FAWI Postkoffer
Re: FAWI Postkoffer
Hallo
es handelt sich um PU Platten, diese sind weiß und müssen nicht unbedingt lackiert werden.
Michael
es handelt sich um PU Platten, diese sind weiß und müssen nicht unbedingt lackiert werden.
Michael
-
Moselaner
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Re: FAWI Postkoffer
Hallo,
Zur Info: mein Anhängerbauer stellt auch Sandwich-Platten her!
http://www.klagie-fahrzeugbau.de/sandwi ... atten.html Die Preise sind auch angegeben.
Die Firma liegt direkt an der Autobahn 48 in der Mitte zwischen Koblenz und Trier.
Zur Info: mein Anhängerbauer stellt auch Sandwich-Platten her!
http://www.klagie-fahrzeugbau.de/sandwi ... atten.html Die Preise sind auch angegeben.
Die Firma liegt direkt an der Autobahn 48 in der Mitte zwischen Koblenz und Trier.
Mit freundlichen Grüßen von der Mosel
Rudolf
319 CDI Automatik - flach, Standard seit 05/21
318 CDI Automatik - flach, kurz von 05/08-05/21
312 D - flach - kurz von 09/95-04/08
Rudolf
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318 CDI Automatik - flach, kurz von 05/08-05/21
312 D - flach - kurz von 09/95-04/08
Re: FAWI Postkoffer
Heute finde ich dieses Telefon für FAWI auf Google:
+49 35 204 6800
aber hier nicht eine Verbindung finden können, es gibt kein Signal (my französich telephone-box ist VOIP vielleicht nicht passieren)
Ich habe auch an Mercedes Frankreich anfragen... kann mir nicht helfen. Sie sagen, kontaktieren Fawi ...
+49 35 204 6800
aber hier nicht eine Verbindung finden können, es gibt kein Signal (my französich telephone-box ist VOIP vielleicht nicht passieren)
Ich habe auch an Mercedes Frankreich anfragen... kann mir nicht helfen. Sie sagen, kontaktieren Fawi ...
Re: FAWI Postkoffer
Hallo
Adressen für PU Platten hast Du.
Profile sind für viel Geld bei Kögel zu bekommen.
Die Telefonnummer ist falsch.
Sag bist Du Franzose? wenn ja wäre die Kommunikation auf Französisch sicher einfacher.
Michael
Adressen für PU Platten hast Du.
Profile sind für viel Geld bei Kögel zu bekommen.
Die Telefonnummer ist falsch.
Sag bist Du Franzose? wenn ja wäre die Kommunikation auf Französisch sicher einfacher.
Michael
Re: FAWI Postkoffer
Salut Michael
Tu parles français?
Je sais et je suis désolé, mon allemand est vraiment ridicule!
Tu penses que le profilé alu chez Kögel est le même? J'ai mieux regardé la photo que j'ai mis avant et c'est vrai qu'il y a quelques différences entre FAWI et Kögel.
J'ai envoyé un mail à Kögel. Demain je vais essayer SAXAS aussi.
Juste par curiosité j'aimerais savoir si FAWI existe encore.
Bonne soirée!
Tu parles français?
Je sais et je suis désolé, mon allemand est vraiment ridicule!
Tu penses que le profilé alu chez Kögel est le même? J'ai mieux regardé la photo que j'ai mis avant et c'est vrai qu'il y a quelques différences entre FAWI et Kögel.
J'ai envoyé un mail à Kögel. Demain je vais essayer SAXAS aussi.
Juste par curiosité j'aimerais savoir si FAWI existe encore.
Bonne soirée!
Re: FAWI Postkoffer
FAWI hat bzw. hatte mit Kögel nichts zu tun, das waren konkurrierende Firmen.
Die FAWI-Geschichte mal kurz dargestellt:
Zu DDR-Zeiten gab es das IFA-Karosseriewerk Dresden, das war aber eigentlich in Radeberg (ja, das mit dem Bier) und in Radeberg wurden die Rohkarosserien für den Wartburg Tourist hergestellt, die dann nach Halle-Diemitz ins dortige IFA-Karosseriewerk gingen und endmontiert wurden (in Halle erfolgte auch der Aufbau der Busse und Kastenwagen auf die aus Zittau angelieferten Robur-Fahrgestelle), der Wartburg Tourist sah also in seinem Leben eigentlich nie das Werk in Eisenach. Das Karosseriewerk Dresden hatte aber noch zwei andere Werke neben Radeberg, eins in Rosenthal in der Sächsischen Schweiz, dort wurden die Bastei-Wohnwagen hergestellt, und eben den sogenannten "Fertigungsbereich Wilsdruff", dort erfolgte u. a. für den W 50 der Bau der Staffelkabinen (für die Drehleitern und die Tanklöschfahrzeuge).
