Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
sprinter_uwe
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Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#1 

Beitrag von sprinter_uwe »

 Themenstarter

Hallo community!

für folgendes Problem hoffe ich von der community ein paar Tipps und Hinweise zu bekommen.

Mein Sprinter 906, 315 cdi
- Baujahr 2006
- Km Stand 115.000
- Standheizung
- 6 Gang Handschalter
- Vollkaskoversichert

hat über Nacht einen Hochwasserschaden erlitten. Der Wagen Stand mehrere Stunden 110cm in Süßwasser. Bevor der Wasserpegel den Höchststand erreicht hat, wurde noch versucht das Fahrzeug umzuparken, um weitere Schäden zu verhindern. Der Motor konnte aber in der akuten Situation nicht mehr gestartet werden.

Am Folgetag wurde dann auf Veranlassung der Versicherung abgeschleppt. Motorstart seitens des Abschleppunternehmens war weiterhin vergeblich. Noch vor Ort wurde Wasser in der Einspritzanlage diagnostiziert.

Aktuell warte ich auf einen Werkstatt-Termin bei einer Mercedes Werkstatt.

Ich würde gerne ein paar Empfehlungen von Euch erhalten, welche Arbeiten von der Werkstatt auf jeden Fall durchgeführt werden sollten, um die Fahrbereitschaft vom Sprinter wieder herzustellen und um Folgeschäden zu verhindern.

Welche Bauteile müssen unbedingt getauscht werden, weil man davon ausgehen kann, das diese Schaden genommen haben? Ich denke hier zum Beispiel an das Abgassystem und den Dieselpartikelfilter aber auch an die Elektrik (Kabelbaum). Wo könnte alles Wasser eingedrungen sein? Wie sieht es mit dem Antriebsstrang aus? Ich mache mir vor allem um Folgeschäden sorgen, die z.B. durch Korrosion erst in einigen Monaten auftreten und dann nicht mehr mit dem Hochwasser in Verbindung gebracht werden.

Ansonsten wäre ich natürlich für sämtliche Hinweise sehr dankbar, wie nun weitere vorgegangen werden sollte. Worauf sollte ich beim Werkstatt-Termin und bei der Kommunikation mit der Versicherung achten?

besten Dank!

Uwe
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Lord
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#2 

Beitrag von Lord »

110cm tief im Wasser. :cry:

Das wird ein Totalschaden für die Vollkasko.

Warum sollte man den Wagen wieder aufbauen und warum probiert man einen Wagen der so tief im Wasser steht zu starten?
Mein 4x4 darf bis 75cm ins Wasser danach sind die Steuergeräte hin.

Bei dir muss ja so gut wie alles was unter Wasser stand getauscht werden.
Sei es das Achsöl, Getrieböl Servoöl...., die Kohlen von den Lüftern, sauber schleifen der Kontakte, Steuergeräte prüfen alle Steckkontakte öffnen trocknen .....
Abgasanlage Motor öffnen Fensterheber Motoren und und und :roll:
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#3 

Beitrag von Tilly »

Hi,
Bei einer Wasserleiche würde ich persönlich schauen das ich den Haufen los werde.

Steuergeräte abgesoffen, Steckverbindungen geflutet mit anschließender Korossion, Kupferleitungen die sich aufgrund der Kapilarwirkung vollsaugen und korrodieren.
Wasser in Dämmmatten und Hohlräumen wo es nicht schnell abläuft oder abtrocknet.
Motor und Getriebe wo Wasser über die Entlüftungen eingedrungen ist und schon relativ schnell Lager und Oberflächen angreift.

Wenn jetzt noch ein bisschen Schlamm und Sand (bei Hochwasser oft auch Heizöl etc) im Wasser mitgetragen wurde, dann siehst Du ganz schnell gar kein Land mehr.

Ist natürlich nur meine Meinung.
Nach dem Hochwasser an der Ahr wurden auch jede Menge Wasserleichen verkauft, zum Teil zu abstrusen Preisen.
Im Zweifel vielleicht sogar um ein geklautes Fahrzeug mit sauberen Papieren auszustatten...

Gruß Stefan
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sprinter_uwe
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#4 

Beitrag von sprinter_uwe »

 Themenstarter

noch ein paar Informationen zum Hintergrund:

Start und Rettungsversuche vom Fahrzeug erfolgte vor Erreichen des Wasser Höchststands. Es war eine Entscheidung zwischen "Rettungsversuch" oder "Fahrzeugaufgabe" für die nicht viel Zeit blieb. Es waren zudem 2 kleine Kinder an Board und der weitere Verlauf vom Hochwassergeschehen (Starkregen) war nicht absehbar, da der Wasserpegel schnell anstieg.

