Lithium vs. Powerstation

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Chilli Willy
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Lithium vs. Powerstation

#1 

Beitrag von Chilli Willy »

 Themenstarter

Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll. Könnt ihr das bestätigen? Ist eine Powerstation die bessere Alternative? Was sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße
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MobilLoewe
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Re: Lithium vs. Powerstation

#2 

Beitrag von MobilLoewe »

Lithium selbst ist nicht grundsätzlich gefährlich für die Elektronik, Probleme entstehen meist durch schlechte Komponenten oder falsche Installation.

Eine Powerstation ist m.E. selten eine gute Alternative, die Kapazität ist begrenzt. Das meist unförmige Ding muss ja auch unterwegs geladen werden.

Gruß Bernd
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Re: Lithium vs. Powerstation

#3 

Beitrag von Lucky10 »

Chilli Willy hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:05 ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll. Könnt ihr das bestätigen? Ist eine Powerstation die bessere Alternative? Was sind eure Erfahrungen?
Die Powerstation ist doch auch eine Lithium Batterie.
Welcher Unterschied sollte das für die Elektronik (Verbtraucher) sein?

Oder habe ich die Frage falsch verstanden? :?:
Gruß
Hans
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Windy-ZX
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Re: Lithium vs. Powerstation

#4 

Beitrag von Windy-ZX »

Lucky10 hat geschrieben: 27 Jan 2026 16:23
Oder habe ich die Frage falsch verstanden? :?:
Die Frage ist einfach schlecht bzw. unpräzise formuliert und daher fällt es schwer zu antworten.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#5 

Beitrag von Kalanahanitzna »

Chilli Willy hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:05
ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll
Wo auch immer du das gelesen haben magst --- es ist vollkommener Quatsch. Batterien aus Lithium (genauer gesagt: Lithiumeisenphosphat oder kurz LiFePo4) haben keinerlei negative Auswirkungen auf die Elektronik. Wie Bernd oben bereits schrieb, resultieren Probleme aus falscher Installation, aber sie liegen nicht in der Wahl der Batterie begründet.

Eine Powerstation kann unter bestimmten Umständen eine gute Ergänzung zu vorhandenen Batterien sein. Eine Alternative dazu sind sie meiner Meinung nach aber überhaupt nicht.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#6 

Beitrag von walkman »

Kalanahanitzna hat geschrieben: 05 Feb 2026 22:28
Chilli Willy hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:05
ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll
Wo auch immer du das gelesen haben magst --- es ist vollkommener Quatsch. Batterien aus Lithium (genauer gesagt: Lithiumeisenphosphat oder kurz LiFePo4) haben keinerlei negative Auswirkungen auf die Elektronik. Wie Bernd oben bereits schrieb, resultieren Probleme aus falscher Installation, aber sie liegen nicht in der Wahl der Batterie begründet.

Eine Powerstation kann unter bestimmten Umständen eine gute Ergänzung zu vorhandenen Batterien sein. Eine Alternative dazu sind sie meiner Meinung nach aber überhaupt nicht.
Ich bezweifle auch, dass LiFePO4 negative Auwirkungen hat. Außerdem enthalten Powerstations ja i. d. R. die gleiche Technik.

Aber es gibt inzwischen tatsächlich Aufbau-Hersteller (z. B. Rhöncamp mit EcoFlow), die die Stromversorung im Aufbau ihrer Wohnmobile auf Powerstations aufbauen.

Ich will das nicht bewerten, dafür habe ich davon zu wenig Ahnung, aber es scheint zumindest irgendwelche Argumente dafür zu geben.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#7 

Beitrag von Helmut4x4 »

Welche denn?
Viele Grüße sendet Holm

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Re: Lithium vs. Powerstation

#8 

Beitrag von asap »

walkman hat geschrieben: 06 Feb 2026 12:17 Aber es gibt inzwischen tatsächlich Aufbau-Hersteller (z. B. Rhöncamp mit EcoFlow), die die Stromversorung im Aufbau ihrer Wohnmobile auf Powerstations aufbauen.
Ich habe bei mir eine ECTIVE 200 S eingebaut, Vorteil es ist alles kompakt verbaut ist und ich keine Zusätzliche großen Bauteile wie Ladegerät,
MPPT-Solarladeregler, Ladebooster und sogar Starthilfe-Funktion. Und dafür brauche ich mir kein Gehäuse bauen etc.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#9 

Beitrag von walkman »

Helmut4x4 hat geschrieben: 06 Feb 2026 12:48 Welche denn?
Für den Aufbau-Hersteller fällt die Verkabelung zwischen den Bauteilen weg. Außerdem kann man das Teil auch entnehmen und außerhalb des Womos nutzen.