Dann wurde das Wilsdruffer Werk 1991 an Tabbert (bzw. deren Holding namens TIAG) verkauft und es entstand die FAWI Fahrzeugwerk Wilsdruff GmbH, dort wurden u. a. Krankenwagen (Entwicklung von Weinsberg, diese Firma gehörte mittlerweile auch zu Tabbert) und eben auch Paketverteilfahrzeuge gebaut. Die Deutsche Post schrieb um 1994 einen großen Auftrag über Paketverteilfahrzeuge aus, darauf wurden von etlichen Firmen etliche Vorausfahrzeuge geliefert, die dann im normalen Dienst bei der Post getestet wurden, damit überhaupt sicher war, welche konkreten Fahrzeuge dann überhaupt von der Post abgenommen werden konnten. Die paar übriggebliebenen Hersteller (darunter FAWI und Kögel) blieben dann im Rennen. FAWI erhoffte sich den Auftrag, zumindest aber einen Teilauftrag (denn es gab diverse Gründe damals, die es möglich erschienen liesen, daß die Post den Auftrag lieber auf zwei oder drei Hersteller aufteilt; Gründe dürften auf der Hand liegen: Monopol vermeiden, als Staatsfirma auch gewisse arbeitspolitische Erwägungen etc.). Dann gab aber die Dt. Post 1995 bekannt, daß der Auftrag über 8700 Fahrzeuge (wurden dann sogar über 9200) ausschließlich an Kögel ging. Tabbert bzw. TIAG hatten damals immer noch bzw. schon wieder mit erheblichen Schwirigkeiten zu kämpfen und die FAWI stand ohne den Postauftrag schlecht da (kleine Sache am Rande: FAWI hatte einen Auftrag zur Lieferung aller Krankenwagen in Sachsen gewonnen, übrigens gegen starke Konkurrenz u. a. durch Daimler-Benz selber, dann aber durch die sehr schnell vollzogene Pleite diesen Auftrag nicht ansatzweise erfüllen können und hat den Auftrag an Daimler-Benz weitergegeben) und so kam es 1996 zur Pleite der FAWI. Damit müßte das Kapitel Paketverteilfahrzeuge von FAWI und Tabbert beendet sein, es gab aber noch einen Auftrag von Daimler-Benz, so hatte Daimler-Benz ebenfalls an die Post einige Paketverteilfahrzeuge verkauft und diese Fahrzeuge wurden bei FAWI gebaut, war ein bis 2003 laufender Vertrag, allerdings wesentlich eher beendet, da FAWI insolvent und die Produktion in Wilsdruff kurz nach der Insolvenz 1996 beendet wurde.
Zu Kögel noch etwas: Kögel hatte Anfang der 90er Jahre in Werdau das Kraftfahrzeugwerk zu 60% übernommen, dort wurden auch Paketverteilfahrzeuge gebaut. In Werdau wurden und werden diese Fahrzeuge seit dieser Zeit gebaut, egal wie die Werdauer Firma hieß: Kögel-Werdau GmbH, Fahrzeugbau Werdau, Nutzfahrzeugaufbauten und Service GmbH Werdau oder seit etliche Jahren SAXAS. Wobei Kögel seit geraumer Zeit in Werdau keine Rolle mehr spielt, denn als Kögel in die Pleite schlitterte, wurde Werdau als SAXAS unabhängig.
Vielleicht ist es jetzt etwas übersichtlicher geworden. FAWI ist jedenfalls definitiv Geschichte. Von 1997 bis 2011 vergammelte das Gelände in Wilsdruff immer mehr (TIAG bzw. Tabbert sind ja an Knaus gegangen und Knaus wollte das Areal in Wilsdruff zwar günstig für 'nen Appel und 'nen Ei aus der Insolvenzmasse kaufen, dann aber weiter vergammeln lassen; entsprechende Reaktionen der Wilsdruffer Bürger und besonders der Stadträte und der Verwaltung kann man sich vorstellen, für die ist Tabbert bzw. Knaus ein rotes Tuch; aber keine Sorge, wer sich mit 'nem Tabbert-Wohnwagen auf den Markt in Wilsdruff stellt, der wird nicht verhauen, sind alles liebe Leute), jetzt sind die alten Gebäude abgerissen und es wird gerade das Areal vorbereitet, damit dieses Jahr der Neubau von diversen Wohnhäusern erfolgen kann. Dann sieht man in Wilsdruff nichts mehr von der ehemaligen Fertigungsstätte, egal ob IFA oder FAWI.
