Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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BlackTuareg
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Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von BlackTuareg » 23 Okt 2016 09:24

Hallo Sprinterfreunde!

Nun bin ich auch Sprinterbesitzer (gebrauchter 319er 4x4) den ich zum Wohnmobil umbaue.

Zu den Heizungen habe ich eine Frage: Prinzipiell gibt es offensichtlich 3 Heizungen:
1) Warmluftheizung (zum Innenraum heizen im Stand mit Diesel, Bedienung über Einheit im Dachhimmel)
2) Zuheizer (Kühlwasser schneller auf Temperatur zu bringen, Schalter links neben Steuerrad)
3) Zusatzheizung

Während ich 1) noch gut verstehe, 2) auch irgendwie logisch erscheint ist die Zusatzheizung völlig unklar. Die Bedienungsanleitung bringt auch keine Klarheit.
Was ist die Zusatzheizung?
Wie heizt sie (Diesel/Elektro)?
Was heizt sie?
Hab ich das richtig gesehen: Diese Heizung hat 3 Möglichkeiten eingeschaltet zu werden: Links neben dem Lenkrad, über die Fernbedienung und über das Pixeldisplay am Tacho?

Vielleicht könnt ihr mir hier Klarheit bringen.

Viele Grüße,
BlackTuareg

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Reisender » 23 Okt 2016 10:50

Hallo BlackTuareg,
wenn der Schalter links neben dem Lenkrad in der Konsole die Doppelfunktion hat, nach unten Zuheizer, nach oben Standheizung, dann bist Du optimal versorgt. Ist nur zu beachten, dass bei längeren Standzeiten und häufigem Benutzen dabei die Starterbatterie den Strom liefert. Du heizt im Stand das Kühlwasser und bringst mit dem Gebläse die Warmluft ins Auto. Achtung! Wenn die Tankanzeige auf 1/4 und weniger geht, schaltet sich die Sache automatisch ab; soll bewirken, dass die Heizung den Tank nicht leer schnullt.
Die im Wohnteil verbaute Heizung wird wahrscheinlich über die Aufbaubatterie versorgt.

Grüße vom
Reisenden
(hab das in meinem genauso verbaut)
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von BlackTuareg » 23 Okt 2016 12:19

Hallo,

Danke für die Antwort. Aber wozu brauche ich die Zusatzheizung (=Standheizung), wenn ich doch die Warmluftzusatzheizung habe?

Müsste dann nicht Zuheizer (fürs Kühlwasser) und meine Warmluftheizung reichen?

Ich verstehe irgendwie nicht den Sinn der Zusatzheizung. So wie ich dich verstanden habe erwärmen Zuheizer und Zusatzheizung beide das Kühlwasser, oder? Ist die Zusatzheizung dann das gleiche wie der Zuheizer, lediglich im Stand?

Bin immer noch verwirrt, viele Grüße,
BlackTuareg

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Uwe B.
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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Uwe B. » 23 Okt 2016 13:42

...die Zuheizerfunktion betrifft den Fahrbetrieb.
Zu Fahrtanfang hilft der Zuheizerfunktion den Motor schneller auf Betriebstemperatur zu bringen...bzw. ihn bei mangelnder Motorabwärme im Winter im Stau etc. bei Betriebstemperatur halten.
Die Zusatzheizung nutzt im Stand den Zuheizerfunktion UND das Gebläse um im Stand das Fahrzeug UND den Motor warm zu halten... während die Luftheizung nur den Innenraum erwärmen kann.
Da hat man die Qual der Wahl...kann aber jeden Bedarf abdecken.

Gruß, Uwe.

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Reisender » 23 Okt 2016 14:14

Hallo,

also, wenn ich richtig gelesen habe, ist die Diesel-Luftheizung für den Wohnteil da. Klar eine von den beiden ist redundant. Der Vorteil der Luftheizung ist eben eine Schonung der Starterbatterie. Wenn diese Heizung ausreicht, muss man ja die Möglichkeit nicht nutzen. Klar kann man in kalter Jahreszeit diese auch bei Stau usw. nutzen und den Zuheizer nur für den Motor und Kühlkreislauf einsetzen.
Ich für mich habe in den Kühlwasserkreislauf einen Boiler gehängt. Der heizt sich beim Fahren und im Stand kann ich über den Zuheizer den Boiler auch nutzen, wenn kein Srom zur Verfügung. Für mich Komfortgewinn und da lege ich für mich Wert drauf.