Ich persönlich halte von der Lösug nichts, ich möchte gerne ggf. defekte Teile tauschen können. Außerdem halte ich die Einzelteil-Lösung auch für preiswerter.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#10 

Beitrag von asap »

walkman hat geschrieben: 08 Feb 2026 19:16 Außerdem halte ich die Einzelteil-Lösung auch für preiswerter.
Ich habe für die 200 AH PowerBox 1600 € bezahlt, dafür bekommst du mit allen Komponenten nix selbst gebaut
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Re: Lithium vs. Powerstation

#11 

Beitrag von walkman »

asap hat geschrieben: 08 Feb 2026 19:27
walkman hat geschrieben: 08 Feb 2026 19:16 Außerdem halte ich die Einzelteil-Lösung auch für preiswerter.
Ich habe für die 200 AH PowerBox 1600 € bezahlt, dafür bekommst du mit allen Komponenten nix selbst gebaut
Da hast du einen recht niedrigen Preis bezahlt, damit ist das unter dem preis für halbwegs ordentliche Komponenten, wenn man die Arbeitszeit für die Verkabelung zu einem normalen Stundensatz hinzurechnet, ist die fertige Kiste billiger:

200 Ah Batterie 450 EUR
Wechselrichter 3000W 400 EUR
Solarladeregler MPPT 150 EUR
Ladebooster 150 EUR
Landstromanschluss m Ladegerät 300 EUR

Vorteil bei den Einzelkomponenten wäre noch, dass man die leichter bei knappem Raum in Lücken verteilen kann.
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Re: Lithium vs. Powerstation

#12 

Beitrag von Windy-ZX »

Servus,
ich hab mir vor Weihnachten eine Ecoflow Delta2max (Refurb) geholt.
Damals gabs das Teil bei eBay im Ecoflow-Shop für 750€ ! (mit 50€Gutschein ohne Märchensteuer).
Aktuell teurer, aber das kann sich ja wieder ändern.
Das Teil und die Verpackung waren neu (kein Anzeichen von Refurbished). :D
https://www.ebay.de/itm/335623254907?_t ... 101224.m-1
hier der shop
https://www.ebay.de/str/ecofl0?_trksid= ... 61.l161211
Gruß
Michael
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Re: Lithium vs. Powerstation

#13 

Beitrag von mpetrus »

Chilli Willy hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:05 Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll. Könnt ihr das bestätigen? Ist eine Powerstation die bessere Alternative? Was sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße
Ich vermute!!
Du hast irgendwas beim Tausch von bestehende AGM Batterien zu LiFePo4 gelesen.
Ja, da muss das Ladegerät (dein Begriff "Elektronik") umgestellt werden.
LiFePo Akkus haben eine andere Ladekennlinie und Spannung als einfache AGM Batterien.

So eine Powerbank ist ein fertig montiertes Teil wo sich der Laie um nichts kümmern muss.
Die Hersteller haben alles "Idiotensicher" zusammen gebaut und die unterschiedlichsten Lademöglichkeiten von 220V, 12V und Teilweise USB C bedacht.
Grüße Michael
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Re: Lithium vs. Powerstation

#14 

Beitrag von Dr.Oetzi »

Chilli Willy hat geschrieben: 27 Jan 2026 08:05 Hallo zusammen,

ich habe gelesen, dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll. Könnt ihr das bestätigen? Ist eine Powerstation die bessere Alternative? Was sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße

Mit "dass eine Lithium Batterie negative Auswirkungen auf die Elektronik haben soll" bezieht sich auf den Fall, wenn man die werksseitige Zweitbatterie (meist AGM) gegen eine LiFePO4 Batterie tauschen würde? Tatsächlich ist genau das nicht ohne Weiteres möglich:

1) Die werksseitige Aufbaubatterie ist im Motorraum verbaut
Aufgrund der massiven Temperaturschwankungen, wird die Aufbaubatterie dort extrem belastet. Zwar gibt es spezielle LiFePO4-Batterien, die das laut Datenblatt "vertragen" ABER das ändert nichts daran, dass auch deren Lebensdauer sich unter den Bedingungen im Motorraum massiv verkürzen würde. AGM Batterien sind diesbezüglich wesentlich widerstandsfähiger. Also "ja" - es ist möglich eine spezielle LiFePO4 im Motorraum zu platzieren aber das ändert nichts daran, dass dieser Ort für diesen Batterietyp prinzipiell ungeeignet ist.


2) Das Trennrelais
Werksseitig ist die Aufbaubatterie durch ein Trennrelais von der Starterbatterie getrennt. Da die Spannung einer LiFePO4 Batterie höher ist, würden bei geschlossenem Relais sehr starke Ausgleichsströme in Richtung Starterbatterie fließen. Je nach Betriebsszustand käme dann auch das BMS massiv durcheinander.


3) Ladekennlinie
LiFePO4 Batterien haben eine andere Ladekennlinie als andere Batterietypen. Zwar "kann" man eine LiFePO4 dann trotzdem laden, aber empfohlen ist das nicht.
Das BMS des Crafter bietet zwar die Möglichkeit den Batterietyp auf Lithium zu ändern aber das alleine reicht zur Parametrierung nicht. Die Änderungen an der Codierung sind weit umfangreicher


4) Erkennung SoC
Aufgrund der Tatsache, dass sich bei LiFePO4 der SoC nicht ordentlich anhand der Spannung erkennen lässt, kann das BMS den Ladezustand nicht zuverlässig bestimmen. Daher ist es erforderlich, dass eine LiFePO4 per Datenbus (LIN) mit dem Fahrzeug (KFG) kommunizieren muss.


Der Umbau:
Bspw. von Car Elektric in Hamburg wird das "Autarkiepaket" für den Grand California (und damit auch für den "normalen" Crafter und den TGE angeboten. Dabei wird grob folgendes gemacht:
  • Aufbaubatterie im Motorraum wird durch ein Leergehäuse mit Sicherungsträger ersetzt
  • Von dort werden passende Kabel (das ist gar nicht so einfach) in den Innenraum geführt
  • Im Innenraum werden die Batterie(n) (bis zu 3 Stk) und ein Ladebooster verbaut
  • Das werksseitige Trennrelais wird stillgelegt
  • Die Batterien werden per LIN-Datenbus mit dem KFG (optional; muss verbaut sein) verbunden
  • Das Fahrzeug bzw. die Batterien werden bei einem VW Service Partner neu "parametriert"

Der Umbau ist offiziell von VW anerkannt und wird auch in der Liste für Nachrüstungslösungen offiziell geführt. Das ist der einzige Weg die Aufbaubatterie "ordentlich" und "offiziell" gegen eine LiFePO4 Variante zu tauschen.


Lange Rede kurzer Sinn:
Der einfache Austausch der (meist) AGM-Aufbaubatterie gegen eine LiFePO4 Batterie ist ohne erhebliche Umbaumaßnahmen und Codierungen beim Crafter/TGE nicht ohne weiteres möglich. Was möglich ist, ein von der Bordelektronik (und damit auch dem BMS) losgelöstes System aufzubauen. Dann ist es eher eine Überzeugungsfrage, ob man sich für eine PowerStation oder ein individuelles Setup entscheidet. Beides hat Vor- und Nachteile. Zu beachten ist dann aber dennoch, dass man den Strom für den Aufbau nicht beliebig abnehmen darf, sondern sich strikt an die Aufbaurichtlinie halten sollte. Das heißt (wenn verbaut) kleinere Verbraucher an die Klemmleiste unter dem Fahrersitz und größere Verbraucher (bspw. Ladebooster für Aufbau) direkt an die Aufbaubatterie im Motorraum.

Alles andere kann (nicht muss) massive Probleme in der Bordelektronik mit sich bringen.
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Schnafdolin (23 Feb 2026 07:40)
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