Rajiv
Die FAWI-Geschichte mal kurz dargestellt:
Zu DDR-Zeiten gab es das IFA-Karosseriewerk Dresden, das war aber eigentlich in Radeberg (ja, das mit dem Bier) und in Radeberg wurden die Rohkarosserien für den Wartburg Tourist hergestellt, die dann nach Halle-Diemitz ins dortige IFA-Karosseriewerk gingen und endmontiert wurden (in Halle erfolgte auch der Aufbau der Busse und Kastenwagen auf die aus Zittau angelieferten Robur-Fahrgestelle), der Wartburg Tourist sah also in seinem Leben eigentlich nie das Werk in Eisenach. Das Karosseriewerk Dresden hatte aber noch zwei andere Werke neben Radeberg, eins in Rosenthal in der Sächsischen Schweiz, dort wurden die Bastei-Wohnwagen hergestellt, und eben den sogenannten "Fertigungsbereich Wilsdruff", dort erfolgte u. a. für den W 50 der Bau der Staffelkabinen (für die Drehleitern und die Tanklöschfahrzeuge).
Dann wurde das Wilsdruffer Werk 1991 an Tabbert (bzw. deren Holding namens TIAG) verkauft und es entstand die FAWI Fahrzeugwerk Wilsdruff GmbH, dort wurden u. a. Krankenwagen (Entwicklung von Weinsberg, diese Firma gehörte mittlerweile auch zu Tabbert) und eben auch Paketverteilfahrzeuge gebaut. Die Deutsche Post schrieb um 1994 einen großen Auftrag über Paketverteilfahrzeuge aus, darauf wurden von etlichen Firmen etliche Vorausfahrzeuge geliefert, die dann im normalen Dienst bei der Post getestet wurden, damit überhaupt sicher war, welche konkreten Fahrzeuge dann überhaupt von der Post abgenommen werden konnten. Die paar übriggebliebenen Hersteller (darunter FAWI und Kögel) blieben dann im Rennen. FAWI erhoffte sich den Auftrag, zumindest aber einen Teilauftrag (denn es gab diverse Gründe damals, die es möglich erschienen liesen, daß die Post den Auftrag lieber auf zwei oder drei Hersteller aufteilt; Gründe dürften auf der Hand liegen: Monopol vermeiden, als Staatsfirma auch gewisse arbeitspolitische Erwägungen etc.). Dann gab aber die Dt. Post 1995 bekannt, daß der Auftrag über 8700 Fahrzeuge (wurden dann sogar über 9200) ausschließlich an Kögel ging. Tabbert bzw. TIAG hatten damals immer noch bzw. schon wieder mit erheblichen Schwirigkeiten zu kämpfen und die FAWI stand ohne den Postauftrag schlecht da (kleine Sache am Rande: FAWI hatte einen Auftrag zur Lieferung aller Krankenwagen in Sachsen gewonnen, übrigens gegen starke Konkurrenz u. a. durch Daimler-Benz selber, dann aber durch die sehr schnell vollzogene Pleite diesen Auftrag nicht ansatzweise erfüllen können und hat den Auftrag an Daimler-Benz weitergegeben) und so kam es 1996 zur Pleite der FAWI. Damit müßte das Kapitel Paketverteilfahrzeuge von FAWI und Tabbert beendet sein, es gab aber noch einen Auftrag von Daimler-Benz, so hatte Daimler-Benz ebenfalls an die Post einige Paketverteilfahrzeuge verkauft und diese Fahrzeuge wurden bei FAWI gebaut, war ein bis 2003 laufender Vertrag, allerdings wesentlich eher beendet, da FAWI insolvent und die Produktion in Wilsdruff kurz nach der Insolvenz 1996 beendet wurde.
Zu Kögel noch etwas: Kögel hatte Anfang der 90er Jahre in Werdau das Kraftfahrzeugwerk zu 60% übernommen, dort wurden auch Paketverteilfahrzeuge gebaut. In Werdau wurden und werden diese Fahrzeuge seit dieser Zeit gebaut, egal wie die Werdauer Firma hieß: Kögel-Werdau GmbH, Fahrzeugbau Werdau, Nutzfahrzeugaufbauten und Service GmbH Werdau oder seit etliche Jahren SAXAS. Wobei Kögel seit geraumer Zeit in Werdau keine Rolle mehr spielt, denn als Kögel in die Pleite schlitterte, wurde Werdau als SAXAS unabhängig.
