Kehraus bei Daimler
Re: Kehraus bei Daimler
Dienstag, 16. August 2005
Der –Fall- DaimlerChrysler
BaFin untersucht Insiderhandel
Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte einen Tag nach der Rücktrittsankündigung Schrempps knapp über eine Million Euro Gewinn mit Aktienoptionen gemacht.
Die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nach einem Zeitungsbericht erste Hinweise auf mögliche Kursmanipulationen und Insiderhandel mit den Aktien des Autokonzerns DaimlerChrysler. Sie will deshalb ihre Untersuchungen ausweiten.
Die Behörde habe eine förmliche Untersuchung des Börsenhandels vor der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Jürgen Schrempp eingeleitet, sagte eine Sprecherin der Behörde dem "Handelsblatt". Eine routinemäßige Voruntersuchung der BaFin habe Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Kapitalmarktgesetze ergeben. Angaben zu Personen machte die Behörde nicht. Von DaimlerChrysler war keine Stellungnahme zu erhalten.
Nach der Rücktrittsankündigung von Schrempp am 28. Juli hatte der Kurs der Daimler-Aktie um rund 20 Prozent zugelegt.
Kritiker behaupten, dass dabei Insidergeschäften Tür und Tor geöffnet war.
Grüße von Helmer
Der –Fall- DaimlerChrysler
BaFin untersucht Insiderhandel
Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte einen Tag nach der Rücktrittsankündigung Schrempps knapp über eine Million Euro Gewinn mit Aktienoptionen gemacht.
Die Bundesagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nach einem Zeitungsbericht erste Hinweise auf mögliche Kursmanipulationen und Insiderhandel mit den Aktien des Autokonzerns DaimlerChrysler. Sie will deshalb ihre Untersuchungen ausweiten.
Die Behörde habe eine förmliche Untersuchung des Börsenhandels vor der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Jürgen Schrempp eingeleitet, sagte eine Sprecherin der Behörde dem "Handelsblatt". Eine routinemäßige Voruntersuchung der BaFin habe Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Kapitalmarktgesetze ergeben. Angaben zu Personen machte die Behörde nicht. Von DaimlerChrysler war keine Stellungnahme zu erhalten.
Nach der Rücktrittsankündigung von Schrempp am 28. Juli hatte der Kurs der Daimler-Aktie um rund 20 Prozent zugelegt.
Kritiker behaupten, dass dabei Insidergeschäften Tür und Tor geöffnet war.
Grüße von Helmer
Re: Kehraus bei Daimler
Untreueverfahren geht weiter
Dienstag, 20. September 2005
Festnahme bei DaimlerChrysler
“Im Untreueverfahren beim Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler hat es die erste Verhaftung gegeben. Gleichzeitig weitete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Ermittlungen aus.
Nach Angaben der Justizbehörde wird dem ehemaligen Konzern-Mitarbeiter vorgeworfen, 3,5 Mio. Euro bei der "unberechtigten Vergabe eines Auftrags" veruntreut zu haben. Es bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr, teilte die Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, Tomke Beddies, mit.
Details wie etwa den Namen nannten weder die Justizbehörde noch DaimlerChrysler. Informierten Kreisen zufolge war der Manager auf der mittleren Führungsebene "im Umfeld der Bauabteilung" beschäftigt und war Anfang des Jahres aus dem Konzern ausgeschieden. In der Affäre wird insgesamt 20 Beschuldigten - Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern und Geschäftspartnern der DaimlerChrysler AG - Untreue und Bestechung vorgeworfen.
Am Dienstag weitete die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben ihre Untersuchungen aus und durchsuchte im Großraum Stuttgart die Geschäftsräume zweier ehemaliger DaimlerChrysler-Mitarbeiter sowie die eines Geschäftspartners. Die sichergestellten Unterlagen müssen noch ausgewertet werden. Im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten innerhalb des Vertriebsnetzes des Autokonzerns ermittelt die Behörde bereits seit Anfang des Jahres 2005.“
Grüße von Helmer
Dienstag, 20. September 2005
Festnahme bei DaimlerChrysler
“Im Untreueverfahren beim Stuttgarter Autokonzern DaimlerChrysler hat es die erste Verhaftung gegeben. Gleichzeitig weitete die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Ermittlungen aus.
Nach Angaben der Justizbehörde wird dem ehemaligen Konzern-Mitarbeiter vorgeworfen, 3,5 Mio. Euro bei der "unberechtigten Vergabe eines Auftrags" veruntreut zu haben. Es bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr, teilte die Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, Tomke Beddies, mit.
Details wie etwa den Namen nannten weder die Justizbehörde noch DaimlerChrysler. Informierten Kreisen zufolge war der Manager auf der mittleren Führungsebene "im Umfeld der Bauabteilung" beschäftigt und war Anfang des Jahres aus dem Konzern ausgeschieden. In der Affäre wird insgesamt 20 Beschuldigten - Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern und Geschäftspartnern der DaimlerChrysler AG - Untreue und Bestechung vorgeworfen.
Am Dienstag weitete die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben ihre Untersuchungen aus und durchsuchte im Großraum Stuttgart die Geschäftsräume zweier ehemaliger DaimlerChrysler-Mitarbeiter sowie die eines Geschäftspartners. Die sichergestellten Unterlagen müssen noch ausgewertet werden. Im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten innerhalb des Vertriebsnetzes des Autokonzerns ermittelt die Behörde bereits seit Anfang des Jahres 2005.“
Grüße von Helmer
Re: Kehraus bei Daimler
Report Mainz hat in dieser Woche einen Interessanten Beitrag dazu gesendet. Schaut doch mal rein:
http://www.swr.de/report/archiv/sendung ... rames.html
http://www.swr.de/report/archiv/sendung ... rames.html
Wolfgang 316cdi, lang, hoch, Sprint-Shift, manufacted by ourselfs
Re: Kehraus bei Daimler
Sonntag, 15 Januar 2006

Ermittlungen im "Oil-for-Food"-Korruptionsskandal
"Oil-for-Food"-Skandal: DaimlerChrysler-Manager angeblich beurlaubt
Im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal um das UN-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel soll der Automobilkonzern DaimlerChrysler mehrere Manager beurlaubt haben. Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) wurde auch der für die Bereiche Afrika, Asien und Mittlerer Osten zuständige Leiter von seinen Tätigkeiten entbunden.
Insgesamt wurden nach Angaben des Magazins "Der Spiegel" neun Manager vom Dienst freigestellt. Die "Bild"-Zeitung berichtet von sechs hochrangigen Managern der DaimlerChrysler-Vertriebssparte Overseas und ihren Mitarbeitern.
Schmiergelder, um Lastwagen zu verkaufen?
Die Vereinten Nationen (UN) und die US-Börsenaufsicht SEC untersuchen mögliche Verstöße DaimlerChryslers gegen Irak-Sanktionen der Weltorganisation. Mehrere Mitarbeiter des Konzerns werden laut "Spiegel" verdächtigt, Schmiergelder gezahlt zu haben, um im Rahmen des Programms "Öl für Lebensmittel" ("Oil for Food" ) Lastwagen an das ehemalige irakische Regime von Saddam Hussein verkaufen zu können.
Kein Kommentar zu personellen Konsequenzen
Eine Unternehmenssprecherin sagte dem Magazin: "Wir können uns zu Details des Verfahrens nicht äußern." Auf Anfrage des (SWR) wollte sich das Unternehmen nicht zu personellen Konsequenzen äußern und verwies auf die laufenden internen Ermittlungen. Man habe der US-Börsenaufsicht und dem amerikanischen Justizministerium Informationen über bestimmte Konten, Transaktionen und Zahlungen zur Verfügung gestellt.
