Hallo zusammen,
mein Name ist Carsten und ich bin gerade dabei, mir eine 3,5t-Transporter-Basis für eine Fern-/Weltreise zusammen zu stellen.
Die fixen Betriebskosten sollen dabei möglichst gering gehalten werden und eine gewisse Zuverlässigkeit vorhanden sein. Geschwindigkeit ist hingegen nicht so mein Ding!
Zuerst hatte ich einen Sprinter 312D oder einen (abgelasteten) Vario 512D ins Auge gefasst. Den gibt es noch in Euro2/3, könnte nach Bedarf sogar kostspielig auf Euro4 aufgerüstet werden. Beide haben den 5-zylindrigen OM602 DE 29 LA verbaut, also Turbo mit Ladeluftkühler. Ein einigermaßen potenter Motor mit 122PS und 280Nm für (nur) 3,5t, aber es ist bereits ein (alter lauter) Direkteinspritzer und EDC, sprich also auch mit entsprechend anfälliger Elektronik an Board. Nicht so gut in fernen Ländern ausserhalb Europas.
Dann schweben mir derzeit doch noch eher die 4-zylindrigen 79PS Modelle vor, 2299ccm, mit dem OM601 D 23 Vorkammer-Saugdieselmotor und 152-157Nm. Sollen auch schonmal deutlich leiser als die alten OM616 aus'm u.a. 407D oder 507D sein.
Der OM601 D23, egal ob mit oder ohne Turbo, kann quasi alles schlucken, von Heizöl bis Biodiesel oder auch schlechte Dieselqualitäten, wenn es daruf ankäme.
Da mir das aber schon recht wenig an Leistung erscheint mit den 79PS (bzw. 82PS baim T1 Automatik), ist mir da der Gedanke gekommen, jenen OM601 D23 aber als LA aus einem Vito 110D bzw. V230TD
in einen T1-308D oder T2(neu)-508D oder Ursprinter/T1N-308D verbauen zu lassen.
Was meint ihr?
Jener Turbodieselmotor TD hat 98Ps und 230Nm. Damit liese sich gut arbeiten bei 3,5t zGG denke ich.
Fragen an die Erfahrenen unter euch:
Ist es legal und zu einem überschaubaren Preis realisierbar, jenen Saugdiesel in diesen Modellen durch einen Turbodiesel zu ersetzen?
Es wäre die gleiche Motorbasis als OM601, 2299ccm, den TD gab es im Vito von 1996 - 1999, es wäre also ein neuerer Motor in einem älteren Fahrgestell, Motoraufnahmepunkte vermutlich identisch, geringere Emissionen, geringerer Verbrauch, mehr Leistung. (Endgeschwindigkeit vermutlich ähnlich niedrig wie beim Sauger, weil beide trotzdem die Nennleistung bei 3800/min anliegen haben. Falls das Sauger-Getriebe dem nicht standhalten sollte, müsste man das Vito-Getriebe mit entsprechend anderer Getriebeübersetzung mit übernehmen.). Auch dürfte sich der kleine 2.3L-Motor auch noch positiv auf die verbleibende Zuladegewicht auswirken und auch weniger Gewicht auf der Vorderachse bescheren.
Zudem hätte jener TD aus dem Vito genommen in egal welchem anderen Chassis sicher mehr kühlende Luft und bessere Abluft als, weil mehr Platz in den Motorräumen der Transporter vorhanden sein dürfte. (huch, ggf. noch Platz für einen LLK, kleiner Schwerz, wollen es ja nicht übertreiben)
Jener Vito TD hätte auch den Charme, dass es ihn auch z.T. schon mit Klima gab und sogar mit Wandlergetriebe (was ja aber auch wieder mehr Kraftstoff verbrauchen würde). Die 79PS OM601 D23 gab es in den Transportern wohl eher nur mit dem 5-Gang Schaltgetriebe.
Ob der Wandler mit den 3,5t klarkäme?
Und solche Vitos mit 2.3TD gibt es auch noch komplett schon für einige 100€. Klar, haben halt keine Euro4 und sind somit nur noch aufs Land verbannt.