Grüße vom Reisenden
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von petra13 » 11 Nov 2016 23:07

Hallo
Ich stehe genauso noch ein bischen vor einem Rätsel meiner Zusatzheizung..
Den doppelknopf neben den lenkrad hab ich sowie bodendüsen im heck..
Benötigt man nicht eine schaltuhr oder fernbedienung dafür? Beides hab ich nicht..
Das mit dem Gebläse hab ich verstanden, aber das soll dann auch im stand ohne laufenden motor heizen? Wenn ja, wie? ( kann es leider selber noch nicht testen da der wärmetauscher defekt is)
Lg petra :?: :D
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Techniker
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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Techniker » 12 Nov 2016 12:43

Hallo petra13,

leider werden verschiedne Begriffe von verschiednen Firmen und auch von den Fahrzeugbenutzern unterschiedlich verwendet.

Die normale Fahrzeugheizung kennt jeder.
Praktisch ist das ein kleiner Wasserkühlkörper welcher hinter dem Fahrerraum Lüftungsgebläse sitzt. Wenn der Motor an ist und der Heizregler geöffnet wird, ströhmt ein Teil des heißen Motorkühlwassers durch den Kühlkörper. Wenn man nun den Lüfter einschaltet, wird die kalte Luft durch den Kühlkörper geblasen und tritt im Fahrerraum als warme Luft aus.

Die Zusatzheizung
ist normalerweise nur ein zweiter Wasserkühlkörper und ein zweiter Lüfter. Beides weiter hinten im Fahrzeug eingebaut, um den Fahrgastraum besser und etwas unabhängig vom Fahrerraum heizen zu können. (Im Laderaum, an der Außenwand hinter dem Fahrersitz.)
Bei manchen Fahrzeugen werden als "Zusatzheizung" nur zusätzliche Luftdüsen für hinten und eine eigene Steureung (Bedienteil in der Decke) für diese Luftdüsen, eingebaut. (Bodenkanal mit Luftauslass hinter den Vordesitzen) Dies ist eigentlich nur eine zusätzliche Warmluftverteilmöglichkeit der normalen Fahrzeugheizung.

Was als Zuheizer verkauft wird
ist die schon beschriebene funktionseingeschränkte Standheizung. Um die Fahrzeugbatterie nicht zu leeren, funktioniert diese nur wenn der Motorläuft oder je nach Modell 30 Minutn bis 1,5 Stunden auch ohne Motor. Das Gerät erfüllt zwei per Wahlschalter einstellbare Funktionen. Einmal den Motor schneller aufzuheizen und bei niedriger Fahrgeschwindigkeit oder in Winter, auf einer günstigen Betriebstemperatur zu halten oder zweitens, den Innenraum schneller zu heizen. Manche Zuheizer können auch 30 Minuten nachlaufen, so dass die Motorwärme noch zur Innenraumerwärmung genutz werden kann, wenn der Motor gerade aus gemacht wurde.
Diese Zuheizer kann man zu einer richtigen Standheizung umbauen. Dazu benötigt man vor allem eine zusätzliche Batterie, damit man nach dem Satndheizbetrieb von x Stunden das Fahrzeug noch starten kann. Sinvoll dazu ist eine programmierbare Uhr, so dann man z.B.morgens um 7 Uhr zu seinem abgetauten und betriebswarmen Fahrzeug kommt.
(Der Umbau ist im Forum schon genau beschrieben)

Vorheizer
haben keine eigene Brennstoffpumpe, dafür aber einen eigenen Tank, welcher während der Fahrt von der normalen Kraftstroffpumpe mit gefüllt wird. Der eigene Tank ist für eine Betriebszeit von 30 Minuten ausgelegt. Das reicht um die Scheiben abzutauen und den Innenraum und den Motor anzuwärmen. Mit einer Uhr kann man die Startzeit einstellen. (auch Fernbedienung per Handsender oder Handi sind erhältlich) Während der Fahrt kann man das Gerät nicht verwenden, da es nich für den Dauerbetrieb ausgelegt ist.