Kommission: Mehr als 2000 Firmen verwickelt
Die Ermittlungen gehen zurück auf den Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission Ende Oktober 2005. Die Kommission hatte die Aufgabe, Licht in die Korruptionsvorwürfe in Zusammenhang mit dem UN-Programm "Öl für Lebensmittel" zu bringen. Sie fand heraus, dass weltweit mehr als 2000 Firmen an dem Korruptionsskandal beteiligt waren. Auf der Liste der Kommission fanden sich auch die deutschen Firmen Siemens und DaimlerChrysler. Die Firmen hätten die Regierungen des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein bestochen, um an Aufträge zu kommen.
Transpareny International: Firmen nicht schuldfähig
Der Vorsitzende der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International (TI), Hansjörg Elshorst, wies im Interview mit tagesschau.de bereits im Oktober darauf hin, dass den Unternehmen keine Strafe droht. Sie seien nicht schuldfähig. Verklagt werden könnten nur Mitarbeiter, die in die Schmiergeldzahlungen direkt einbezogen gewesen seien. "Die Konsequenz ist natürlich, dass eine Firma relativ leicht das 'Problem lösen' kann, indem sie einen Mitarbeiter, der so etwas gemacht hat, rausschmeißt."
Programm sollte Folgen der Sanktionen abmildern
Das 64 Milliarden Dollar umfassende Programm erlaubte Saddam von 1996 bis 2003, in kontrolliertem Rahmen Öl zu verkaufen und im Gegenzug dafür Lebensmittel sowie Medikamente zu kaufen. Dies sollte die Folgen der Wirtschaftssanktionen für das irakische Volk abmildern. Sie waren 1990 nach dem Einmarsch des Irak in Kuwait verhängt worden und sollten Saddam zur Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft zwingen.
Vorwurf: Schmiergelder an mehrere Länder gezahlt
Das US-Justizministerium ermittelt nach Informationen des "Spiegel" außerdem gegen DaimlerChrysler, weil führende Manager angeblich in mehr als einem Dutzend Länder Schmiergelder gezahlt haben sollen. Diese Untersuchungen sollen auf die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters des Konzerns zurückgehen. Der Mann behaupte, er sei entlassen worden, weil er sich intern über Schmiergeldzahlungen beschwert habe.
Quelle: tagesschau.de
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Ermittlungen im "Oil-for-Food"-Korruptionsskandal
"Oil-for-Food"-Skandal: DaimlerChrysler-Manager angeblich beurlaubt
Im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal um das UN-Hilfsprogramm "Öl für Lebensmittel soll der Automobilkonzern DaimlerChrysler mehrere Manager beurlaubt haben. Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) wurde auch der für die Bereiche Afrika, Asien und Mittlerer Osten zuständige Leiter von seinen Tätigkeiten entbunden.
Insgesamt wurden nach Angaben des Magazins "Der Spiegel" neun Manager vom Dienst freigestellt. Die "Bild"-Zeitung berichtet von sechs hochrangigen Managern der DaimlerChrysler-Vertriebssparte Overseas und ihren Mitarbeitern.
Schmiergelder, um Lastwagen zu verkaufen?
Die Vereinten Nationen (UN) und die US-Börsenaufsicht SEC untersuchen mögliche Verstöße DaimlerChryslers gegen Irak-Sanktionen der Weltorganisation. Mehrere Mitarbeiter des Konzerns werden laut "Spiegel" verdächtigt, Schmiergelder gezahlt zu haben, um im Rahmen des Programms "Öl für Lebensmittel" ("Oil for Food" ) Lastwagen an das ehemalige irakische Regime von Saddam Hussein verkaufen zu können.
Kein Kommentar zu personellen Konsequenzen
Eine Unternehmenssprecherin sagte dem Magazin: "Wir können uns zu Details des Verfahrens nicht äußern." Auf Anfrage des (SWR) wollte sich das Unternehmen nicht zu personellen Konsequenzen äußern und verwies auf die laufenden internen Ermittlungen. Man habe der US-Börsenaufsicht und dem amerikanischen Justizministerium Informationen über bestimmte Konten, Transaktionen und Zahlungen zur Verfügung gestellt.
Kommission: Mehr als 2000 Firmen verwickelt
Die Ermittlungen gehen zurück auf den Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission Ende Oktober 2005. Die Kommission hatte die Aufgabe, Licht in die Korruptionsvorwürfe in Zusammenhang mit dem UN-Programm "Öl für Lebensmittel" zu bringen. Sie fand heraus, dass weltweit mehr als 2000 Firmen an dem Korruptionsskandal beteiligt waren. Auf der Liste der Kommission fanden sich auch die deutschen Firmen Siemens und DaimlerChrysler. Die Firmen hätten die Regierungen des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein bestochen, um an Aufträge zu kommen.
Transpareny International: Firmen nicht schuldfähig
Der Vorsitzende der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International (TI), Hansjörg Elshorst, wies im Interview mit tagesschau.de bereits im Oktober darauf hin, dass den Unternehmen keine Strafe droht. Sie seien nicht schuldfähig. Verklagt werden könnten nur Mitarbeiter, die in die Schmiergeldzahlungen direkt einbezogen gewesen seien. "Die Konsequenz ist natürlich, dass eine Firma relativ leicht das 'Problem lösen' kann, indem sie einen Mitarbeiter, der so etwas gemacht hat, rausschmeißt."
Programm sollte Folgen der Sanktionen abmildern
Das 64 Milliarden Dollar umfassende Programm erlaubte Saddam von 1996 bis 2003, in kontrolliertem Rahmen Öl zu verkaufen und im Gegenzug dafür Lebensmittel sowie Medikamente zu kaufen. Dies sollte die Folgen der Wirtschaftssanktionen für das irakische Volk abmildern. Sie waren 1990 nach dem Einmarsch des Irak in Kuwait verhängt worden und sollten Saddam zur Kooperation mit der internationalen Gemeinschaft zwingen.
Vorwurf: Schmiergelder an mehrere Länder gezahlt
Das US-Justizministerium ermittelt nach Informationen des "Spiegel" außerdem gegen DaimlerChrysler, weil führende Manager angeblich in mehr als einem Dutzend Länder Schmiergelder gezahlt haben sollen. Diese Untersuchungen sollen auf die Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters des Konzerns zurückgehen. Der Mann behaupte, er sei entlassen worden, weil er sich intern über Schmiergeldzahlungen beschwert habe.
Quelle: tagesschau.de
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Re: Kehraus bei Daimler
Donnerstag, 19. Januar 2006
DaimlerChrysler wg Schrempp-Rücktritt im Visier der Justiz
(Zusammenfassung)
STUTTGART (Dow Jones)--Für die DaimlerChrysler AG ist ein halbes Jahr nach der Rücktrittsankündigung des Vorstandsvorsitzenden die Aera Jürgen Schrempp noch lange nicht abgeschlossen. Der deutsch-amerikanische Automobilhersteller befindet sich auf beiden Seiten des Atlantiks im Visier der Justiz. Während hierzulande nun sogar der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper in Insider-Verdacht geraten ist, ermitteln die US-Justizbehörden wegen schwarzen Konten und Bestechung.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung", wonach gegen Kopper wegen des möglichen Verstoßes gegen Insiderrichtlinien ermittelt wird. Kopper soll den Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, über den Rücktritt von Schrempp informiert haben - und zwar noch vor der offiziellen Bekanntgabe, wie die Zeitung schreibt. Kopper war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz ist nicht nur der Handel auf Basis von Insider-Informationen, sondern auch deren unbefugte Weitergabe verboten. Sollte der Zeitungsbericht der Wahrheit entsprechen, stellt sich die Frage, ob Ackermann sein Wissen tatsächlich genutzt hat. Tatsache ist, dass die Deutsche Bank nach der Mitteilung über Schrempps Rücktritt Daimler-Aktien für knapp 1,4 Mrd EUR verkauft hat. Dieses Geschäft ist offenbar aber nicht Gegenstand der Untersuchungen.