An unserem Standort (Korsika) kann eine Begutachtung über die Versicherung sehr lange dauern. Es ist also unklar, ob Totalschaden ja oder nein. Es stellt sich also die Frage, das Fahrzeug wieder fahrbereit zu bekommen oder es hier ohne Gewissheit zurückzulassen.

Es handelt sich um einen sehr hochwertigen Wohnmobilaufbau, der heute neu etwa 120.000€ kostet.

Vor diesem Hintergrund sehe ich als Laie durchaus "Spielraum" für einen Wiederaufbau. Frage ist nur, was muss Mercedes hier in Frankreich machen, damit der Sprinter wieder fahrbereit ist. Hier im Forum erhoffe ich mir Tipps, um mit der Werkstatt alles Weitere absprechen zu können.
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#5 

Beitrag von Gelöschter User »

sprinter_uwe hat geschrieben: 24 Apr 2022 10:42 Frage ist nur, was muss Mercedes hier in Frankreich machen, damit der Sprinter wieder fahrbereit ist.
Das sollte doch wohl Mercedes wissen, was zu tun ist - wenn nicht die vor Ort, wer dann :roll: :?:

Dennoch viel Glück damit alles wieder gut wird....LG Martin
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#6 

Beitrag von Lord »

Ist das Wasser schon so Hoch das es in den Auspuff läuft niemals den Motor starten.

Die Werkstatt soll schauen ob der Motor geplatzt ist.
Dann weiter schauen wenn der Motor noch läuft.

Der Womoausbau ist dann ja auch gut hin.
Hast du die Batterien nach den Startversuch abgeklemmt?
Dann könnten die E-Teile nicht alle verschmort sein.
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#7 

Beitrag von Crafter277 »

So viel kann man jetzt schon sagen: Die Kosten für eine Instandsetzung gleicht einem Faß ohne Boden und ist Zeitlich (entgangene Urlaubstage wegen erneutet Störungen usw.) nicht überschaubar.
Ich mag mir nicht ausmalen was in dem Fahrzeug Bereich Wohnraum alles unter Wasser ( z.B. Heizung / Batterien usw.) gestanden hat und sich so nach und nach mit Störungen / Totalausfall meldet.
Vermutlich aber wird sich das Problem ganz schnell klären wenn die Versicherung einen erfahrenen Sachverständigen schickt.

Grüße Wolfgang
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#8 

Beitrag von Exilaltbier »

Besteht eine ADAC-Mitgliedschaft, um den Wagen in die heimische Werkstatt zu bekommen?! Bei französischen Werkstätten erwarte ich kein besonders hohes Fachwissen, dafür aber eher hohe Rechnungsbeträge.
....und ob sich auf Korsika ein versierter MB-Reparaturbetrieb findet?! Woher kommt denn der Gutachter, das ist in Frankreich auch ein Problem ?
Kannst jedenfalls deutsche Verhältnisse nicht erwarten.
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#9 

Beitrag von sprinter_uwe »

 Themenstarter

Crafter277 hat geschrieben: 24 Apr 2022 11:06 Vermutlich aber wird sich das Problem ganz schnell klären wenn die Versicherung einen erfahrenen Sachverständigen schickt.
Die Versicherung hat schon angedeutet, dass ein Gutachter auf der der Insel eine langwierige Angelegenheit werden kann. Mann eher von Wochen oder gar Monaten ausgehen muss, nicht aber von Tagen.
Exilaltbier hat geschrieben: 24 Apr 2022 11:09 Besteht eine ADAC-Mitgliedschaft, um den Wagen in die heimische Werkstatt zu bekommen?!
wir haben nur einen Schutzbrief der Versicherung. Der ADAC würde aber auch nur 300€ Abschleppkosten übernehmen. Ein anderes Wohnmobil, das auch hier betroffen war wurde vom ADAC abgeschleppt. 30km haben 1100€ gekostet. Das waren also 800€ Eigenanteil für den Fahrzeughalter, damit er in die Hafenstadt Bastia kam. Abschleppen bis nach Norddeutschland ist vermutlich illusorisch.
Es bleibt vermutlich nur die Reparatur um auf eigenen 4 Rädern nach hause zu kommen oder das Abwracken auf der Insel.
Exilaltbier hat geschrieben: 24 Apr 2022 11:09 und ob sich auf Korsika ein versierter MB-Reparaturbetrieb findet
Wir stehen hier in Bastia beim einzigen MB Händler / Werkstatt. Ob die gut sind und wie die Ersatzteile beschafft werden können, weiß ich auch nicht.
Exilaltbier hat geschrieben: 24 Apr 2022 11:09 Woher kommt denn der Gutachter, das ist in Frankreich auch ein Problem ?
Das ist vermutlich ein Problem. Wann und wer hier begutachten kann steht in den Sternen. Für das Schadenbild am Wohnmobilausbaus müsste ja auch noch der Hersteller aus Deutschland kontaktiert werden. Idealerweise würde ich gerne das Fahrzeug nach Deutschland bringen und dort begutachten lassen.