Die echte Standheizung
gibt es als Wasser- und als Luftheizung. Bei der Wasserheizung kann normalerweise der Motor mit geheitzt werden. (es gibt aber auch Wasserstandheizungen welche nicht am Motorkühlkreislauf angeschlossen sind und nur einen eigenen Wasser-Luft-Wärmetauscher haben). Bei der Wasserstandheizung, wird je nach Anschluss im Kühlkreislauf, zuerst der Motor erwärmt und wenn diese warm ist, die Innenraumlüftung zugeschaltet, damit auch der Innenraum warm wird. (auch hier kann eine Zusatzheizung in Form von eigenem Heizlüfter oder nur Zusatzwarmluftdüsen eingebaut werden)
Hierzu gibt es Bedienteile zum direkten Einschalten, auch mit automatischer Abschaltzeit, mit programmierbarer Uhr, Handsender- und Handiverbedienung.

Die Luftstandheizung
dient in der Regel nur dazu, den Innenraum alleine oder zusätzlich zur normalen Fahrzeugheizung zu heizen, auch wenn der Motor aus ist. Auch hier gibts das volle Spektrum der Bedieneinheiten.


Alle Heizungen können für den Umluftbetrieb, Frischluftbetrieb und Mischluftbetrieb verwendet werden. (Bei Mischluftbetrieb ist ein Luftmischer notwendig. Ein Y Abzweig mit zwei Ein- und einem Ausgang und Stellklappe zwischen den beiden Eingängen)

Bei Standheizungen und beim Zuheizer, kann auch ein Warmwasserboiler mit angeschlossen werden. Nur beim Vorheizer reicht die Leistung nicht, um innerhalb 30 Minuten die Scheiben abzutauen, den Fahreraum und den Motor vorzeuheizen und auch noch den Warmwasserboiler aufzuheizen.

Standheizungen sind normalerweise an den Fahrzeugkraftstofftank und an einer Batterie im Fahrzeug angeschlossen. Es gibt diese aber auch mit eigenem Tank und eigener Batterie, so dass man das System auch in einem Wohnwagen oder Ladeanhänger einbauen könnte, der ja keinen Motor hat. Desweiteren gibt es die Geräte in einem targbarem Kasten mit eigenem Tank, Fremdtank und Fremdbatterieanschluss, als tragbares System um damit z.B. Zelte zu beheizen.

All die oben genannten Heizgeräte heizen mit Kraftstoff, je nach Ausführung mit Diesel oder Benzin.

Dann gibt es noch elektrische Vorheizer, welche man sich als im Kühler eingebaute Tauchsieder vorstellen kann.
Das elektrische Heizelement ist im Kühlkreislauf fest eingebaut und wird per Kabel an einer Steckdose in der Garage angeschlossen. Im Kühlkreislauf wird zusätzlich eine kleine elektrische Umwälzpumpe mit eingebaut, damit das warme Wasser im Kühlkreislauf überhaupt zirkuliert, obwohl der Motor aus ist.
Für den Hausgebrauch ist meistens vorne im Kühlergrill der Steckanschluss montiert, so dass die Steckerverbindung sich beim Zurückfahren lößen würde, wenn man das Ausstecken vergisst. Es gibt auch Schaltungen dazu, die das Starten des Motors verhindern, solange der Verheizer noch angesteckt ist. Komerzielle Nutzer haben meist Kraftstoffstandheizungen und zusätzlich einen elektrischen Vorheizer, damit das Fahrzeug immer warm ist und der Motor gleih voll belastet werden kann. Die gleichzeitige Aufladung der Starter- und Bordbatterien ist nur eine weitere Spielerei, welche aber für den Komunalbetrieb sinvoll ist. Die Komunalfahrzeuge haben den elektrischen Vorheizeranschaluss meist neben der Fahrertüre, so dass der Fahrer beim Aussteigen in der Garage einfach anstecken kann. Diese elektrischen Vorheizeranschlüsse haben einen Auswurfstecker. Beim Starten des Motors wird der Stecker automatisch ausgesteckt und samt Anschlusskabel neben das Fahrzeug geworfen.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Bei weiteren Fragen, einfach fragen. Ich habe eine umfangreiche Datensammlung über Standheizungen.