Dagegen sei die Staatsanwaltschaft auf eine zweite, um ein Vielfaches kleinere Transaktion im Umfeld der Deutschen Bank gestoßen, wie die Zeitung weiter berichtete. Dabei soll bei einem komplizierten Optionsgeschäft ein einstelliger Millionengewinn in Euro erzielt worden sein. Womöglich dank Insiderwissen über Schrempps Rücktrittsankündigung, so die Zeitung.
Gegen Verantwortliche der Deutschen Bank wird derzeit nach Auskunft der Stuttgarter Staatsanwaltschaft jedoch nicht ermittelt. Weder DaimlerChrysler noch die Deutsche Bank wollten sich zu den Vorfällen äußern.
Schrempp, der insgesamt 10 Jahre lang an der Spitze des Stuttgarter Konzerns stand, hatte bereits im Juli 2005 seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Kurz darauf war der Kurs der Daimler-Aktien um über 10% gestiegen. Allerdings keimte schnell der Verdacht auf, dass manche Insider die Information schon vorher zum Handel mit Daimler-Aktien genutzt hätten.
Tatsächlich fand das Bundesamt für Finanzdienstleistung (BaFin) auffällige Transaktionen, worauf schließlich auch die Staatsanwaltschaft in Stuttgart Ermittlungen einleitete. Dabei richtete sich der Verdacht unter anderem auch gegen zwei hochrangige DaimlerChrysler-Manager. Später wurden diese Ermittlungen jedoch eingestellt.
Bereits vor Gericht befinden sich hingegen zwei Schadensersatzklagen von Kleinaktionären, die den Anwälten zufolge zu Musterprozessen über die neuen Ad-hoc-Richtlinien werden sollen. Im Grundsatz wird DaimlerChrysler bei beiden Verfahren vorgeworfen, die Anleger zu spät über den Rücktritt Schrempps informiert zu haben. Diese werden in der kommenden Woche vor dem Amtsgericht und dem Landgericht in Stuttgart verhandelt und dürften bis vor den Bundesgerichtshof gehen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks gerät DaimlerChrysler Medienberichten zufolge wegen möglicher Schmiergeldzahlungen und schwarzen Konten immer stärker unter Druck. Sowohl die US-Börsenaufsicht SEC als auch die dortigen Justizbehörden ermitteln schon seit Sommer 2004 wegen möglicher Verstöße gegen Antibestechungs- und Buchführungsvorschriften.
Dabei wird dem Automobilhersteller unter anderem auch die Zahlung von Schmiergeldern im Rahmen des Öl-für-Lebensmittel-Programms an die irakische Regierung vorgeworfen. Der "Spiegel" berichtete vor kurzem, dass deshalb neun Manager von DaimlerChrysler beurlaubt worden seien.
Einem Beitrag des "Stern" zufolge hat die SEC in der Stuttgarter Zentrale offenbar zahlreiche "Krokodilkonten" entdeckt, über die Schmiergeld außerhalb der Bilanz abgewickelt worden sein soll. DaimlerChrysler wollte sich zu diesen Vorwürfen nicht äußern und verwies auf das noch laufende Verfahren.
Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) hält es für wahrscheinlich, dass die Ermittlungen gegen Kopper auf eine gezielte Indiskretion zurückgehen. "Wir erwarten, dass der Aufsichtsratsvorsitzende und DaimlerChrysler mit der Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung des Sachverhalts zusammenarbeiten", so Pressesprecher Jürgen Kurz. Bis auf weiteres gelte die Unschuldsvermutung. Sollte es aber tatsächlich zu einer Anklage kommen, sei Kopper als AR-Vorsitzender nicht mehr zu halten.
faz.net
Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires
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DaimlerChrysler wg Schrempp-Rücktritt im Visier der Justiz
(Zusammenfassung)
STUTTGART (Dow Jones)--Für die DaimlerChrysler AG ist ein halbes Jahr nach der Rücktrittsankündigung des Vorstandsvorsitzenden die Aera Jürgen Schrempp noch lange nicht abgeschlossen. Der deutsch-amerikanische Automobilhersteller befindet sich auf beiden Seiten des Atlantiks im Visier der Justiz. Während hierzulande nun sogar der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper in Insider-Verdacht geraten ist, ermitteln die US-Justizbehörden wegen schwarzen Konten und Bestechung.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung", wonach gegen Kopper wegen des möglichen Verstoßes gegen Insiderrichtlinien ermittelt wird. Kopper soll den Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG, Josef Ackermann, über den Rücktritt von Schrempp informiert haben - und zwar noch vor der offiziellen Bekanntgabe, wie die Zeitung schreibt. Kopper war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz ist nicht nur der Handel auf Basis von Insider-Informationen, sondern auch deren unbefugte Weitergabe verboten. Sollte der Zeitungsbericht der Wahrheit entsprechen, stellt sich die Frage, ob Ackermann sein Wissen tatsächlich genutzt hat. Tatsache ist, dass die Deutsche Bank nach der Mitteilung über Schrempps Rücktritt Daimler-Aktien für knapp 1,4 Mrd EUR verkauft hat. Dieses Geschäft ist offenbar aber nicht Gegenstand der Untersuchungen.
Dagegen sei die Staatsanwaltschaft auf eine zweite, um ein Vielfaches kleinere Transaktion im Umfeld der Deutschen Bank gestoßen, wie die Zeitung weiter berichtete. Dabei soll bei einem komplizierten Optionsgeschäft ein einstelliger Millionengewinn in Euro erzielt worden sein. Womöglich dank Insiderwissen über Schrempps Rücktrittsankündigung, so die Zeitung.
Gegen Verantwortliche der Deutschen Bank wird derzeit nach Auskunft der Stuttgarter Staatsanwaltschaft jedoch nicht ermittelt. Weder DaimlerChrysler noch die Deutsche Bank wollten sich zu den Vorfällen äußern.
Schrempp, der insgesamt 10 Jahre lang an der Spitze des Stuttgarter Konzerns stand, hatte bereits im Juli 2005 seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Kurz darauf war der Kurs der Daimler-Aktien um über 10% gestiegen. Allerdings keimte schnell der Verdacht auf, dass manche Insider die Information schon vorher zum Handel mit Daimler-Aktien genutzt hätten.
Tatsächlich fand das Bundesamt für Finanzdienstleistung (BaFin) auffällige Transaktionen, worauf schließlich auch die Staatsanwaltschaft in Stuttgart Ermittlungen einleitete. Dabei richtete sich der Verdacht unter anderem auch gegen zwei hochrangige DaimlerChrysler-Manager. Später wurden diese Ermittlungen jedoch eingestellt.
Bereits vor Gericht befinden sich hingegen zwei Schadensersatzklagen von Kleinaktionären, die den Anwälten zufolge zu Musterprozessen über die neuen Ad-hoc-Richtlinien werden sollen. Im Grundsatz wird DaimlerChrysler bei beiden Verfahren vorgeworfen, die Anleger zu spät über den Rücktritt Schrempps informiert zu haben. Diese werden in der kommenden Woche vor dem Amtsgericht und dem Landgericht in Stuttgart verhandelt und dürften bis vor den Bundesgerichtshof gehen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks gerät DaimlerChrysler Medienberichten zufolge wegen möglicher Schmiergeldzahlungen und schwarzen Konten immer stärker unter Druck. Sowohl die US-Börsenaufsicht SEC als auch die dortigen Justizbehörden ermitteln schon seit Sommer 2004 wegen möglicher Verstöße gegen Antibestechungs- und Buchführungsvorschriften.
Dabei wird dem Automobilhersteller unter anderem auch die Zahlung von Schmiergeldern im Rahmen des Öl-für-Lebensmittel-Programms an die irakische Regierung vorgeworfen. Der "Spiegel" berichtete vor kurzem, dass deshalb neun Manager von DaimlerChrysler beurlaubt worden seien.
