spaß. Bergauf schaltet er runter. Das stört aber nicht . Verbrauch 2-3 l weniger. Und die ganzen Helferlein samt MBUX bin ich aus Limousine gewöhnt. Dort allerdings noch besser. Grüsslis Peter 😎
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#4 

Beitrag von didisan »

 Themenstarter

DOC hat geschrieben: 09 Mai 2022 21:52 Ich habe gerade von einem 319 V6 Automatik 7 Gang auf den 317 9Gang Aut gewechselt. Ich kann das geschriebene überhaupt nicht bestätigen. Im Wohnmobil Vollausbau von CS ist der Neue wesentlich leiser(!!!) nix brummt u pfeift, 160 km/h problemlos, der alte machte mit 130 schon wenig Spaß. Bergauf schaltet er runter. Das stört aber nicht . Verbrauch 2-3 l weniger. Und die ganzen Helferlein samt MBUX bin ich aus Limousine gewöhnt. Dort allerdings noch besser. Grüsslis Peter 😎
Freut mich, dass Du es anders siehst, aber Du vergleichst ja Äpfel mit Birnen. Ich habe einen Kasten und kein gedämmtes Wohnmobil. Ich vergleiche meine beiden, bis auf den Motor, quasi identischen Sprinter, und da schneidet der neue Motor absolut schlecht ab, ist einfach so.

Gruß
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#5 

Beitrag von DOC »

Wichtig ist ggf noch dass sich prinzipiell kleine Motoren mit Automatik viel besser fahren. In den Limos bietet MB teils gar keine Handschalter mehr an . Grüsslis Peter
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#6 

Beitrag von didisan »

 Themenstarter

DOC hat geschrieben: 11 Mai 2022 10:06 Wichtig ist ggf noch dass sich prinzipiell kleine Motoren mit Automatik viel besser fahren. In den Limos bietet MB teils gar keine Handschalter mehr an . Grüsslis Peter
Wenn ein Motörchen wie dieses, ein 9-Gang-Getriebe benötigt, ist eindeutig klar, dass es an Drehmoment fehlt. Der Automat hält die Drehzahl immer in einem Bereich von jenseits 1700U/min., hochschalten wird er sicher nur jenseits 2000. (wahrscheinlich, ich kenne den Automaten im Sprinter nicht). Jeder der vielen Gänge ist so kurz übersetzt, dass dieses definitv vorhandene Leistungsloch in Null Komma Nix übergangen wird. Aber ich will weder einen Automaten, da viel zu teuer, noch ständig hohe Drehzahl.

DOC meinte in seiner Antwort oben, wie gut sich der sein 654 auf der Autobahn verhält. Das ist aber nicht primär mein Revier. Auf der AB habe ich immer Drehzahl jenseits 2000, da läuft der Motor ja, wie er soll. Was ich bemängele, ist Betrieb innerorts oder auf Landstraßen.

Klar, die Womo-Fraktion hier im Forum ist stark vertreten, die früher mal vorhandene Klientel für einen Sprinter, Handwerker, Kuriere etc., gibt es ja kaum noch. Aber ein Womo ist gut gedämmt, zieht in der Regel keinen Hänger und ist immer (relativ) schnell unterwegs. Dann kann man vielleicht ja mit diesem Motor gut leben. Allen anderen rate ich davon ab.

Gruß
Didi
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#7 

Beitrag von Almaric »

Moin,
Ich kenne den neuen 1,9l Motor nicht, vielleicht kann ja noch Jemand von den Experten was dazu sagen. Beim alten 2,2l Motor als x16er (also 160 irgendwas PS) hatte das Ding einen BiTurbo. Achtung jetzt kommt gefährliches Halbwissen was ich mir noch aus den alten Prospekten zusammenreime: Diese 2 Turbostufen sind aber nicht wie bei den meisten anderen Herstellern nacheinander in Serie geschaltet sondern parallel, indem ein Turbo den Bereich (hab die Zahlen nicht mehr im Kopf) von 1200-1800 Umdrehungen übernimmt und der 2. Turbo von 1800-x Umdrehungen. Dadurch hatte zumindest der 316er auch schon unten rum nen ganz guten Antritt, wo bei vielen anderen Modellen beim reinlatschen erstmal die 3 Gedenksekunden kommen und wenn dann die Drehzahl hoch genug ist zieht er los. Ich weiss nicht wie das beim aktuellen x17er gelöst wurde, vielleicht besteht aber darin der Unterschied?!