Gruß, Techniker

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Opa_R » 12 Nov 2016 19:33

petra13 hat geschrieben:Hallo
Ich stehe genauso noch ein bischen vor einem Rätsel meiner Zusatzheizung..
Den doppelknopf neben den lenkrad hab ich sowie bodendüsen im heck..
Benötigt man nicht eine schaltuhr oder fernbedienung dafür? Beides hab ich nicht..
Das mit dem Gebläse hab ich verstanden, aber das soll dann auch im stand ohne laufenden motor heizen? Wenn ja, wie? ( kann es leider selber noch nicht testen da der wärmetauscher defekt is)
Lg petra :?: :D
Hy Petra :wink:
Doppelten Schalter hast du.Also , nach unten bei Laufendem Motor = Zuheizer.Der sorgt z.b. dafür den Motor / Kühlwasser / Heizung schneller auf Temperatur zubringen.Auch im Stau z.b. wenn der Motor nicht genug Wärme erzeugt ( ist leider ein Problem der CDI Motoren nicht immer mit 80° zulaufen ).Drückst du den Schalter oben ist die Standheizung an.Nun zeit er im Kombiinstrument (bei High Line KI ) die Schaltuhr.Ohne Highline einfach mal das KI druchdrücken ( linke obere Taste ) da kannst du auch die Ein - Ausschaltzeit einstellen.
Liebe grüße Renate und Schorsch ;)
Alle Angaben ohne Gewähr :)

Vita : 307 D , 209 D , 312 D , 316 CDI , 318 CDI

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von 400cdi » 12 Nov 2016 21:50

Es ist nicht nachvollziehbar für mich.
Warum braucht Mann ein Wohnmobil, wenn Mann eine Wohnung hat.
Bitte umlegen auf diese Frage.

Mann Mann Mann ....

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von petra13 » 13 Nov 2016 23:28

Techniker hat geschrieben:Hallo petra13,

leider werden verschiedne Begriffe von verschiednen Firmen und auch von den Fahrzeugbenutzern unterschiedlich verwendet.

Die normale Fahrzeugheizung kennt jeder.
Praktisch ist das ein kleiner Wasserkühlkörper welcher hinter dem Fahrerraum Lüftungsgebläse sitzt. Wenn der Motor an ist und der Heizregler geöffnet wird, ströhmt ein Teil des heißen Motorkühlwassers durch den Kühlkörper. Wenn man nun den Lüfter einschaltet, wird die kalte Luft durch den Kühlkörper geblasen und tritt im Fahrerraum als warme Luft aus.

Die Zusatzheizung
ist normalerweise nur ein zweiter Wasserkühlkörper und ein zweiter Lüfter. Beides weiter hinten im Fahrzeug eingebaut, um den Fahrgastraum besser und etwas unabhängig vom Fahrerraum heizen zu können. (Im Laderaum, an der Außenwand hinter dem Fahrersitz.)
Bei manchen Fahrzeugen werden als "Zusatzheizung" nur zusätzliche Luftdüsen für hinten und eine eigene Steureung (Bedienteil in der Decke) für diese Luftdüsen, eingebaut. (Bodenkanal mit Luftauslass hinter den Vordesitzen) Dies ist eigentlich nur eine zusätzliche Warmluftverteilmöglichkeit der normalen Fahrzeugheizung.

Was als Zuheizer verkauft wird
ist die schon beschriebene funktionseingeschränkte Standheizung. Um die Fahrzeugbatterie nicht zu leeren, funktioniert diese nur wenn der Motorläuft oder je nach Modell 30 Minutn bis 1,5 Stunden auch ohne Motor. Das Gerät erfüllt zwei per Wahlschalter einstellbare Funktionen. Einmal den Motor schneller aufzuheizen und bei niedriger Fahrgeschwindigkeit oder in Winter, auf einer günstigen Betriebstemperatur zu halten oder zweitens, den Innenraum schneller zu heizen. Manche Zuheizer können auch 30 Minuten nachlaufen, so dass die Motorwärme noch zur Innenraumerwärmung genutz werden kann, wenn der Motor gerade aus gemacht wurde.
Diese Zuheizer kann man zu einer richtigen Standheizung umbauen. Dazu benötigt man vor allem eine zusätzliche Batterie, damit man nach dem Satndheizbetrieb von x Stunden das Fahrzeug noch starten kann. Sinvoll dazu ist eine programmierbare Uhr, so dann man z.B.morgens um 7 Uhr zu seinem abgetauten und betriebswarmen Fahrzeug kommt.
(Der Umbau ist im Forum schon genau beschrieben)

Vorheizer
haben keine eigene Brennstoffpumpe, dafür aber einen eigenen Tank, welcher während der Fahrt von der normalen Kraftstroffpumpe mit gefüllt wird. Der eigene Tank ist für eine Betriebszeit von 30 Minuten ausgelegt. Das reicht um die Scheiben abzutauen und den Innenraum und den Motor anzuwärmen. Mit einer Uhr kann man die Startzeit einstellen. (auch Fernbedienung per Handsender oder Handi sind erhältlich) Während der Fahrt kann man das Gerät nicht verwenden, da es nich für den Dauerbetrieb ausgelegt ist.

