Quaife ATB Sperrdifferenzial

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
goolem
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Re: Quaife ATB Sperrdifferenzial

#16 

Beitrag von goolem »

Es geht ja nicht darum mit dem Sprinter ins harte Gelände zu fahren. Aber nur schon Sand reicht, um die elekt-ronischen Helferlein an ihre Grenzen zu bringen. Sobald ein Rad durchdreht, erfolgt der Bremseingriff und das Drehmoment wird auf die anderen Räder verteilt. Dies führt augenblicklich zu einem anderen durchdrehenden Rad und das Spiel geht munter weiter und der Sprinter beginnt zu «hüpfen». Alles schon mehrfach erlebt. Bei steileren Gravelroads mit leichter Verschränkung hat man halt auch schnell Schlupf und das stehenlassen des Gasfusses mit dem Bremseingriffen fühlt sich dann nicht wirklich materialschonend an.
Ein Sperrdiff würde die Bremseingriff auf die Vorderachse reduzieren.
Ich staune, dass es noch keine Lösung eine LowSlipDiffs in Europa gibt. Wäre mein Favorit. Darum interessiert mich die Frage, ob es Erfahrungen gibt ebenfalls.
farnham
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Re: Quaife ATB Sperrdifferenzial

#17 

Beitrag von farnham »

goolem hat geschrieben: 09 Mär 2026 17:47 Ein Sperrdiff würde die Bremseingriff auf die Vorderachse reduzieren.
Ich staune, dass es noch keine Lösung eine LowSlipDiffs in Europa gibt. Wäre mein Favorit. Darum interessiert mich die Frage, ob es Erfahrungen gibt ebenfalls.
Das Problem dabei: ein LSD ist eben genau kein Sperrdifferenzial. Es braucht, genau wie die elektronische Lösung, Drehzahldifferenz, um das durchdrehende Rad dann zu bremsen, sprich den Schlupf zu begrenzen. Also einfach im ersten Gang mit Standgas mit einem Rad in der Luft die 15% Steigung hochzufahren, wie das mit einem Geländefahrzeug mit gescheiter Untersetzung und Sperren geht, wird mit einem LSD nicht klappen. Beim Sprinter kommt dann noch häufig das Problem der fehlenden Mittelsperre dazu - die wichtigste Sperre überhaupt.

Ich hab beim Landcruiser das serienmäßig hinten vorhandenes LSD vor drei Jahren rausgeworfen und ein ordentliches ARB-Sperrdifferenzial eingebaut, was inbesondere bei langsamen, schiefen Passagen mit Umkipp- oder Absturzgefahr wirklich einen krassen Unterschied macht und die Sicherheit erheblich verbessert. Weiterhin nutze ich die Sperre auch ausgesprochen gern im H2, wenn ich mit einer Seite durch eine Schlammpfütze muss, während die andere Seite im Trockenen läuft. Auch das ging mit dem LSD nicht gescheit, was mit manuellen Freilaufnaben doppelt bitter war (zweimal Aussteigen pro Pfütze zum Sperren und Entsperren der Naben der Vorderachse).

In einer Hinsicht stimme ich dir allerdings voll und ganz zu: gesund sind die ruckartigen Bremseingriffe der Elektronik sicher nicht. Beim schlagartigen Abbremsen durchdehender Räder sind schon ganz anders dimensionierte Steckachsen in Stücke gegangen. Wenn man das häufig/regelmäßig nutzt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Verzahnung aufgibt - was man z.B. im Amiforum durchaus häufig vom Allradsprinter hört.
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