Leistungssteigerung 316 CDI

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
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Monty78
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Leistungssteigerung 316 CDI

#1 

Beitrag von Monty78 »

 Themenstarter

Hallo,

Ich habe einen 316 cdi BJ 2002 und hätte gerne etwas mehr Leistung. Angeblich ist der Motor dafür gut geeignet und hat noch einige Reserven. Von den jetzt 156 PS sollte eine Steigerung auf 180-190 PS ohne größere Probleme machbar sein.

Hat jemand Erfahrungen mit Leistungssteigerungen und Empfehlungen?

Vielen Dank schon mal 😊
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MobilLoewe
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#2 

Beitrag von MobilLoewe »

Tuning ist technisch möglich, insbesondere Steigerung des Drehmoments. Legal nur mit:
Gutachten, TÜV-Eintragung und Versicherungsmeldung. Ohne das ist die Betriebserlaubnis futsch.
Hymer ML-T 570, 4.1t Sprinter 907 4-Matic, 10,25″ MBUX, 9-G-Tronic, OM654 mit 190 PS, Assistenten fast volle Hütte.

Davor Hymer B-MCT 600, ML-T 580 V6 4x4 und zwischendurch kurze Zeit GCS 700 4-Matic, Sprinter seit 1999.
RDMike
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#3 

Beitrag von RDMike »

Wende dich an einen Chiptuner.
Die 903er können problemlos über die Diagnosebuchse programiert werden.
Mit Serienteilen sind 180PS bestimmt möglich.
Du kannst mit einem Galleto 1260 ausm Chinashop die Daten ausm Steuergerät auslesen
und dann per mail jemandem schicken der dann "optimiert".
Die optimierte Version kannst du dann selbst aufspielen,fertig.
So kannst du jederzeit den Serienzustand wieder herstellen.

Gruss Mike
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joethesprinter
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#4 

Beitrag von joethesprinter »

bei dem Motor wird das Moment nicht ohne Grund beschnitten worden sein. ich vermute wegen dem Getriebe oder HAG.
es kann also damit gerechnet werden hier vorzeitige Ausfälle zu produzieren.
413CDI 4x4. T1N aus Mitte 2006. Serienallrad mit Sperre auf ZGG 3.0t. Mittlerer Radstand und Normaldach im Umbau zum Fernreisemobil
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#5 

Beitrag von RDMike »

ÖLwechselintervalle für Getriebe und Hinterachse verkürzen.

Im ersten Gang mit dem Fahrpedal den Drehmoment etwas reduzieren,oder nach einer Gangabhängigen Abstimmung fragen.Ab dem 2ten Gang ist das Drehmoment für die Hinterachse ja wieder unkritisch.
Die Getriebe sind so unauffällig,die vertragen das locker.Ein defektes Eingangslager wäre der einzige defekt,welcher durch den höheren Moment entstehen könnte.Daher im ersten Gang den moment etwas reduzieren....

Ab 200PS 550Nm aufwärts würe ich die Öltemperaturen vorsichtshalber mal messen,

Die Serienabstimmung ist immer Idioten sicher,darum sei einfach keiner.....
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joethesprinter
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#6 

Beitrag von joethesprinter »

RDMike hat geschrieben: 23 Mär 2026 20:26 ÖLwechselintervalle für Getriebe und Hinterachse verkürzen.

Im ersten Gang mit dem Fahrpedal den Drehmoment etwas reduzieren,oder nach einer Gangabhängigen Abstimmung fragen.Ab dem 2ten Gang ist das Drehmoment für die Hinterachse ja wieder unkritisch.
Die Getriebe sind so unauffällig,die vertragen das locker.Ein defektes Eingangslager wäre der einzige defekt,welcher durch den höheren Moment entstehen könnte.Daher im ersten Gang den moment etwas reduzieren....

Ab 200PS 550Nm aufwärts würe ich die Öltemperaturen vorsichtshalber mal messen,

Die Serienabstimmung ist immer Idioten sicher,darum sei einfach keiner.....
Dabei geht es nicht unbedingt um Gewaltbrüche oder den erhöhten Verschleiß der Öle. In der Entwicklung haben wir die tatsächlichen Lastkollektive sehr aufwendig (teuer) mit Drehmomentmessungen am Rad über viele 10tkm Realbetrieb ermittelt.
Es kann z.B. aufgrund der wesentlich höheren Anzahl an Überrollungen und der schlichten Dauer des anstehenden Moments eher einen höheren Gang treffen bzw. das HAG was dann mit Pittings das Heulen anfängt... Der Ausfall muss dann auch nichts mit der Qualität des Öls zu tun haben.
Gerade die unteren Gänge sind oft wegen dem Überschreiten der Schlupfgrenze am Rad unkritisch und man fährt ja in Sekunden durch den Bereich hindurch.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor joethesprinter für den Beitrag (Insgesamt 2):
Windy-ZX (24 Mär 2026 08:05), christiano (24 Mär 2026 08:50)
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#7 