Ich selbst fahre aktuell (vorher den 316er) einen 319er V6 mit 7G Automatik und langer Achse. Ehrlich gesagt hatte ich mir von dem Motor mehr versprochen. Ja gut, er zieht wohl ganz ordentlich, wird aber auch sehr gerne durch irgendwelche Softwareeingriffe begrenzt. Und das Getriebe schaltet eigentlich grundsätzlich bei 2000 Umdrehungen oder deutlich höher und schaltet ständig rauf und runter was ich persönlich 1. unnötig und 2. nervig finde, zumal man durch den Schaltvorgang auch gerne eine Gedenksekunde hat bis die Kiste sich mal entschieden hat was sie nun macht, Wandler hin oder her. Was der Motor ist, ist wahnsinnig laufruhig und leise gegenüber dem alten 316er Vorgänger. Naja, dafür hab ich aber auch Probleme mit AGR, Rucken usw. aber das steht in anderen Beiträgen.

Was die neuen "kleinen" Motörchen mit kleinem Hubraum angeht, kann ich allerdings grundsätzlich nicht sagen, dass es Diesen an Durchzugsstärke mangelt - zumindest nicht im voll beladenen Solobetrieb, mit Hänger hab ich sowas noch nicht getestet. Was oder ob bei dir was faul ist kann ich leider nicht sagen. Ich kenne auch genug Handwerker und Tiefbauer die mit voll beladenem Sprinter und Hänger mit Bagger drauf unterwegs sind, das geht auch. Wobei die nun auch nach und nach auf die Automatik gehen, wahrscheinlich weil der Wandler doch länger / besser hält als das Kupplungsgeschmirgel. Auch da kenne ich Aussagen von Tiefbauern die meinten, dass bei der ständigen Beladung irgendwo zw. 50-100tkm die Kupplung fällig ist, der Wandler hält bislang. Aus dem Grunde habe ich übrigens auch den Wandler genommen, da ich auch ständig beladen fahre und auch immer mal wieder mit Hänger. Dazu auch noch manchmal rangieren am Berg. Da sehe ich übrigens auch den Vorteil des neuen 9 Gang Getriebes. Ich würde mir persönlich fürs rangieren mit Gewicht am Berg einen Kriechgang vorwärts UND rückwärts wünschen. Zumindest mit dem 1. Gang vorwärts geht man ja nun schon in diese Richtung. Bislang ging das auch alles mit meinem 7G und der langen Achse, aber 5-6t rückwärts um einige Kurven den Berg hochschieben, da macht die Kiste schon komische Geräusche. Zumindest stinkt und qualmt aber nichts. Grundsätzlich sollte es aber einem Motor eigentlich zu Gute kommen, wenn er nur in einem kleineren Drehzahlbereich arbeitet. Soweit ich das mal gehört habe läuft ein Motor am besten konstant bei einer Drehzahl. Gucke ich mir das beim LKW an, dort hat man auch nur etwa 1500 Umdrehungen zur Verfügung in denen man arbeiten kann und dann wird geschaltet. Wenn ich bei mir mal ein wenig mehr Gas gebe schaltet er gleich bei 3000 Umdrehungen :roll:

Nunja, keine Ahnung ob das nun belangloses Gefasel war. Wollte einfach noch ein paar Gedanken aufzeichnen... :wink:
Achso: Handwerker :mrgreen:
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#8 

Beitrag von Schmille »

Sooo....
Jetzt muss ich auch mal eine Lanze für den 317, 9g brechen.
Ich fahre einen L4H2 mit dem 1,9l Motor und 9G seit Okt. 2020 und bin jetzt bei 130.000 km.
Mein achter und bester Sprinter in 22 Jahren.
Ich hatte bei der Bestellung die Wahl zwischen dem V6 und dem damals im Sprinter neuem 654 Motor. Jetzt bin ich heilfroh nicht den V6 bestellt zu haben.
Den 317 fahre ich im Gesamtdurchschnitt mit 9,2 Liter / 100km. Den größten Teil davon zügig auf der Autobahn (75%, immer voll beladen, 140km/h).
Bei 140 km/h dreht er dank des 9. Ganges nicht mal 2.500 u/min.
In der Stadt und über Land schaltet das Getriebe alle Gänge zügig hoch. Bei konstanter Fahrt liegen auch gerne mal 1.300 u/min an.
Bei normaler Beschleunigung wird bei ca. 2.000 u/min geschaltet. Vollbeladen auf die AB rauf gerne auch mal bei 3.000 u/min.
Die Gangsprünge machen im Schnitt 350 u/min aus. Ein Runterschalten ab 2.500 u/min ist eher eine Seltenheit.
Das Getriebe lernt sich über die ersten Kilometer an den Fahrstil an. In diesem Zeitraum habe ich immer mit den Wippen den Schaltvorgang ausgelöst.
Auf diese Fahrweise scheint sich das Getriebe eingestellt zu haben.
Im Vergleich zum 316 ist der 317 in der Verbindung mit der 9G um einiges unangestrengter und spritziger.
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DOC (12 Mai 2022 20:12)
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#9 

