welchen Sprinter für Womoausbau?

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balloni
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welchen Sprinter für Womoausbau?

#1 

Beitrag von balloni »

 Themenstarter

Hallo,
zu unserer Situation, wir sind begeisterte Camper und hatten 10 Jahre ein Alkoven Womo. Da aber meine Frau mittlerweile krankheitsbedingt im Rollstuhl sitzt suchen wir eine praktikable Alternative.
Der Grundgedanke ist einen Kassettenlift als Ein bzw Ausstiegshilfe zu verwenden. http://www.amf-bruns.de/kassettenlift_k90.html
und einen Sprinter Hoch-Lang mit z.B 4,3Meter Laderaum nach unseren Bedürfnissen auszubauen.

Als Neuling habe ich bis jetzt viel im Forum gelesen.

Nun aber meine spezielle Fragen:
1. Kann die Zwischenwand zwischen Führerhaus und Laderaum problemlos herausgenommen werden und zwar technisch als auch zulassungsmäßig?
Oder muß ich nach einem Personenbeförderunsbus suchen?

2. Kann ein als LKW angemeldeter Sprinter zum WOMO umgemeldet werden?

Für Tipps und Hinweise wäre ich sehr Dankbar.
Das wars fürs Erste, es folgen dann sicher noch weitere Fragen.
Gruss balloni
SprinterSven1
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#2 

Beitrag von SprinterSven1 »

Hallo Balloni,

Beides ist mit ja zu beantworten. Die Trennwand hat keine tragende Funktion und kann daher herausgenommen werden. Es gibt aber auch einige Kastenwagen ohne Trennwand, da könntest Du auch fündig werden.

Interessierst Du Dich für den aktuellen Sprinter oder das Vorgängermodell?

MFG Sven
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balloni
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#3 

Beitrag von balloni »

 Themenstarter

Hallo Sven,
besten Dank für Deine Antwort.
Bezgl. des Modelles hab ich keine konkreten Vorstellungen, wo liegen die Unterschiede bzw die Vor und Nachteile für mein Vorhaben?
Gruss balloni
TK-2006
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#4 

Beitrag von TK-2006 »

Hi,

Ihr seit also auch Camper.. Seit ca. 10 Jahren.. Wir auch ;) Haben auch ein Alkoven Mobil.
Wenn ihr nun auf einen Kastenwagen umsteigen wollt, dann würde ich mir vorher gut überlegen, was es ca. kostet, bei wem ihr ausbauen lasst. bzw. ob du nicht selber ausbaust.
Außerdem ganz wichtig:
Das Gewicht beachten. Ihr wollt bestimmt auch ein paar Rafinessen oder Extras. Das wiegt. Und solch eine, meiner Meinung nach sehr GUTE Rampe, wiegt natürlich auch noch.

Mir würde spontan folgendes an Vorteilen vom NCV3 zum T1N einfallen:
- lastabhängiges ESP (bis glaube ich nur 3,5t?)
- extrem sicheres Fahrzeug
- V6 Diesel sowie V6 Benziner sehr laufruhige Motoren
- der NVC3 als 4,6t gibt es als Singlebereifung hinten. Hat den Vorteil, dass ihr im Aufbau wesentlich mehr Platz hättet.

Aber umbedingt den Preis im Auge behalten. Evtl. ist manchmal ein kleiner integrierter oder selbst entworfene Kabine im Endeffekt günstiger.

Welches Forum bezüglich der Einrichtungen SEHR gut weiterhelfen kann ist dieses hier:
http://www.womobox.de/phpBB2/portal.php

Wegen dem Sprinter würde ich dann allerdings hier auf Antworten hoffen/warten :lol:
---Concorde 412D---
---152PS; 380NM---
---7,92m; 4,95T---
SprinterSven1
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#5 

Beitrag von SprinterSven1 »

Das alte Modell ist zum Beispeil einer wie in meinem Avatar, den gab´s mit folgenden Motoren:

308 CDI 82 PS
311 CDI 109 PS
313 CDI 129 PS
316 CDI 156 PS

Die 1. Zahl in der Typenbezeichung hat mit dem Gesamtgewicht zu tun, die anderen beiden geben ungefähr die PS an.