Die echte Standheizung
gibt es als Wasser- und als Luftheizung. Bei der Wasserheizung kann normalerweise der Motor mit geheitzt werden. (es gibt aber auch Wasserstandheizungen welche nicht am Motorkühlkreislauf angeschlossen sind und nur einen eigenen Wasser-Luft-Wärmetauscher haben). Bei der Wasserstandheizung, wird je nach Anschluss im Kühlkreislauf, zuerst der Motor erwärmt und wenn diese warm ist, die Innenraumlüftung zugeschaltet, damit auch der Innenraum warm wird. (auch hier kann eine Zusatzheizung in Form von eigenem Heizlüfter oder nur Zusatzwarmluftdüsen eingebaut werden)
Hierzu gibt es Bedienteile zum direkten Einschalten, auch mit automatischer Abschaltzeit, mit programmierbarer Uhr, Handsender- und Handiverbedienung.

Die Luftstandheizung
dient in der Regel nur dazu, den Innenraum alleine oder zusätzlich zur normalen Fahrzeugheizung zu heizen, auch wenn der Motor aus ist. Auch hier gibts das volle Spektrum der Bedieneinheiten.


Alle Heizungen können für den Umluftbetrieb, Frischluftbetrieb und Mischluftbetrieb verwendet werden. (Bei Mischluftbetrieb ist ein Luftmischer notwendig. Ein Y Abzweig mit zwei Ein- und einem Ausgang und Stellklappe zwischen den beiden Eingängen)

Bei Standheizungen und beim Zuheizer, kann auch ein Warmwasserboiler mit angeschlossen werden. Nur beim Vorheizer reicht die Leistung nicht, um innerhalb 30 Minuten die Scheiben abzutauen, den Fahreraum und den Motor vorzeuheizen und auch noch den Warmwasserboiler aufzuheizen.

Standheizungen sind normalerweise an den Fahrzeugkraftstofftank und an einer Batterie im Fahrzeug angeschlossen. Es gibt diese aber auch mit eigenem Tank und eigener Batterie, so dass man das System auch in einem Wohnwagen oder Ladeanhänger einbauen könnte, der ja keinen Motor hat. Desweiteren gibt es die Geräte in einem targbarem Kasten mit eigenem Tank, Fremdtank und Fremdbatterieanschluss, als tragbares System um damit z.B. Zelte zu beheizen.

All die oben genannten Heizgeräte heizen mit Kraftstoff, je nach Ausführung mit Diesel oder Benzin.

Dann gibt es noch elektrische Vorheizer, welche man sich als im Kühler eingebaute Tauchsieder vorstellen kann.
Das elektrische Heizelement ist im Kühlkreislauf fest eingebaut und wird per Kabel an einer Steckdose in der Garage angeschlossen. Im Kühlkreislauf wird zusätzlich eine kleine elektrische Umwälzpumpe mit eingebaut, damit das warme Wasser im Kühlkreislauf überhaupt zirkuliert, obwohl der Motor aus ist.
Für den Hausgebrauch ist meistens vorne im Kühlergrill der Steckanschluss montiert, so dass die Steckerverbindung sich beim Zurückfahren lößen würde, wenn man das Ausstecken vergisst. Es gibt auch Schaltungen dazu, die das Starten des Motors verhindern, solange der Verheizer noch angesteckt ist. Komerzielle Nutzer haben meist Kraftstoffstandheizungen und zusätzlich einen elektrischen Vorheizer, damit das Fahrzeug immer warm ist und der Motor gleih voll belastet werden kann. Die gleichzeitige Aufladung der Starter- und Bordbatterien ist nur eine weitere Spielerei, welche aber für den Komunalbetrieb sinvoll ist. Die Komunalfahrzeuge haben den elektrischen Vorheizeranschaluss meist neben der Fahrertüre, so dass der Fahrer beim Aussteigen in der Garage einfach anstecken kann. Diese elektrischen Vorheizeranschlüsse haben einen Auswurfstecker. Beim Starten des Motors wird der Stecker automatisch ausgesteckt und samt Anschlusskabel neben das Fahrzeug geworfen.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Bei weiteren Fragen, einfach fragen. Ich habe eine umfangreiche Datensammlung über Standheizungen.