Weitere Ideen?
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#10 

Beitrag von Vagabundo »

Habe mal das Netz bemüht:
https://www.da-direkt.de/autoversicheru ... hochwasser

Die Frage ist, ob ein Totalschaden entstanden ist. Bei Wasser in der Elektronik sehr wahrscheinlich. Dazu kann nur der Kontakt zur Versicherung weiterhelfen. Es muß unbedingt und dringend ein Sachverständiger "vor Ort" kommen oder die Versicherung muß einen beauftragen. Ob es klug ist Mercedes vorher am Fahrzeug arbeiten zu lassen bezweifle ich. Ansonsten muß das Fahrzeug wohl zurück.

Viel Glück...

Gruß Vagabundo
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#11 

Beitrag von Rosi »

Jeder, absolut jeder halbwegs seriöse Händler, ob "Krauter", oder Herstellermafia hütet sich vor Wasserschäden; z. Bsp. Panamera mit Zeitwert ca. 80T€, KP mit/nach Wasserschaden 20T€, Odyssee an Rep. + sporadischen Ausfällen :arrow: VK so weit weg, wie nur irgend möglich für 50T€ mit ungewisser Zukunft. Einzig zur Verwertung von Hehlerware und/oder Rep. von Unfallern wären Wasserschäden "interessant".
Bei 1,20m ü.NN sind Innenausstattung nebst Aufbau hinreichend geschädigt, daß alles zur Rep. raus müßte :?
Ich würde die Vollkasko mitnehmen, um einen anderen zu suchen, denn die Versicherung muß den Wiederbeschaffungswert bezahlen, ergo u.U. mehr, als Schwacke ... was derzeit bei fast allen Bewertungen angewendet wird, weil die Gebrauchtwagenpreise derart absurd hoch sind.
Ein 315CDI aus 2006 mit 115tkm als Handrührer ist zudem nicht unbedingt die Delikatesse, an die man sich auf Gedeih und Verderb Ewigkeiten geiseln müßte/sollte.
Wenn bei der Vollkasko der Schadenfall versichert ist, kann es dem VN dahingestellt bleiben, wie hoch jegliche Berge- und Abschleppkosten tatsächlich sind ./. dem VN vorgegaukelt werden, weil diese durch den Versicherer zu regulieren sind. Ich hatte den gemeinschaftlichen Betrug des Abschleppers i.A. des ADAC beim /mit dem ADAC gemeldet, letztendlich hat´s aber niemanden interessiert, resp. war´s mir dann auch egal.
Relevant ist, was der Schutzbrief abdeckt ./. nicht, wie viel sich das andere Wohnmobil abknöpfen, resp. sich besch... ließ :!:
Ergo/Fazit: Versicherung kontaktieren, um konkrete Antworten auf Fragen nebst verbindlicher Anweisungen zu erhalten, statt "kann Wochen, oder gar Monate dauern" :!:
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#12 

Beitrag von JanN »

Herzliches Beileid!
Gibt es Fotos vom Wagen im Wasser oder eindeutige Bilder vom ehemaligen Wasserstand am Wagen nachdem es abgelaufen ist? M.E. müsste sich damit der (vermutlich Total-) Schaden für Fachleute (Gutachter) am Schreibtisch errechnen lassen, wenn klar ist, was alles unter Wasser war. Vielleicht kann ein Gutachter vor Ort nur den ehemaligen Wasserstand beweissicher dokumentieren, und ein deutscher Gutachter dann für die Versicherung rechnen - das wurde ja auch erheblich die Feststellungskosten reduzieren.
Zumindest ich würde keinesfalls mit kleinen Kindern in dem Wagen wieder nach Norddeutschland reisen, selbst wenn die den in Bastia tatsächlich notdürftig wieder zum Laufen bringen können sollten...
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#13 

Beitrag von ra-sc91 »

Hallo Uwe, blöde Sache.
Ich weiß wie es mir letztes Jahr in Rumänien mit einem größeren Schaden ging.

Ich hatte eine VK bei der HUK Coburg, die haben recht kulant abgewickelt. Ich denke, es ist sinnvoll, sich da großteils auf die Versicherung zu verlassen, zumindest wenn es eine seriöse ist.