Beitrag von Windy-ZX »

joethesprinter hat geschrieben: 24 Mär 2026 06:40........ und der schlichten Dauer des anstehenden Moments .......
........... man fährt ja in Sekunden durch den Bereich hindurch.
Perfekt ausgedrückt ! Genau da liegt der Hase im Pfeffer.
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#8 

Beitrag von Zimmermanni »

Zum Thema Leistungssteigerung hab ich die Erfahrung gemacht, dass die dazwischengeschaltete "Powerbox" nicht viel Leistung bringt.
Hab in einem 903er, 313 aus 2002 eine Box eines Markentuners verbaut.
Beim jetzigen 906er, 216 aus 2014 eine Box eines bekannten deutschen Chiptuners.

In beiden Fällen keine merklichen Leistungssteigerungen, trotz Anpassung der Betriebsmodi.

Eventuell bringt es mehr, wenn direkt im Steuergerät die Leistungssteigerung codiert wird.

Da würd ich aber Abstand davon nehmen wegen der Betriebserlaubnis.
der Zimmermanni
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MobilLoewe
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#9 

Beitrag von MobilLoewe »

Zimmermanni hat geschrieben: 24 Mär 2026 15:58 Eventuell bringt es mehr, wenn direkt im Steuergerät die Leistungssteigerung codiert wird.
So ist es.
Zimmermanni hat geschrieben: 24 Mär 2026 15:58 Da würd ich aber Abstand davon nehmen wegen der Betriebserlaubnis.
So ist es.

Gruß Bernd
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Achim65
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#10 

Beitrag von Achim65 »

Moin,
ich hatte vor ein paar Jahren mal für zwei Monate eine Box von Speedbuster eingebaut.
Das Ansprechverhalten war deutlich besser und der Leistungszuwachs war auch deutlich zu spüren.
Aus versicherungsgründen habe ich sie wieder ausgebaut.
Grüße Achim
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#11 

Beitrag von TnTkr »

Ich kenne Menschen die ein original Steuergerät für die jährliche Inspektion, und ein anderes mit Leistungssteigerung für die restlichen 364 Tage haben.

Doch weiß ich auch das einige Menschen den ganzen Motor für die Inspektion tauschen.
W602 308D Doppelkabine Bj. 1993
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#12 

Beitrag von RDMike »

joethesprinter hat geschrieben: 24 Mär 2026 06:40
RDMike hat geschrieben: 23 Mär 2026 20:26 ÖLwechselintervalle für Getriebe und Hinterachse verkürzen.

Im ersten Gang mit dem Fahrpedal den Drehmoment etwas reduzieren,oder nach einer Gangabhängigen Abstimmung fragen.Ab dem 2ten Gang ist das Drehmoment für die Hinterachse ja wieder unkritisch.
Die Getriebe sind so unauffällig,die vertragen das locker.Ein defektes Eingangslager wäre der einzige defekt,welcher durch den höheren Moment entstehen könnte.Daher im ersten Gang den moment etwas reduzieren....

Ab 200PS 550Nm aufwärts würe ich die Öltemperaturen vorsichtshalber mal messen,

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Dabei geht es nicht unbedingt um Gewaltbrüche oder den erhöhten Verschleiß der Öle. In der Entwicklung haben wir die tatsächlichen Lastkollektive sehr aufwendig (teuer) mit Drehmomentmessungen am Rad über viele 10tkm Realbetrieb ermittelt.
Es kann z.B. aufgrund der wesentlich höheren Anzahl an Überrollungen und der schlichten Dauer des anstehenden Moments eher einen höheren Gang treffen bzw. das HAG was dann mit Pittings das Heulen anfängt... Der Ausfall muss dann auch nichts mit der Qualität des Öls zu tun haben.
Gerade die unteren Gänge sind oft wegen dem Überschreiten der Schlupfgrenze am Rad unkritisch und man fährt ja in Sekunden durch den Bereich hindurch.
Der 1.te Gang stresst das Eingangslager einfach durch seine Lage....
Tritt Schlupf auf stresst das den Antriebsstrang,sobald wieder Traktion vorhanden ist.z.B beim überfahren von glatten Kanaldeckeln etc.
Dies tritt eher in niedrigen Gängen auf,deshalb...immer vermeiden.
Das Fahrgänge öfter Verschleiss zeigen ist klar,aber nicht das Problem beim Sprinter.

Es hat sich gezeigt das die Hinterachsen eher an verschlissenen Lagern leiden als an pitting.
Und dann auch meist die kurzen Achsen.
Die Getriebe sind unauffällig, an Lagern und Zahnrädern.