Gruß, Techniker
Hallo
ich danke dir für deine Mühe!
Wenn ich also eine Warmwasser-Zusatzheizung ((So wird das im Handbuch genannt) =Wasserstandheizung?) hab funktioniert die vermutlich nicht bei abgestelltem Motor?
Bin ein bisschen verwirrt :lol: (bei meinem T4 ganz einfach zu erkennen :P )
Lg Petra
400cdi hat geschrieben:Es ist nicht nachvollziehbar für mich.
Warum braucht Mann ein Wohnmobil, wenn Mann eine Wohnung hat.
Bitte umlegen auf diese Frage.

Mann Mann Mann ....
Ich weiß ja nicht auf welche Frage genau du das beziehst, wenn du nicht helfen möchtest, wirst du nicht gezwungen hier mitzulesen ;)
(Achja als Innenarchitektin und Tischlerin hab ichs nicht so mit der Automobiltechnik, und mit 23 kann ich auch nicht allwissend sein ;) )
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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Techniker » 14 Nov 2016 16:16

Hallo,
selbst Mercedes verwendet diese Bezeichnung bei verschiedenen Baujahren unterschiedlich. Schau in das Betriebshandbuch, wie die Heizung zu bedienen ist. Dann wird schnell klar, ob das eine richtige Standheizung ist, oder ein Zuheizer. Dieser könnte relativ einfach zu einer richtigen Standheizung umgebaut werden.
Gruß, Techniker

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von Techniker » 14 Nov 2016 22:09

Hallo,

zu meinem Stromrechner habe ich im Forum schon mal einen Link gepostet.

Hier gehts zu meinem Heizleistungsbedarfsrechner (läuft auf Excel ab 2010):

http://www.technikprojekt.de/zwischenla ... chner.xlsx

Gruß, Techniker

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von lazyfruit » 10 Apr 2019 11:02

Ich würde mich hier gerne mal einklinken, hoffe das passt hier noch.

Mein Fahrzeug hat auch die hier beschriebene Zusatzheizung mit der "Doppelfunktion". Zu meiner Freude lässt sie sich auch tatsächlich bei ausgeschaltetem Zündung aktivieren.

Nun hat mein Dicker einen 30L Boiler mit Motorwärmetauscher. Der Boiler wird automatisch während der Fahrt beheizt, kann aber auch durch den Zuheizer beheizt werden.

Nun stören mich zwei Dinge:
1) der Zuheizer läuft auf der Fahrzeugbatterie
2) Wenn ich den Boiler im Winter beheizen möchte, heize ich immer den gesamten Motorblock inkl. 13L Motoröl mit, auch wenn ich den Motor gar nicht starten will.

Ich würde daher gerne den Kreislauf "Zuheizer <---> Boiler" mit einem Kugelhahn oder ähnlichem vom Motorkreislauf absperrbar machen und zudem den Zuheizer gerne auf die Wohnraumbatterie klemmen.

Haltet ihr ein solches Vorhaben für machbar? Macht die Bordelektronik da irgendwie Probleme wenn ich den Zuheizer auf die Wohnraumbatterie klemme?

Danke,

Gruss Philipp
Sprinter 518, Bj.2008

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Re: Zweck der Zusatzheizung und Bedienung

Beitrag von BlackTuareg » 13 Jul 2019 07:25

Hallo Philipp,
ich habe bei mir die die Eberspächer-Luftheizung einfach auf meine Gelbatterien (wichtig: nicht galvanisch getrennt, dh mit Fahrzeugmasse verbunden) im Sicherungskasten umgeklemmt. Die Bedieneinheit läuft weiterhin über die Starterbatterie. Das funktioniert seit Jahren einwandfrei. Das sollte bei der Standheizung genauso gehen. Kann nur trotzdem sein, dass er das einschalten bei zu geringer Starterbatterie nicht genehmigt.

Schick doch mal paar Bilder davon wie du deinen Boiler angeschlossen hast! Das klingt interessant! Regelst du die Temperatur im boiler oder hast du einen Mischer nachgeschaltet?

Viele Grüße,
blacktuareg

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