Das neue Modell ab Ende 2006:

309 CDI 90 PS
311 CDI 110 PS
313 CDI 129 PS (nicht für Kombi erhältlich)
315 CDI 150 PS
318 CDI 184 PS (nicht für Kombi erhältlich)

Wegen dem gewichtigen Ausbau beim Wohnmobil unbedingt ein Fahrzeug mit der "3" in der Gewichtsbezeichung wählen, sonst habt ihr bei ausgebautem Fahrzeug fast keine Zuladung mehr.

Wegen den Motoren:

Beim alten Modell ist der 16er Motor am Besten, hat auch am Meisten Hubraum, nämlich 2,7 Liter und ist ein Laufruhiger 5Zylinder. Die anderen Motoren sind alles 2.1l 4Zyl., mangels Ausgleichswellen sehr drönig.

Das gleiche gilt für das neue Modell: anständiger Motor ist der 18er, da V6 mit 3,0 Liter Hubraum. Die anderen sind wieder schwachbrüstige 2,1l 4Zyl.

Vorteil beim neueren Modell: Er ist leiser als der alte. Weitere Vorteile nennen sicher noch die Forumsmitglieder, die schon einen neuen Fahren.

MFG Sven
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balloni
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#6 

Beitrag von balloni »

 Themenstarter

Danke für die ausführlichen Erklärung zu den Unterschieden
"altes und neues Modell"
Ja und dem Motor ist ganz besonderes Augenmerk zu schenken.

Werd mich jetzt mal im anderen Forum einlesen, es gibt ja soviel zu beachten.
Gruss balloni
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#7 

Beitrag von suba »

Hallo Balloni
Mein Womo ist ein 216er, deshalb muss ich mit dem Gewicht sorgfältig umgehen. Der Motor ist aber super, so dass sich das Womo problemlos wie ein PKW fahren lässt.
Überleg dir, wie du das Bett einbauen willst. Unseres ist in Längsrichtig und lässt sich in wenigen Sekunden herunterkurpeln. Damit gewinnt man viel Raum für die Küche und WC/Douche und das lästige Umbauen der Sitzgruppe entfällt. Zudem hast du dann ein richtiges Dopelbett mit grosser Matratze.
suba
balloni
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#8 

Beitrag von balloni »

 Themenstarter

Hallo Suba
Unseres ist in Längsrichtig und lässt sich in wenigen Sekunden herunterkurpeln.
Das hört sich interesant an, gibt es da Bilder wo man sieht wie das technisch umgesetzt ist?
Gruss balloni
viszlat
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#9 

Beitrag von viszlat »

unbedingt zu beachten.

bestes leergewicht radstandverhältniss hat der mittlere, 3500 mm.
meines erachtens.
beim langen hast du zwar mehr platz aber etwas weniger ausbaugewicht.

dann stellt sich die frage, wintereinsatz? wie gut soll gedämmt werden?
Erfahrung kann man nicht vermitteln, Erfahrungen muss man machen!
hinterfragt,recherchiert,bildet eure meinung,
wer lesen kann ist klar im vorteil,
verstehen ist allerdings etwas anderes.
suba
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#10 

Beitrag von suba »

Hallo balloni
Das System mit dem Längsbett kannst du sehen bei verschiedenen Modellen unter www.hrz-reisemobile.de. Ich habe allerdings nichts selber ausgebaut, weil ich handwerklich völlig unbegabt bin. Du kannst aber vermutlich das Dach mit dem Hubbett einzel kaufen und selber einbauen. Frag bei hrz nach.
Gruss aus der Schweiz
suba
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Hans
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#11 

Beitrag von Hans »

@ balloni

Wie Sven rät, unbedingt model mit höchster Zuladung, nicht zuletzt wegen Deines Kassettenliftes ! Ggf. Verzicht auf schwereres Automatikgetriebe, sonst wieder Zuladungsverlust !

Das von viszlat angesprochene Hubbett ist aus den angegebenen Gründen recht gut, aber für Behinderte m. E. ungeeignet, da wäre festes Längsbett im Heck auf niedrigem Niveau wesentlich besser, dazu wäre aber der lange Radstand notwendig, ist aber wegen der Unterbringung des Rollstuhles und Stauraumverlust im Eingangsbereich wegen des Kassettenliftes sowieso sehr empfehlenswert !

Viel Spaß beim Ausbau ! :lol:
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