Einfach mal ein Ducatogetriebe zerlegen und sich wundern das sowas überhaupt funktioniert.
6 Gang und Frontantrieb mit dem 3liter Motor.Sieht aus wie von nem PKW das Ding.
Da tritt pitting auf...Die Zahnräder sind nur halb so breit.


Diese Tuningboxen können nur den Kraftstoffdruck erhöhen was funktioniert,aber nur wenig Leistung bringt
Es sollte eben mehr gemacht werden beim optimieren:
Die Einspritzzeitpunkte sollten verändert werden.
Ladedruck erhöht.
Kraftstoffdruck erhöht.


Wer sich dafür interressiert kann mal nach EDC15 tuning suchen bei Youtube.

Aber eben...Tuning ist gefährlich.Garantien erlöschen...Der Antriebsstrang wird schwer geschädigt.
Ein Wunder das sowenig passiert bei sowas....schlimm,schlimm.
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joethesprinter
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Re: Leistungssteigerung 316 CDI

#13 

Beitrag von joethesprinter »

Wenn google Recht hat heißt das Getriebe G32-5. Es wäre dann also auf 320Nm ausgelegt. Das wird der Grund sein warum der Motor auf 330Nm kastriert ist.
Wenn man mal grob vom 313 mit 300Nm x5/4 (ein sonst gleicher Zylinder mehr) durchpeilt müsste der Motor "eigentlich" etwa 375Nm haben (...eher potentiell noch ein bisschen mehr weil Verluste durch Nebenaggregate ja nicht unbedingt mit wachsen...).
Soll er aber eben nicht.

Bzgl. Ducato: Kenne mich in der Welt jetzt nicht besonders aus. Aber da ist vermutlich der/ein Punkt: Der Sprinter kann an der HA (bzw. 4x4) regelmäßig viel mehr Moment absetzen. Sowohl von der dynamischen Achslastverlagerung (anfahren und/oder bergauf) her, als auch der schieren möglichen zulässigen (Antriebs-)Achslast. Extremfall wäre der 616 mit Zwilling... Da sind es vermutlich so um die 5t an der Antriebsachse. Das soll ein Ducato mit front/quer-Verbau mal nachmachen. 🙃 Vielleicht plant MB auch mit 600tkm und Fiat genügen 400tkm in der Auslegung der Lebensdauer.

Hab selbst im Fahrversuch schon Ausgleichsgetriebe per mü-Sprung (ähnlich "Kanaldeckel-Beispiel") gekillt. ...beim 400sten mal... Ist so in Serie gegangen weil entschieden wurde dass das praktisch kein Kunde häufiger machen wird (bzw. es eigentlich (wenn nicht manipuliert 😄) auch elektronisch abgefangen werden sollte). Im T1N durch ASR. So ein Missbrauch ist was ganz anderes als wenn der Kunde regulär Millionen Überrollungen bei Vollast auf der Autobahn mit Anhänger oder Wohnkabine im Wind fahren kann. Das eine ist — für das Beispiel eines Zahns — ein Gewalt- das andere ein Dauerbruch (bzw. weitere Schädigungsmechanismen in Richtung pitting etc). Kann natürlich analog auch Gehäuse, Lager... treffen. Wahrscheinlich also eher etwas in Richtung: wird schleichend langsam laut statt plötzlichem Liegenbleiber direkt nach der "Tuning"-Maßnahme.
Der Triebstrang kann ein paar mal ziemlich extreme Schläge über das Auslegungsmoment hinaus ab. Das Moment was durch das Getriebe geht wenn die Schwungmasse des hochdrehenden Motors schlagartig am Rad abgebremst wird (mü-Sprung-Fahrversuch) ist wesentlich höher als das nominale Antriebsmoment. Das ist bei der "Tuning"-Frage weniger der (primäre) Punkt sondern wie gesagt die akkumulierte Dauerbelastung im ganz "normalen" Betrieb wenn das "Mehr" dann auch genutzt wird.
Aus der Luft gegriffen, nur um das Prinzip, anschaulich zu machen: "Tune" (und nutze das Ergebnis) den Sprinter wenn dir die 20% mehr eine Halbierung der Lebensdauer wert sind. Kann ja auch gut sein, dass der Rost, Unfall, Verkauf... dem (an diesem Beispiel vorzeitigen) Getriebetod zuvor kommt... Aber deswegen zu sagen, dass das "Tuning" unbedenklich sei weil man selbst das Ergebnis nicht mehr eingefahren hat ist (Selbst-)Betrug.
Ich fahre lieber schonend statt die vermeinlich eingesparte Zeit an der Tanke oder mit Reparaturen zu verbringen.

Derweil kommt ein anderer Thread auf wo jemand mit Speiseöl als Kraftstoff sparen will. Hoffentlich nicht der selbe OP. 🙃 Wie bunt die Sprinter Welt doch ist.
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