Einem Beitrag des "Stern" zufolge hat die SEC in der Stuttgarter Zentrale offenbar zahlreiche "Krokodilkonten" entdeckt, über die Schmiergeld außerhalb der Bilanz abgewickelt worden sein soll. DaimlerChrysler wollte sich zu diesen Vorwürfen nicht äußern und verwies auf das noch laufende Verfahren.
Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) hält es für wahrscheinlich, dass die Ermittlungen gegen Kopper auf eine gezielte Indiskretion zurückgehen. "Wir erwarten, dass der Aufsichtsratsvorsitzende und DaimlerChrysler mit der Staatsanwaltschaft bei der Aufklärung des Sachverhalts zusammenarbeiten", so Pressesprecher Jürgen Kurz. Bis auf weiteres gelte die Unschuldsvermutung. Sollte es aber tatsächlich zu einer Anklage kommen, sei Kopper als AR-Vorsitzender nicht mehr zu halten.
faz.net
Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires
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Re: Kehraus bei Daimler
Freitag 03.02.2006
Aufsichtsamt ermittelt***Insiderverstöße bei Daimler***DaimlerChrysler unter Verdacht

Finanzaufsicht prüft weitere Fälle bei DaimlerChrysler
Die Finanzaufsicht prüft nach einem Zeitungsbericht in zwei weiteren Fällen, ob DaimlerChrysler gegen Veröffentlichungspflichten verstoßen hat. Dabei geht es nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagsausgabe) um den Stellenabbau bei Mercedes und in der Verwaltung von DaimlerChrysler.
Der Konzern hatte am späten Nachmittag des 28. September bekannt gegeben, dass der Konzernvorstand den Abbau von 8.500 Stellen bei Mercedes in Deutschland festgelegt habe. Zudem habe der Aufsichtsrat den Vorstand dazu ermächtigt, dafür 950 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Anlass für die Untersuchung ist nach Angaben einer Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), dass verschiedene Medien bereits an diesem Tag über den bevorstehenden Jobabbau berichteten, hieß es in dem Blatt.
Sollte es sich dabei um eine Insiderinformation gehandelt haben, hätte diese, sobald sie an Außenstehende gelangt ist¬, auch vom Konzern umgehend veröffentlicht werden müssen, hieß es in der Zeitung. Sollte sich herausstellen, dass Daimler tatsächlich zu lange mit der Veröffentlichung gewartet hat, könnte dem Konzern ein Bußgeld von bis zu einer Mio. Euro drohen. Das Unternehmen bestätigte der Zeitung, dass die Bafin bereits am 30. September 2005 ein Auskunftsersuchen an den Konzern gerichtet hat. (dpa)
Die ganze Meldung gibt es hier >>
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Aufsichtsamt ermittelt***Insiderverstöße bei Daimler***DaimlerChrysler unter Verdacht
Finanzaufsicht prüft weitere Fälle bei DaimlerChrysler
Die Finanzaufsicht prüft nach einem Zeitungsbericht in zwei weiteren Fällen, ob DaimlerChrysler gegen Veröffentlichungspflichten verstoßen hat. Dabei geht es nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagsausgabe) um den Stellenabbau bei Mercedes und in der Verwaltung von DaimlerChrysler.
Der Konzern hatte am späten Nachmittag des 28. September bekannt gegeben, dass der Konzernvorstand den Abbau von 8.500 Stellen bei Mercedes in Deutschland festgelegt habe. Zudem habe der Aufsichtsrat den Vorstand dazu ermächtigt, dafür 950 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Anlass für die Untersuchung ist nach Angaben einer Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), dass verschiedene Medien bereits an diesem Tag über den bevorstehenden Jobabbau berichteten, hieß es in dem Blatt.
Sollte es sich dabei um eine Insiderinformation gehandelt haben, hätte diese, sobald sie an Außenstehende gelangt ist¬, auch vom Konzern umgehend veröffentlicht werden müssen, hieß es in der Zeitung. Sollte sich herausstellen, dass Daimler tatsächlich zu lange mit der Veröffentlichung gewartet hat, könnte dem Konzern ein Bußgeld von bis zu einer Mio. Euro drohen. Das Unternehmen bestätigte der Zeitung, dass die Bafin bereits am 30. September 2005 ein Auskunftsersuchen an den Konzern gerichtet hat. (dpa)
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Re: Kehraus bei Daimler
Dienstag 07.03.2006
DER SKEPTIKER: Kampf gegen Korruption beginnt in der Zentrale
Von Arindam Nag
EINE KOLUMNE VON DOW JONES NEWSWIRES
LONDON (Dow Jones)--Respekt! DaimlerChrysler hat ein klares Signal gesetzt auf der Angebotsseite des Schmiergeldsumpfes.
Der Fahrzeughersteller hat am Montag kein Blatt vor den Mund genommen, als er einräumte, "inkorrekte" Zahlungen in Afrika, Asien und Osteuropa geleistet zu haben. Die betroffenen Führungskräfte mussten das Unternehmen verlassen.
Ein Vorgehen wie dieses - klares Schuldeingeständnis in Verbindung mit einer sofortigen Säuberungsaktion - sollte beispielhaft für multinationale Unternehmen sein, die außerhalb der großen Zentren Geschäfte machen, insbesondere wenn die lokalen Töchter unabhängig von dem Management der Mutter agieren können.
"Think global, act local" war das Schlagwort von Management-Gurus zur Ausweitung des Geschäfts. Doch es löste einen schmutzigen Wettbewerb vor Ort aus, oftmals resultierend in Korruptionsformen wie Schmiergelder für die Entscheider oder Vetternwirtschaft zwischen den Managern vor Ort und ihren Kontrolleuren.
Neben DaimlerChrysler gibt es viele andere Großunternehmen, die sich umfassenden Bestechungsvorwürfen ausgesetzt sehen. Vor zwei Jahren hatte PriceWaterhouseCoopers herausgefunden, dass 49% von 3.600 befragten Unternehmen mindestens vier Mal Schmiergelder angeboten oder gezahlt haben.
Der so genannte Foreign Corrupt Practices Act in den USA und die Arbeitsgruppe Bestechung der OECD haben schon einen weiten Weg zurückgelegt, um in den Gesetzen zu verankern, dass Bestechung illegal ist. Außerdem hat die UN-Konvention gegen Korruption die meisten Staaten verpflichtet, Anti-Bestechungsgesetze zu verabschieden.
Doch der Kampf gegen Bestechung bleibt schwierig.
Die lokalen Gesellschaften vieler Unternehmen müssen Gewinn- und Umsatzziele erfüllen. Vielfach sind die Gehälter der entsandten Manager direkt mit diesen Zielen verknüpft. Die Versuchung, Verträge zu "gewinnen" und die Vorgaben mit Hilfe lokaler Revisoren zu erfüllen, ist groß.
Die Wachsamkeit beginnt bei den Buchprüfern und hier müssen die Bemühungen intensiviert werden, damit diese Warnsignale an die zuständigen Behörden senden. Sicherlich, die Prüfer werden von den Unternehmen beauftragt und bezahlt, doch ihre Aufgabe ist auch und gerade, Korruption zu verhindern.
In den USA ist ein Gremium zur Prüfung der Prüfer durch die Börsenaufsicht SEC eingesetzt worden. Die Prüfungsgesellschaften beginnen den Druck zu spüren, die Bücher ihrer Kunden gezielter zu durchleuchten.
In Europa ist die Aufsicht der Bilanzprüfer noch nicht so strikt. Wenn Daimlers Prüfer, interne wie externe, die richtigen Fragen bei der Prüfung der Bilanzen für 2003 und 2004 aufgeworfen hätten, wären die Bestechungswarnsignale wohl schon früher aufgeleuchtet.