Beitrag von Lord »

Habe meinen 317 L1H1 jetzt genau 1 Jahr täglich im Einsatz.
Meistens Standverkehr.
Ja ich habe nach 12 Jahren V6 fahren erst mal geschluckt und wollte den Wagen am liebsten zurück geben.
Nach 3 Wochen war die Welt wieder ok.
Er wird genau so gejagt wie der V6 muss das selbe leisten mit 2,8t Anhängern und voll geladen auf 3,5t.
Nur auf der Autobahn könnte er mehr Leistung bringen, mit Anhänger dran ist er viel am Schalten hoch und runter das nervt etwas.
Bei den Spritpreisen bin ich froh 5 Liter weniger zu verbrauchen gegenüber dem V6 bei meinem Nutzungsverhalten.
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#10 

Beitrag von orange13 »

Lord hat geschrieben: 12 Mai 2022 20:45 Meistens Standverkehr.
ja, das kann er besonders gut :D
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#11 

Beitrag von DOC »

didisan hat geschrieben: 11 Mai 2022 13:47
DOC hat geschrieben: 11 Mai 2022 10:06 Wichtig ist ggf noch dass sich prinzipiell kleine Motoren mit Automatik viel besser fahren. In den Limos bietet MB teils gar keine Handschalter mehr an . Grüsslis Peter
Wenn ein Motörchen wie dieses, ein 9-Gang-Getriebe benötigt, ist eindeutig klar, dass es an Drehmoment fehlt……2Dann kann man vielleicht ja mit diesem Motor gut leben. Allen anderen rate ich davon ab.

Gruß
Didi
Und was is bei dem überdrehten Gebrauchtwagenmarkt die Alternative? Einen Altwagen zu kaufen wäre eh nicht mein Ding . Und neu gibt es eben nur das neue (gute !!) Motörchen. Grüsslis Peter 😎
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#12 

Beitrag von Almaric »

DOC hat geschrieben: 17 Mai 2022 14:58
didisan hat geschrieben: 11 Mai 2022 13:47
DOC hat geschrieben: 11 Mai 2022 10:06 Wichtig ist ggf noch dass sich prinzipiell kleine Motoren mit Automatik viel besser fahren. In den Limos bietet MB teils gar keine Handschalter mehr an . Grüsslis Peter
Wenn ein Motörchen wie dieses, ein 9-Gang-Getriebe benötigt, ist eindeutig klar, dass es an Drehmoment fehlt……2Dann kann man vielleicht ja mit diesem Motor gut leben. Allen anderen rate ich davon ab.

Gruß
Didi
Und was is bei dem überdrehten Gebrauchtwagenmarkt die Alternative? Einen Altwagen zu kaufen wäre eh nicht mein Ding . Und neu gibt es eben nur das neue (gute !!) Motörchen. Grüsslis Peter 😎
Oder einen Daily :mrgreen:
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Re: FRUST: Fahrbericht neuer 317

#13 

Beitrag von Plutoo »

Hallo Didi

Ich möchte meinen Sprinter W910 nachträglich mit einem 93lt Tank aufrüsten, da der 71lt mir viel zu klein ist. Seit längerem suche ich die Teilenummer für den 93l Tank, bisher ohne Erfolg. Auch der Freundliche konnte mir nicht weiterhelfen, respektive, es sei kein grösserer Tank für das Fahrzeug freigegeben.

Wäre es möglich, mir die Teilenummer mitzuteilen (ich weiss, man muss darunterliegen, um die Nummer zu fotografieren/abzulesen).

FG Daniel
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