Vielleicht ist es jetzt etwas übersichtlicher geworden. FAWI ist jedenfalls definitiv Geschichte. Von 1997 bis 2011 vergammelte das Gelände in Wilsdruff immer mehr (TIAG bzw. Tabbert sind ja an Knaus gegangen und Knaus wollte das Areal in Wilsdruff zwar günstig für 'nen Appel und 'nen Ei aus der Insolvenzmasse kaufen, dann aber weiter vergammeln lassen; entsprechende Reaktionen der Wilsdruffer Bürger und besonders der Stadträte und der Verwaltung kann man sich vorstellen, für die ist Tabbert bzw. Knaus ein rotes Tuch; aber keine Sorge, wer sich mit 'nem Tabbert-Wohnwagen auf den Markt in Wilsdruff stellt, der wird nicht verhauen, sind alles liebe Leute), jetzt sind die alten Gebäude abgerissen und es wird gerade das Areal vorbereitet, damit dieses Jahr der Neubau von diversen Wohnhäusern erfolgen kann. Dann sieht man in Wilsdruff nichts mehr von der ehemaligen Fertigungsstätte, egal ob IFA oder FAWI.
Rajiv
- Kühltaxi
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Re: FAWI Postkoffer
Irgendwie müssen Kögel und FAWI aber zumindest beim Entwurf der Koffer zusammengearbeitet haben, sonst wären sie ja nicht absolut identisch. Oder die Post hat beiden die schon fertigen Pläne gegeben, was ich aber für unwahrscheinlich halte.
Ich war dabei:
SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
Re: FAWI Postkoffer
Hello Rajiv,
Thanks very much for this information!
What job did you have at FAWI?
I have 2 questions, I hope you can understand english.
Where can I find the replacement parts for FAWI like exemple: aluminium-profile etc
What is exactly the connection between SAXAS and FAWI? Sorry but my german is very bad so I didn't understand everything.
Thanks!
Thanks very much for this information!
What job did you have at FAWI?
I have 2 questions, I hope you can understand english.
Where can I find the replacement parts for FAWI like exemple: aluminium-profile etc
What is exactly the connection between SAXAS and FAWI? Sorry but my german is very bad so I didn't understand everything.
Thanks!
Re: FAWI Postkoffer
Zusammenarbeit gab es meines Wissens nicht. Ich bin nirgends auf eine Kooperation von Kögel/Werdau und TIAG/Tabbert/FAWI gestoßen, habe nirgends eine Vereinbarung gefunden, kein Lizenzabkommen gefunden; so geheim kann das doch nicht gewesen sein, da müßte doch jemand etwas wissen. Vielleicht meldet sich jemand, leider sind meine Kontakte zu ehemaligen FAWI-Leuten sehr dünn, obwohl ich nur am anderen Elbufer wohne.Kühltaxi hat geschrieben:Irgendwie müssen Kögel und FAWI aber zumindest beim Entwurf der Koffer zusammengearbeitet haben, sonst wären sie ja nicht absolut identisch. Oder die Post hat beiden die schon fertigen Pläne gegeben, was ich aber für unwahrscheinlich halte.
Es kommen eigentlich nur zwei Möglichkeiten in Frage, wenn man davon ausgeht, daß es wirklich identische Fahrzeuge sind. Entweder die Konstruktion stammt von einer Firma und die andere Firma baute dann die Paketverteiler in Lizenz. Oder es gab eine Konstruktionsfirma und mehrere Firmen stellten nach den gleichen Unterlagen die Aufbauten her. Gewissermaßen eine Mischform wäre, wenn ein Hersteller das Fahrzeug konstruierte und die Rechte an die Post verkaufte, dann die Post die Konstruktionspläne diversen Produzenten zur Verfügung stellte und von dort dann die Fahrzeuge bezog.
Alle Varianten halte ich für relativ unwahrscheinlich. Meines Wissens hat Kögel die Paketverteilfahrzeuge konstruiert, die sie selber (bzw. bei Tochterfirmen wie Kögel-Werdau/Fahrzeugbau Werdau/NSW eben eine war) hergestellt und an die Post verkauft haben; diese These wird dadurch gestützt, daß Kögel im Anschluß an den 8700er Auftrag das gleiche Fahrzeug an andere Firmen in großem Maßstab verkauft hat (bspw. an die öst. Post). Andererseits hat TIAG (Tabbert) selber solche Fahrzeuge konstruiert, damit halte ich eine Übernahme einer Kögel-Konstruktion für sehr unwahrscheinlich.