Die andere Frage wäre allerdings noch, wie haltbar ist jener OM601 D23 LA (ohne Ladeluftkühler) aus dem MB Vito, wenn er bei eher geringen, weniger kühlenden) Geschwindigkeiten mehr Gewicht z.B. Serpentienen hinauf auf die Berge zu befördern hat?
War der Vito mit dem 2,3L TD denn damals als zuverlässig zu bezeichnen?
T1 als 308D gab es von 1988 - 1995
T2(neu) als 508D gab es von 1989 - 1996
T1N/Sprinter 308D gab es von 1995 - 2000
Gibt es für diese drei Modelle denn eigtl. jeweils verschiedene Achsübersetzungen, aus denen man wählen könnte (falls Vito-Getriebe erfroderlich würde) und gibt es für alle diese drei Modelle und deren verfügbaren Achsen eigtl. auch immer die Möglichkeit für eine Diff.-Sperre hinten oder nur für spezielle (z.B. beim Kipper oder so)?
Danke euch schonmal.
Beste Grüße
Carsten
Motorumbau Motorwechsel Saugdiesel -> TurboDiesel in T1 / T2N / T1N Sprinter 1
Re: Motorumbau Motorwechsel Saugdiesel -> TurboDiesel in T1 / T2N / T1N Sprinter 1
Schon einmal Gedanken zu Zulassung gemacht? Es geht ins Geld, eine Zulassung zu erreichen, wenn man Komponenten aus verschiedenen Fahrzeugen zusammenstellt. Und da dies als neue Zulassung gilt, sind die heutigen Abgasvorschriften einzuhalten. Es ist besser, ein Fahrzeug, zu dem es bereits eine Zulassung gibt, auf einem alten Chassis nachzubauen, oder es direkt so zu kaufen. Dabei gilt immer, dass die Motortechnik nicht älter sein darf als das Chassis vorgibt. Man darf einen Motor mit besserer Abgastechnik als Ersatz in ein altes Chassis bauen (wenn es dazu schon eine Typzulassung gibt), aber nicht umgekehrt.
Zuletzt geändert von Vanagaudi am 12 Jun 2020 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
Re: Motorumbau Motorwechsel Saugdiesel -> TurboDiesel in T1 / T2N / T1N Sprinter 1
...und dann sollte dir nicht entgangenen sein, dass der Ur-Vito FRONTANTRIEB...und damit ein ganz anderes Getriebe...hatte.
Der Motor sollte aber mit Sprinter-Anbauteilen versehen in den Sprinter passen.
Allerdings sind die aufgeblasenen Ur-Diesel (Wirbelkammer/Vorkammer) mit dem zusätzlichen Wärmeenergieeintrag durch die erhitzte Ladeluft unter Volllast sehr schnell an ihre Grenzen gekommen...dauerhaft 3,5to wäre der Lebensdauer da nicht förderlich.
Kleine Anekdote dazu: Mein T3 1,6TD-LLK mit ca. 90PS ist nach zig-Zehntausend Kilometern als Wohnwagengespann mit 3,8-4,0to mit Hitzerissen in allen Kolben an einer unter Volllast gebrochenen Kurbelwelle gestorben...ist aber dank zweier LLKs in Reihe und ebenfalls mehrerer Ölkühler souverän gelaufen und laut Kühlmittel- und Öltemperatur immer im grünen Bereich betrieben worden.
Der große Vorteil der Direkteinspritzer ist eben auch, das sie deutlich größere thermische Reserven haben weil die Zündung des Kraftstoffs nicht im Zylinderkopf sondern im Kolben stattfindet.
Ein LLK-Einbau (ist beim Sprinter ja eh meist vorhanden) kann das Problem etwas entschärfen wenn man nicht gleichzeitig den Ladedruck erhöht um Mehrleistung zu bekommen.
Grundsätzlich war/ist? es möglich einen anderen Motor zu verbauen...wenn er mindestens eine Schadstoffstufe besser als der Originalmotor ist.
Ob sich der TÜV darauf einläßt ist deren Ermessenssache...das, bzw. deren Auflagen dazu, sollte man vorab klären.
...such mal nach "Dieselolli"...da findest du einigen Input
Gruß, Uwe.
Der Motor sollte aber mit Sprinter-Anbauteilen versehen in den Sprinter passen.