Die Behörden in Europa, besonders in Deutschland, müssen daran gehen, die Verzögerungen bei den Steuerprüfungen zu verkürzen. Wenn es ein oder zwei Jahre Verzug sind, ermöglicht dies Managern durchaus, sich dem Röntgenblick der Steuerprüfer zu entziehen.
Das entschlossene Agieren von DaimlerChrysler wird ohne Zweifel vielen Managern in multinationalen Unternehmen, die außerhalb der westlichen Welt agieren, einen Schauer über den Rücken jagen. Aber es sollte auch eine heilsame Botschaft aussenden: Die effektive Bekämpfung von Korruption im Ausland fängt in der Unternehmenszentrale an.
(Arindam Nag berichtet seit 15 Jahren über Wirtschafts- und Finanzthemen in Asien, Europa und den USA...
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DDP
DaimlerChrysler-Chef Zetsche: Ethisches und transparentes Verhalten sicherstellen
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DER SKEPTIKER: Kampf gegen Korruption beginnt in der Zentrale
Von Arindam Nag
EINE KOLUMNE VON DOW JONES NEWSWIRES
LONDON (Dow Jones)--Respekt! DaimlerChrysler hat ein klares Signal gesetzt auf der Angebotsseite des Schmiergeldsumpfes.
Der Fahrzeughersteller hat am Montag kein Blatt vor den Mund genommen, als er einräumte, "inkorrekte" Zahlungen in Afrika, Asien und Osteuropa geleistet zu haben. Die betroffenen Führungskräfte mussten das Unternehmen verlassen.
Ein Vorgehen wie dieses - klares Schuldeingeständnis in Verbindung mit einer sofortigen Säuberungsaktion - sollte beispielhaft für multinationale Unternehmen sein, die außerhalb der großen Zentren Geschäfte machen, insbesondere wenn die lokalen Töchter unabhängig von dem Management der Mutter agieren können.
"Think global, act local" war das Schlagwort von Management-Gurus zur Ausweitung des Geschäfts. Doch es löste einen schmutzigen Wettbewerb vor Ort aus, oftmals resultierend in Korruptionsformen wie Schmiergelder für die Entscheider oder Vetternwirtschaft zwischen den Managern vor Ort und ihren Kontrolleuren.
Neben DaimlerChrysler gibt es viele andere Großunternehmen, die sich umfassenden Bestechungsvorwürfen ausgesetzt sehen. Vor zwei Jahren hatte PriceWaterhouseCoopers herausgefunden, dass 49% von 3.600 befragten Unternehmen mindestens vier Mal Schmiergelder angeboten oder gezahlt haben.
Der so genannte Foreign Corrupt Practices Act in den USA und die Arbeitsgruppe Bestechung der OECD haben schon einen weiten Weg zurückgelegt, um in den Gesetzen zu verankern, dass Bestechung illegal ist. Außerdem hat die UN-Konvention gegen Korruption die meisten Staaten verpflichtet, Anti-Bestechungsgesetze zu verabschieden.
Doch der Kampf gegen Bestechung bleibt schwierig.
Die lokalen Gesellschaften vieler Unternehmen müssen Gewinn- und Umsatzziele erfüllen. Vielfach sind die Gehälter der entsandten Manager direkt mit diesen Zielen verknüpft. Die Versuchung, Verträge zu "gewinnen" und die Vorgaben mit Hilfe lokaler Revisoren zu erfüllen, ist groß.
Die Wachsamkeit beginnt bei den Buchprüfern und hier müssen die Bemühungen intensiviert werden, damit diese Warnsignale an die zuständigen Behörden senden. Sicherlich, die Prüfer werden von den Unternehmen beauftragt und bezahlt, doch ihre Aufgabe ist auch und gerade, Korruption zu verhindern.
In den USA ist ein Gremium zur Prüfung der Prüfer durch die Börsenaufsicht SEC eingesetzt worden. Die Prüfungsgesellschaften beginnen den Druck zu spüren, die Bücher ihrer Kunden gezielter zu durchleuchten.
In Europa ist die Aufsicht der Bilanzprüfer noch nicht so strikt. Wenn Daimlers Prüfer, interne wie externe, die richtigen Fragen bei der Prüfung der Bilanzen für 2003 und 2004 aufgeworfen hätten, wären die Bestechungswarnsignale wohl schon früher aufgeleuchtet.
Die Behörden in Europa, besonders in Deutschland, müssen daran gehen, die Verzögerungen bei den Steuerprüfungen zu verkürzen. Wenn es ein oder zwei Jahre Verzug sind, ermöglicht dies Managern durchaus, sich dem Röntgenblick der Steuerprüfer zu entziehen.
Das entschlossene Agieren von DaimlerChrysler wird ohne Zweifel vielen Managern in multinationalen Unternehmen, die außerhalb der westlichen Welt agieren, einen Schauer über den Rücken jagen. Aber es sollte auch eine heilsame Botschaft aussenden: Die effektive Bekämpfung von Korruption im Ausland fängt in der Unternehmenszentrale an.
(Arindam Nag berichtet seit 15 Jahren über Wirtschafts- und Finanzthemen in Asien, Europa und den USA...
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DDPDaimlerChrysler-Chef Zetsche: Ethisches und transparentes Verhalten sicherstellen
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Re: Kehraus bei Daimler
Samstag, 11.03.06
Daimler-Vertriebsaffäre
Durchsuchung bei Mercedes

Die Unternehmenszentrale ist ins Visier der Ermittler geraten
Im Ermittlungsverfahren gegen den früheren Deutschland-Vertriebschef von DaimlerChrysler, Eckhard Panka, hat die Staatsanwaltschaft am 2. März die Mercedes-Niederlassung Stuttgart und zwei Privatwohnungen durchsucht.
Wie FOCUS meldet, ging es dabei um Zeugenaussagen, Panka habe sein Privathaus im Münchner Stadtteil Pasing auf Kosten von DaimlerChrysler umbauen lassen. Dabei seien Leistungen über Verkaufszentren für das Luxusmodell Maybach verbucht worden.
Panka-Anwalt Wolfgang Bendler verteidigte in FOCUS seinen Mandanten. „Die Unterstützung bei den Umbaumaßnahmen ist vom DaimlerChrysler-Vorstand genehmigt worden.“ Die Arbeiten selbst seien von einem Generalunternehmer ausgeführt und komplett von Panka bezahlt worden.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt in dem Gesamtverfahren um Baumaßnahmen und Graumarktgeschäfte derzeit gegen insgesamt 17 Personen wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit.
(Quelle: FOCUS)
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Daimler-Vertriebsaffäre
Durchsuchung bei Mercedes

Die Unternehmenszentrale ist ins Visier der Ermittler geraten
Im Ermittlungsverfahren gegen den früheren Deutschland-Vertriebschef von DaimlerChrysler, Eckhard Panka, hat die Staatsanwaltschaft am 2. März die Mercedes-Niederlassung Stuttgart und zwei Privatwohnungen durchsucht.
Wie FOCUS meldet, ging es dabei um Zeugenaussagen, Panka habe sein Privathaus im Münchner Stadtteil Pasing auf Kosten von DaimlerChrysler umbauen lassen. Dabei seien Leistungen über Verkaufszentren für das Luxusmodell Maybach verbucht worden.
Panka-Anwalt Wolfgang Bendler verteidigte in FOCUS seinen Mandanten. „Die Unterstützung bei den Umbaumaßnahmen ist vom DaimlerChrysler-Vorstand genehmigt worden.“ Die Arbeiten selbst seien von einem Generalunternehmer ausgeführt und komplett von Panka bezahlt worden.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt in dem Gesamtverfahren um Baumaßnahmen und Graumarktgeschäfte derzeit gegen insgesamt 17 Personen wegen des Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit.