Wenn es große Ähnlichkeiten zwischen Kögel/Werdau/NSW/Saxas und Tabbert/Weinsberg/FAWI gibt, und beide Hersteller nicht von ein und demselben Konstruktionsbüro die Zeichnungen gekauft haben, dann kann die große Ähnlichkeit eigentlich nur in der Herkunft der verwendeten Teile zu finden sein.
Sprich beide haben die gleichen Profile etc. verwendet, was durchaus logisch ist. Bei Paketverteilern kenne ich mich nicht besonders aus, dafür bei "normalen" LKW- und Transporter-Aufbauten wie Koffer und Pritschen; da gibt es nur noch sehr wenige Hersteller der Grundbauteile, die Vielzahl der Aufbautenhersteller montiert gewissermaßen nur noch Bausätze von Schneider/AluTeam oder Cargo Van und ähnlichen Großlieferanten; Bordwände für Pritschen kommen eigentlich auch alle von zwei oder drei Herstellern.
Recherchen sind schwierig geworden, da FAWI seit reichlich 15 Jahren verschwunden ist (die FAWI in Bayern war eine reine Verwaltungs- bzw. Abwicklungsfirma; Experten von Firmenschließungen werden wissen auf was ich hinauswill) und bei Tabbert/Knaus weiß heute keiner mehr etwas von Paketverteilfahrzeugen. Bei Kögel sieht es etwas besser aus, aber selbst dort haben Zusammenbruch und Neustrukturierung große Lücken gerissen.
Nachtrag: Es gibt noch eine Möglichkeit. Hängt vom Baujahr des betroffenen Paketkoffers ab. FAWI hat ja 1994 oder 1995 die Postausschreibung verloren und Kögel hat meines Wissens die 8700 (es wurden über 9000) Fahrzeuge selber gebaut (bzw. bei Tochterfirmen bauen lassen), übrigens war dieser Riesenauftrag wohl spätestens 1997 abgearbeitet.
Aber Daimler-Benz hatte einen Vertrag über fertige Paketverteilerfahrzeuge mit der Post und die sollten ja bei FAWI bis 2003 gebaut werden, diese Fahrzeuge waren gewissermaßen Lohnfertigung von FAWI für Daimler-Benz, es wurden von FAWI aber nur relativ wenige Fahrzeuge geliefert, da dann die Pleite kam. Nun wird Daimler-Benz ja den Paketkoffer kaum selber konstruiert haben, stellt sich die Frage ob da bei Kögel die Zeichnungen gekauft wurden und dann an FAWI weitergereicht wurden.
Baujahr 1996 beim Postkoffer von Kamaleon spricht also gegen direkte FAWI-Lieferung an die Dt. Post, sondern für ein Fahrzeug aus der Daimler-Benz-Lieferung an die Post. Damit sollte dann aber auf jeden Fall Mercedes etwas zur Ersatzteilfrage sagen können, ganz egal wer das Ding nun gezeichnet hat.
Dann gibt es noch eine abenteuerliche Variante (für Liebhaber der Verschwörungstheorie), daß die Formen der Kunststoffteile nach der FAWI-Pleite an einen anderen Hersteller gegangen sind und der sich nicht die Mühe gemacht hat die FAWI-Heckseitenblenden zu ändern, und somit gewissermaßen FAWI gekapert hatte, dürfte aber sehr unwahrscheinlich sein, allerdings nicht unmöglich, da habe ich in den 90ern im Osten zu viele seltsame Sachen erlebt, man sage nie nie...
Rajiv
Re: FAWI Postkoffer
It was not a connection between FAWI and SAXAS. FAWI was a part of Tabbert (or the Tabbert-Holding with the name TIAG). Saxas and the predecessor NSW or Fahrzeugbau Werdau was a part of Kögel.kamaleon hat geschrieben:Hello Rajiv,
Thanks very much for this information!![]()
What job did you have at FAWI?
I have 2 questions, I hope you can understand english.
Where can I find the replacement parts for FAWI like exemple: aluminium-profile etc
What is exactly the connection between SAXAS and FAWI? Sorry but my german is very bad so I didn't understand everything.
Thanks!
Your FAWI is a car for Daimler-Benz, Daimler-Benz sold this cars, but Daimler-Benz don't built this parcel vans (Mercedes built the chassis only). German DHL bought the parcel vans not from FAWI, DHL bought from Daimler-Benz. And Daimler-Benz bought the vans from FAWI. The trade partner was Daimler-Benz and Daimler-Benz has the spare parts for this cars.
Rajiv