Allerdings sind die aufgeblasenen Ur-Diesel (Wirbelkammer/Vorkammer) mit dem zusätzlichen Wärmeenergieeintrag durch die erhitzte Ladeluft unter Volllast sehr schnell an ihre Grenzen gekommen...dauerhaft 3,5to wäre der Lebensdauer da nicht förderlich.
Kleine Anekdote dazu: Mein T3 1,6TD-LLK mit ca. 90PS ist nach zig-Zehntausend Kilometern als Wohnwagengespann mit 3,8-4,0to mit Hitzerissen in allen Kolben an einer unter Volllast gebrochenen Kurbelwelle gestorben...ist aber dank zweier LLKs in Reihe und ebenfalls mehrerer Ölkühler souverän gelaufen und laut Kühlmittel- und Öltemperatur immer im grünen Bereich betrieben worden.
Der große Vorteil der Direkteinspritzer ist eben auch, das sie deutlich größere thermische Reserven haben weil die Zündung des Kraftstoffs nicht im Zylinderkopf sondern im Kolben stattfindet.
Ein LLK-Einbau (ist beim Sprinter ja eh meist vorhanden) kann das Problem etwas entschärfen wenn man nicht gleichzeitig den Ladedruck erhöht um Mehrleistung zu bekommen.
Grundsätzlich war/ist? es möglich einen anderen Motor zu verbauen...wenn er mindestens eine Schadstoffstufe besser als der Originalmotor ist.
Ob sich der TÜV darauf einläßt ist deren Ermessenssache...das, bzw. deren Auflagen dazu, sollte man vorab klären.
...such mal nach "Dieselolli"...da findest du einigen Input
Gruß, Uwe.
Re: Motorumbau Motorwechsel Saugdiesel -> TurboDiesel in T1 / T2N / T1N Sprinter 1
Der Typ 638 hat Frontantrieb und somit lassen sich dessen Aggregate Nut aufwändig bis gar nicht in ein Fahrzeug mit Heckantrieb einbauen.
Das Getriebe gar nicht und am Motor müsste der Turbo geändert werden.
Der 602 DELA ist robust, zuverlässig und recht weit verbreitet, auch im Ausland und hat in beiden Fahrzeugen ein Zulassung.
Das Getriebe gar nicht und am Motor müsste der Turbo geändert werden.
Der 602 DELA ist robust, zuverlässig und recht weit verbreitet, auch im Ausland und hat in beiden Fahrzeugen ein Zulassung.
Gruß aus OWL
v-dulli (Helmut)
____________________________________________________________________________________________
NCV3 316CDI, 7G, Hymer GCS 4x2 i=3,923, 255/55 R18, Verbrauch 9,69l
v-dulli (Helmut)
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NCV3 316CDI, 7G, Hymer GCS 4x2 i=3,923, 255/55 R18, Verbrauch 9,69l
Re: Motorumbau Motorwechsel Saugdiesel -> TurboDiesel in T1 / T2N / T1N Sprinter 1
Danke euch schonmal bis hier hin.
Habe soeben eine Rückmeldung eines Vito-Fahrers mit Motorschaden erhalten.
Er bemerkte es wegen Öl unterm Auto. Darauf hin inspizieren lassen. Es ist ein Stück vom Turbo abgebrochen und durch den Motor gewandert. Ein Zylinder hat nun weniger Kompression.
Hmmm.
Klar, ist nur ein Fall kurz herausgegriffen und keienr weiß, wie mit dem Motor umgegangen wurde. Aber zu denken gibt mir das jetzt doch schon.
Grrrrr.
Grüße
Carsten
Habe soeben eine Rückmeldung eines Vito-Fahrers mit Motorschaden erhalten.
Er bemerkte es wegen Öl unterm Auto. Darauf hin inspizieren lassen. Es ist ein Stück vom Turbo abgebrochen und durch den Motor gewandert. Ein Zylinder hat nun weniger Kompression.
Hmmm.
Klar, ist nur ein Fall kurz herausgegriffen und keienr weiß, wie mit dem Motor umgegangen wurde. Aber zu denken gibt mir das jetzt doch schon.
Grrrrr.
Grüße
Carsten