(Quelle: FOCUS)
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Re: Kehraus bei Daimler
Dienstag, 28.03.2006
Stuttgart
Ermittlungen gegen Grässlin eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen gegen Jürgen Grässlin eingestellt. Dies berichten die "Stuttgarter Nachrichten" in ihrer Dienstagsausgabe. Gegen den Buchautor und Kritiker des früheren DaimlerChrysler-Chefs Jürgen Schrempp war wegen des Verdachts des Insiderhandels ermittelt worden.

Jürgen Grässlin
Die Ermittler hätten keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Grässlin aus seinem angeblichen Wissen über den bevorstehenden Rückzug von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp im Juli 2005 finanziell Kapital geschlagen habe. Grässlin ist Vorsitzender des Dachverbandes Kritische Aktionäre bei DaimlerChrysler.
Die Staatsanwaltschaft habe die Akten aber an die Finanzaufsichtsbehörde BaFin weitergeleitet, heißt es in dem Bericht weiter. Dort werde nun geprüft, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden könne.
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Stuttgart
Ermittlungen gegen Grässlin eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ihre Ermittlungen gegen Jürgen Grässlin eingestellt. Dies berichten die "Stuttgarter Nachrichten" in ihrer Dienstagsausgabe. Gegen den Buchautor und Kritiker des früheren DaimlerChrysler-Chefs Jürgen Schrempp war wegen des Verdachts des Insiderhandels ermittelt worden.

Jürgen Grässlin
Die Ermittler hätten keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Grässlin aus seinem angeblichen Wissen über den bevorstehenden Rückzug von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp im Juli 2005 finanziell Kapital geschlagen habe. Grässlin ist Vorsitzender des Dachverbandes Kritische Aktionäre bei DaimlerChrysler.
Die Staatsanwaltschaft habe die Akten aber an die Finanzaufsichtsbehörde BaFin weitergeleitet, heißt es in dem Bericht weiter. Dort werde nun geprüft, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege, die mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden könne.
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Re: Kehraus bei Daimler
Mittwoch, 29. März 2006
Spätfolgen von Schrempp-Rücktritt
Staatsanwaltschaft stellt Insider-Ermittlungen bei Daimler ein
Sieben Monate nach Beginn der Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Insiderhandels mit Aktien des Daimler-Konzerns hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen ergebnislos abgebrochen.
hz FRANKFURT. Wie eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, seien die Ermittlungen komplett eingestellt worden. Neben dem Buchautor und Daimler-Kritiker Jürgen Grässlin haben sich damit laut mit der Ermittlung vertrauten Kreisen auch die Vorwürfe gegen den Spediteur Gerhard Schweinle nicht erhärtet. Dass auch gegen Schweinle ermittelt wurde, hatten die Ermittler aus Gründen des Persönlichkeitschutzes nie bestätigt. Auf Schweinles Informationen beruhten nach Handelsblatt-Informationen die von Grässlin vorgetragenen Vorwürfe, auf Grund derer die Staatsanwaltschaft gegen zwei hochrangige Daimler-Manager zu ermitteln begann.
Grässlin hatte behauptet, von dem Rückzug von Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp vorab informiert gewesen zu sein und Kenntnis darüber zu haben, dass zwei Daimler-Manager Insidergeschäfte getätigt hätten. Entsprechende Untersuchungen der Staatsanwaltschaft gegen die Daimler-Mitarbeiter waren allerdings bereits im November eingestellt worden. Die Bekanntgabe des überraschenden Wechsels von Jürgen Schrempp auf Dieter Zetsche an der Spitze des Konzerns hatte den Daimler-Aktienkurs binnen Minuten um 10 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Ermittler hatten im Zuge der Untersuchung auch die Privaträume von Grässlin sowie die Wohnung des Spediteurs Schweinle durchsucht, weil sie wissen wollten, wer die Quelle für die Anschuldigungen war. Zudem wurde überprüft, ob die beiden Daimler-Kritiker selbst Vorteil aus ihren Informationen gezogen hatten. Die Ermittler fanden aber keine Anhaltspunkte dafür, dass Grässlin, der dem Dachverband der kritischen Daimler-Aktionäre vorsteht, und Schweinle aus ihrem angeblichen Wissen über den bevorstehenden Rückzug von Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp im Juli 2005 finanziell Kapital geschlagen haben.
Grässlin und Schweinle droht damit höchstens noch eine Geldbuße, da die Staatsanwaltschaft die Akten an die Finanzaufsichtsbehörde BaFin weiterleitete. Dort werde nun geprüft, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege, die mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 Euro geahndet werden könne.
Damit ist lediglich noch ein Verfahren gegen Daimler-Aufsichtsrat Hilmar Kopper offen, der im Verdacht steht, die Deutsche Bank vorab über den Wechsel informiert zu haben. Gegen das Bankhaus selbst wird jedoch nicht ermittelt.
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Spätfolgen von Schrempp-Rücktritt
Staatsanwaltschaft stellt Insider-Ermittlungen bei Daimler ein
Sieben Monate nach Beginn der Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Insiderhandels mit Aktien des Daimler-Konzerns hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen ergebnislos abgebrochen.
hz FRANKFURT. Wie eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, seien die Ermittlungen komplett eingestellt worden. Neben dem Buchautor und Daimler-Kritiker Jürgen Grässlin haben sich damit laut mit der Ermittlung vertrauten Kreisen auch die Vorwürfe gegen den Spediteur Gerhard Schweinle nicht erhärtet. Dass auch gegen Schweinle ermittelt wurde, hatten die Ermittler aus Gründen des Persönlichkeitschutzes nie bestätigt. Auf Schweinles Informationen beruhten nach Handelsblatt-Informationen die von Grässlin vorgetragenen Vorwürfe, auf Grund derer die Staatsanwaltschaft gegen zwei hochrangige Daimler-Manager zu ermitteln begann.
Grässlin hatte behauptet, von dem Rückzug von Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp vorab informiert gewesen zu sein und Kenntnis darüber zu haben, dass zwei Daimler-Manager Insidergeschäfte getätigt hätten. Entsprechende Untersuchungen der Staatsanwaltschaft gegen die Daimler-Mitarbeiter waren allerdings bereits im November eingestellt worden. Die Bekanntgabe des überraschenden Wechsels von Jürgen Schrempp auf Dieter Zetsche an der Spitze des Konzerns hatte den Daimler-Aktienkurs binnen Minuten um 10 Prozent in die Höhe getrieben.
Die Ermittler hatten im Zuge der Untersuchung auch die Privaträume von Grässlin sowie die Wohnung des Spediteurs Schweinle durchsucht, weil sie wissen wollten, wer die Quelle für die Anschuldigungen war. Zudem wurde überprüft, ob die beiden Daimler-Kritiker selbst Vorteil aus ihren Informationen gezogen hatten. Die Ermittler fanden aber keine Anhaltspunkte dafür, dass Grässlin, der dem Dachverband der kritischen Daimler-Aktionäre vorsteht, und Schweinle aus ihrem angeblichen Wissen über den bevorstehenden Rückzug von Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp im Juli 2005 finanziell Kapital geschlagen haben.
Grässlin und Schweinle droht damit höchstens noch eine Geldbuße, da die Staatsanwaltschaft die Akten an die Finanzaufsichtsbehörde BaFin weiterleitete. Dort werde nun geprüft, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege, die mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 Euro geahndet werden könne.
Damit ist lediglich noch ein Verfahren gegen Daimler-Aufsichtsrat Hilmar Kopper offen, der im Verdacht steht, die Deutsche Bank vorab über den Wechsel informiert zu haben. Gegen das Bankhaus selbst wird jedoch nicht ermittelt.
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Ein Mann räumt auf
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DPA
Zetsche: "Ein Zeichen setzen"
...............................................