Haben die denn schon ein Angebot für eine Abwicklung als Totalschaden gemacht? Sicher die einfachste Lösung. Dann bleibt das Auto auf Korsika und der Auslandsschutzbrief (vorhanden?) regelt eure Heimreise. Kann ja wohl auch nicht so schwer sein, euer Sprinter wird nicht der einzige deutsche Totalschaden sein, der im Ausland eintritt.

Solltet ihr eine Rechtsschutzversicherung haben, würde ich da anfragen ob ihr einen Anwalt in D zur Unterstützung beauftragen könnt. Und wenn es nur darum geht, den komplizierten Sachverhalt zu strukturieren.

Und wenn nicht Totalschaden, habt ihr mal bei der Fährgesellschaft gefragt, ob die ein nicht fahrbereites Auto mitnehmen können? Dann wär das Ding schonmal in Genua und vielleicht bringt es der ADAC von da nach D.

Ich weiß, nur ein paar Ideen, vielleicht hilft es.
Viel Erfolg und Grüße
Ralf
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#14 

Beitrag von Exilaltbier »

Das Fahrzeug ist von 2006.....egal wieviel km auf dem Tacho sind....das wird noch erschwerend hinzukommen.
Reparieren und auf eigener Achse ist wohl illusorisch.
Rechne mal eher mit einem kleinen Betrag von der Versicherung und verkauf das Fahrzeug dort meistbietend zum Ausschlachten. Gottseidank fahren in Frankreich noch genug alte Möhren rum, die brauchen günstige Gebrauchtteile.!
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Re: Hochwasserschaden am Sprinter - was tun ?

#15 

Beitrag von sprinter_uwe »

 Themenstarter

Rosi hat geschrieben: 24 Apr 2022 12:14 Jeder würde die Vollkasko mitnehmen, um einen anderen zu suchen, denn die Versicherung muß den Wiederbeschaffungswert bezahlen, ergo u.U. mehr, als Schwacke ... was derzeit bei fast allen Bewertungen angewendet wird, weil die Gebrauchtwagenpreise derart absurd hoch sind.
Danke für deine Ausführungen. Für den Hintergrund stellt sich nur sowieso die Frage was der Wiederbeschaffungswert ist. Denn dieses Fahrzeug ist auf aktuell egal in welcher Ausstattung nicht auf dem Gebrauchtwagen Markt verfügbar. Eine Wiederbeschaffung ist gebraucht de facto nicht möglich. Es handelt sich um einen CS Rondo XL.

Wenn ich also einen Betrag nach Schwacke erhalten würde, würde ich mir davon nichts vergleichbares kaufen können!
JanN hat geschrieben: 24 Apr 2022 12:30 Herzliches Beileid!
Gibt es Fotos vom Wagen im Wasser oder eindeutige Bilder vom ehemaligen Wasserstand am Wagen nachdem es abgelaufen ist?
Ja, eindrucksvolle Foto und Video Aufnahmen sind trotz Dunkelheit gelungen. Auch im Motorraum ist die Wasserlinie knapp unterhalb Oberkante Scheinwerfer gut zu erkennen.

JanN hat geschrieben: 24 Apr 2022 12:30 Zumindest ich würde keinesfalls mit kleinen Kindern in dem Wagen wieder nach Norddeutschland reisen, selbst wenn die den in Bastia tatsächlich notdürftig wieder zum Laufen bringen können sollten...
Also, wenn der Wagen wieder "zuverlässig" läuft sehe ich mit der Rückfahrt kein großes Problem.
Wenn wir ohne Fahrzeug abreisen, müssten wir auf anständige und reibungslose Abwicklung durch die Versicherung hoffen.
Auch müssten wir einiges an Hausstand, das wird im Wohnmobil transportieren aufgegeben.
ra-sc91 hat geschrieben: 24 Apr 2022 12:40
Haben die denn schon ein Angebot für eine Abwicklung als Totalschaden gemacht? Sicher die einfachste Lösung. Dann bleibt das Auto auf Korsika und der Auslandsschutzbrief (vorhanden?) regelt eure Heimreise.
Ein Angebot liegt noch nicht vor. Für morgen ist eine Diagnose bei Mercedes geplant. Dann suche ich wieder das Gespräch mit der Versicherung. Geht das Eigentum bei einer Totalschaden Abwicklung auf den Versicherer über? Im Prinzip würde ich den Wagen gerne behalten. Zu Hause in Deutschland kenne ich sehr fähige Mechaniker, die den Wagen sicher nicht aufgeben würden...
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