Stuttgart 09. April 2006
11. Etage in der Noch-Hauptverwaltung von DaimlerChrysler in Stuttgart-Möhringen. Entspannt sitzt Dieter Zetsche im Sessel, lästert über den Besprechungsraum – „sieht ja deprimierend aus“ – und freut sich über den bevorstehenden Umzug ins alte Stammwerk nach Stuttgart-Untertürkheim – dorthin, wo Zetsche zufolge „die Action ist“. Zetsches Botschaft ist eindeutig: „Klare Rückbesinnung auf das Automobil.“
Ins Bild passt der in der vergangenen Woche angekündigte Aktien-Verkauf beim Luftfahrtgiganten EADS und die Offerte an die Immobilienbranche, nicht-betriebsnotwendige Bauten und Grundstücke in Wert von mehreren Milliarden abstoßen zu wollen. Zum Verkauf steht auch die bisherige Hauptverwaltung in Stuttgart-Möhringen. Eine Weiße-Kragen-Hochburg, die nach Zetsches Worten „auch ein Versicherungskonzern oder ein Kurzentrum hätte sein können“. „Es tut uns allen gut, wenn wir jeden Tag Gabelstapler sehen, und neue Motoren, die aus der Halle gefahren werden", sagt der 52-Jährige im Gespräch mit FOCUS.
...
„Nischen-Strategie entschlacken“
Bei der zuletzt kriselnden Sparte Mercedes macht sich bereits ein Aufwind bemerkbar. Der März war nach Unternehmensangaben beim Absatz „der stärkste Monat aller Zeiten“. Für Zetsche kein Grund von seinem Fitness-Programm nur ein Jota abzuweichen: Die nach Analysten-Meinung ausufernde Nischen-Strategie seines Vorgängers auf dem Mercedes-Chefsessel, Jürgen Hubbert, wird entschlackt. Zetsche: „Wir haben ein, zwei Modelle gestoppt.“ Den vielerorts kritisierten Auftritt in den Mercedes-Niederlassungen will Zetsche deutlich verbessern. „Der Kunde erlebt uns nicht überall so, wie er uns erwarten darf", gibt Zetsche im Interview mit dem FOCUS zu.
Die Marke mit dem Stern muss „ihr Markenbild sicherlich weiter schärfen“. Zetsche setzt auf „mehr Emotion“ und will so auch den Wettbewerber Toyota auf Distanz halten. „Wir haben hier einen deutlichen Vorsprung, den wir uns in den letzten 100 Jahren erarbeitet haben. Jetzt liegt es an uns, ob wir diesen Vorsprung verteidigen oder sogar ausbauen können.“ von FOCUS-Redakteur Fritz Schwab, Stuttgart
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DPAZetsche: "Ein Zeichen setzen"
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Stuttgart 09. April 2006
- Ein Mann räumt auf
11. Etage in der Noch-Hauptverwaltung von DaimlerChrysler in Stuttgart-Möhringen. Entspannt sitzt Dieter Zetsche im Sessel, lästert über den Besprechungsraum – „sieht ja deprimierend aus“ – und freut sich über den bevorstehenden Umzug ins alte Stammwerk nach Stuttgart-Untertürkheim – dorthin, wo Zetsche zufolge „die Action ist“. Zetsches Botschaft ist eindeutig: „Klare Rückbesinnung auf das Automobil.“
Ins Bild passt der in der vergangenen Woche angekündigte Aktien-Verkauf beim Luftfahrtgiganten EADS und die Offerte an die Immobilienbranche, nicht-betriebsnotwendige Bauten und Grundstücke in Wert von mehreren Milliarden abstoßen zu wollen. Zum Verkauf steht auch die bisherige Hauptverwaltung in Stuttgart-Möhringen. Eine Weiße-Kragen-Hochburg, die nach Zetsches Worten „auch ein Versicherungskonzern oder ein Kurzentrum hätte sein können“. „Es tut uns allen gut, wenn wir jeden Tag Gabelstapler sehen, und neue Motoren, die aus der Halle gefahren werden", sagt der 52-Jährige im Gespräch mit FOCUS.
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„Nischen-Strategie entschlacken“
Bei der zuletzt kriselnden Sparte Mercedes macht sich bereits ein Aufwind bemerkbar. Der März war nach Unternehmensangaben beim Absatz „der stärkste Monat aller Zeiten“. Für Zetsche kein Grund von seinem Fitness-Programm nur ein Jota abzuweichen: Die nach Analysten-Meinung ausufernde Nischen-Strategie seines Vorgängers auf dem Mercedes-Chefsessel, Jürgen Hubbert, wird entschlackt. Zetsche: „Wir haben ein, zwei Modelle gestoppt.“ Den vielerorts kritisierten Auftritt in den Mercedes-Niederlassungen will Zetsche deutlich verbessern. „Der Kunde erlebt uns nicht überall so, wie er uns erwarten darf", gibt Zetsche im Interview mit dem FOCUS zu.
Die Marke mit dem Stern muss „ihr Markenbild sicherlich weiter schärfen“. Zetsche setzt auf „mehr Emotion“ und will so auch den Wettbewerber Toyota auf Distanz halten. „Wir haben hier einen deutlichen Vorsprung, den wir uns in den letzten 100 Jahren erarbeitet haben. Jetzt liegt es an uns, ob wir diesen Vorsprung verteidigen oder sogar ausbauen können.“ von FOCUS-Redakteur Fritz Schwab, Stuttgart
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Berlin 12.04.06

DaimlerChrysler-Vorstand Dieter Zetsche
...
Als eine wesentliche Voraussetzung für die angekündigte Ergebnisverbesserung nannte Zetsche das neue Managementmodell, das der Vorstand Ende Januar beschlossen hat. Ziel sei es unter anderem, die Verwaltung zu verschlanken und Doppelkapazitäten zwischen Konzern- und Geschäftsfeldebene abzubauen. Die Berichtswege und Entscheidungsprozesse würden damit schneller und schlanker. Darüber hinaus sollen Prozesse und Methoden sowohl innerhalb als auch zwischen den Geschäftsfeldern harmonisiert und standardisiert werden. Die Vernetzung werde in Zukunft deutlich enger. Die Identität der Marken werde laut Zetsche dadurch nicht beeinflusst.
Durch die Umsetzung des neuen Managementmodells werden auch rund 6000 Stellen in den Verwaltungsbereichen weltweit entfallen. In Deutschland werden den leitenden Führungskräften Ausscheidensvereinbarungen sowie Frühpensionierungen angeboten. Bei den tariflichen Mitarbeitern werden alle Schritte auf Grundlage der Vereinbarung zur Zukunftssicherung 2012 geschehen, die im Juli 2004 abgeschlossen wurde.
...
Das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge hatte im vergangenen Jahr das Effizienzsteigerungsprogramm "Global Excellence" aufgelegt, mit dem Größe und Marktposition des Geschäftsfelds die Profitabilität deutlich verbessert werden soll. Im Januar 2006 wurde im Rahmen des neuen Managementmodells eine neue Geschäftsverteilung beschlossen: Das Geschäftsfeld "Truck Group" wird sich auf das Lkw-Geschäft fokussieren, das Transportergeschäft wird an den Leiter der Mercedes Car Group berichten, das Omnibusgeschäft an den Leiter der Truck Group.
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Die ganze Meldung gibt es hier >>
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ZDF-MEDIATHEK
- DaimlerChrysler-Hauptversammlung

DaimlerChrysler-Vorstand Dieter Zetsche
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Als eine wesentliche Voraussetzung für die angekündigte Ergebnisverbesserung nannte Zetsche das neue Managementmodell, das der Vorstand Ende Januar beschlossen hat. Ziel sei es unter anderem, die Verwaltung zu verschlanken und Doppelkapazitäten zwischen Konzern- und Geschäftsfeldebene abzubauen. Die Berichtswege und Entscheidungsprozesse würden damit schneller und schlanker. Darüber hinaus sollen Prozesse und Methoden sowohl innerhalb als auch zwischen den Geschäftsfeldern harmonisiert und standardisiert werden. Die Vernetzung werde in Zukunft deutlich enger. Die Identität der Marken werde laut Zetsche dadurch nicht beeinflusst.
Durch die Umsetzung des neuen Managementmodells werden auch rund 6000 Stellen in den Verwaltungsbereichen weltweit entfallen. In Deutschland werden den leitenden Führungskräften Ausscheidensvereinbarungen sowie Frühpensionierungen angeboten. Bei den tariflichen Mitarbeitern werden alle Schritte auf Grundlage der Vereinbarung zur Zukunftssicherung 2012 geschehen, die im Juli 2004 abgeschlossen wurde.
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Das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge hatte im vergangenen Jahr das Effizienzsteigerungsprogramm "Global Excellence" aufgelegt, mit dem Größe und Marktposition des Geschäftsfelds die Profitabilität deutlich verbessert werden soll. Im Januar 2006 wurde im Rahmen des neuen Managementmodells eine neue Geschäftsverteilung beschlossen: Das Geschäftsfeld "Truck Group" wird sich auf das Lkw-Geschäft fokussieren, das Transportergeschäft wird an den Leiter der Mercedes Car Group berichten, das Omnibusgeschäft an den Leiter der Truck Group.
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ZDF-MEDIATHEK
- Der "Sanierer" als Hoffnungsträger
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Berlin 12.04.06
Berlin (Reuters) - Der des Insiderhandels verdächtigte DaimlerChrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper sieht sich von der Staatsanwaltschaft entlastet.
"Ich kann ihnen mitteilen, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen eingestellt hat und kein hinreichender Tatverdacht besteht",
sagte Kopper auf der Hauptversammlung von DaimlerChrysler am Mittwoch in Berlin.
[img]http://www.faz.net/m/{EA6A1CF7-F3D4-462 ... cture.jpeg[/img]© REUTERS
In Kopper sehen viele den letzten Verbündeten Schrempps
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Berlin (Reuters) - Der des Insiderhandels verdächtigte DaimlerChrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper sieht sich von der Staatsanwaltschaft entlastet.
"Ich kann ihnen mitteilen, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen eingestellt hat und kein hinreichender Tatverdacht besteht",
sagte Kopper auf der Hauptversammlung von DaimlerChrysler am Mittwoch in Berlin.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft wies die Aussage zurück.
"Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", sagte sie. Details über den Ermittlungsstand wollte sie nicht nennen.
[img]http://www.faz.net/m/{EA6A1CF7-F3D4-462 ... cture.jpeg[/img]© REUTERS
In Kopper sehen viele den letzten Verbündeten Schrempps
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Zetsches Schlachtplan
News 21.04.2006 capital.de
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Daimlerchrysler
Die interne Konzernplanung verrät alle Details.
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Daimlerchrysler
- Zetsches Schlachtplan
Die interne Konzernplanung verrät alle Details.

Für nette Worte hat Daimlerchrysler-Boss Dieter Zetsche wenig Zeit. Beim Treffen der leitenden Angestellten im Mercedes Benz Center in Sindelfingen kommt er am 9. März schnell zur Sache.
Erst klagt er über unbefriedigende Erträge, eine bestenfalls mittelmäßige Umsatzrendite, große Probleme bei Qualität und Service, zu geringe Produktivität. Zetsche: „Wir laufen Gefahr, im Wettbewerb weiter zurückzufallen – statt aufzuholen.“
Dann knüpft er sich die Art und Weise vor, wie in den Büros oft der Job erledigt wird: Doppelarbeit, keine klaren Verantwortlichkeiten, Kontrolle statt gegenseitiges Vertrauen, verwirrender Mix unterschiedlicher Methoden und Verfahren und wenig Bereitschaft, voneinander zu lernen.
Mit ernsten Gesichtern hören die versammelten Manager zu. Zum Schluss verkündet Zetsche ihnen die „Spielregeln“, die ab sofort gelten: Zetsche: „Jeder Bereich muss erarbeiten, welche Aufgaben in Zukunft wahrgenommen werden müssen und welche nicht mehr. Wir fragen nicht mehr: Was können wir uns leisten? Sondern: Was brauchen wir?“
Angriffsplan. Zetsche ist ungeduldig. Das Daimlerchrysler-Imperium...
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Stand: 26.04.2006
Insider-Ermittlungen gegen Kopper eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nun auch offiziell die Ermittlungen gegen DaimlerChrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Insiderregeln eingestellt. Kopper hatte bereits am 12. April auf der Hauptversammlung des Autokonzerns in Berlin die Verfahrenseinstellung angekündigt. Er hatte den Vorwurf stets zurückgewiesen.
Verdacht auf Weitergabe von Insider-Informationen
Hintergrund der Ermittlungen war die Rücktrittsankündigung des damaligen DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp im Sommer 2005. Kopper stand laut Medienberichten im Verdacht, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor der offiziellen Bekanntgabe über den Führungswechsel unterrichtet zu haben. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz ist nicht nur der Handel mit so genannten Insider-Papieren, sondern auch die unbefugte Weitergabe von Insider-Informationen verboten. Kopper war früher selbst Chef der Deutschen Bank und später Aufsichtsratsvorsitzender des Instituts.
Direkt nach der Bekanntgabe des Führungswechsels bei DaimlerChrysler hatte der Kurs der Aktie dramatisch zugelegt. Die Deutsche Bank hatte nach der Rücktritts-Ankündigung im Laufe des Tages DaimlerChrysler-Aktien für knapp 1,4 Milliarden Euro verkauft. Das Institut hatte mehrfach angekündigt, Anteile an dem Autobauer verkaufen zu wollen.
In Stuttgart wird derzeit ein Musterverfahren vorbereitet, bei dem es um Klagen von Kleinaktionären geht, die sich zu spät von der Personalie Schrempp informiert fühlten und Verluste beim Verkauf von Aktien beklagen.
tagesschau.de
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- [img]http://www.faz.net/m/{745C0B60-F6FA-4BF ... cture.jpeg[/img]© picture-alliance/ dpa/dpaweb
Kopper (r.) und Schrempp: keine Vertraulichkeiten weitergegeben
Insider-Ermittlungen gegen Kopper eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nun auch offiziell die Ermittlungen gegen DaimlerChrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper wegen des Verdachts auf Verstoß gegen Insiderregeln eingestellt. Kopper hatte bereits am 12. April auf der Hauptversammlung des Autokonzerns in Berlin die Verfahrenseinstellung angekündigt. Er hatte den Vorwurf stets zurückgewiesen.
Verdacht auf Weitergabe von Insider-Informationen
Hintergrund der Ermittlungen war die Rücktrittsankündigung des damaligen DaimlerChrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp im Sommer 2005. Kopper stand laut Medienberichten im Verdacht, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor der offiziellen Bekanntgabe über den Führungswechsel unterrichtet zu haben. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz ist nicht nur der Handel mit so genannten Insider-Papieren, sondern auch die unbefugte Weitergabe von Insider-Informationen verboten. Kopper war früher selbst Chef der Deutschen Bank und später Aufsichtsratsvorsitzender des Instituts.
Direkt nach der Bekanntgabe des Führungswechsels bei DaimlerChrysler hatte der Kurs der Aktie dramatisch zugelegt. Die Deutsche Bank hatte nach der Rücktritts-Ankündigung im Laufe des Tages DaimlerChrysler-Aktien für knapp 1,4 Milliarden Euro verkauft. Das Institut hatte mehrfach angekündigt, Anteile an dem Autobauer verkaufen zu wollen.
In Stuttgart wird derzeit ein Musterverfahren vorbereitet, bei dem es um Klagen von Kleinaktionären geht, die sich zu spät von der Personalie Schrempp informiert fühlten und Verluste beim Verkauf von Aktien beklagen.
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