ich bin Thomas (56) aus Berlin.
Ich lebte in meinen 20-ern in 2 selbstausgebauten VW LT in vielen Gegenden in Europa und auch Afrika.
Als ich mit 30 nach Berlin zurückkehrte, war das OK für mich, auch wenn ich die Rückkehr eher als „kurze“ Pause ansah, bis ich wieder losfahren würde. Dann allerdings mit einem 4x4 LKW auf Weltreise.
Naja, wie so oft, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt
Der Wunsch, in einem Weltreisemobil zu leben und zu reisen lies nie nach, ich hatte ihn aber erst mal hintenangestellt.
Nach (zu) vielen Jahren der Reiseabstinenz hatte ich vor 4 Jahren Jahren aus dem hintergründigen und unpräzisen Traum einen klaren Plan gemacht und entschieden, es sei soweit.
Die Parameter waren:
nicht mehr auf 2x3m leben, abseits von Teerstrassen fahren können, ein robustes Fahrzeug, dass nicht dauernd Pannen hat, bezahlbar
Ich plante ausführlich mein Fahrzeug, Auf- und Ausbau bis ich eine klare Vorstellung hatte, was es werden sollte: Ein 4x4 Weltreisemobil, 20ft Wohnaufbau auf einem NG 1224. Ich war sogar schon soweit, dass ich ein passendes Fahrzeug konkret und ernsthaft suchte, um dann auch zuzuschlagen und mit dem Ausbau anzufangen.
Aber erneut kam es anders und Corona trat an, uns zu ärgern
Ich musste gezwungenermassen meine Kauf- und Ausbaupläne vorübergehend auf Eis legen.
In den letzten 2 Jahren hinterfragte ich immer wieder eine Sache, die mich zu Anfang der Planung immer schon etwas störte: Will ich wirklich 12-14 Tonnen durch die Gegend fahren, will ich wirklich 25–30 Liter Diesel pro 100km in die Luft jagen?
(zumindest) zur Zeit ist mein Plan nicht mehr, auf Weltreise zu gehen. Ich möchte zwar in den kommenden Jahren immernoch über längere Zeiträume in einem selbst ausgebauten Fahrzeug leben. Allerdings in Europa. Dies hat die Überlegung nach einem passenden Fahrzeug erneut angekurbelt.
Ich stehe inzwischen vor der Entscheidung, ob ich vielleicht lieber anstatt NG1224 einen Atego 4x4 oder nicht besser doch gleich einen Sprinter nehme.
Und deshalb bin ich jetzt hier im Forum und hoffe, dass ich hier ein paar Gespräche führen kann, ein paar Empfehlungen bekomme und meine Meinung bilden kann.
Ich habe schon einige Zeit hier im Forum quergelesen. Sollte ich Sachen überlesen haben, die ich hier erneut anspreche, könnt Ihr mir auch gerne einen Hinweis darauf geben.
Um einen Einstieg ins Gespräch zu bekommen, würde ich gerne folgende Themen/Fragen in den Raum stellen, obwohl ich weiss, dass es darauf keine eindeutigen Antworten geben kann. Mich würden aber Eure Meinungen interessieren
1a. Ist es (sinnvoll) realistisch auf ein Womo-Sprinter L4/H3 mit 3,5to zu planen?
1b. Was sagen die Fahrer der L3 und L4 Varianten über die Fahreigenschaften bezogen auf die Länge? Fährt sich das noch akzeptabel oder ist es schon zu sperrig in europäischen Städten?
2. Lohnt es sich über 4x4 beim Sprinter nachzudenken? Wird ein 4x4 Sprinter off-road fahren können? Ich denke da fehlende Sperren, Bodenfreiheit, Rampen- und Böschungswinkel, verfügbare und erlaubte Reifengrössen.
3. Wie verwindungssteif ist ein Sprinter L3/L4 mit H2/H3. Zerreisst es mir da die Einbau-Möbel, wenn ich mal etwas abseits von Teerstrassen fahre?
4. Bekommen ich in einen H3 ein Hubdach eingebaut, unter dem ich dann noch 1,90m lichte Höhe habe. (Bezieht sich die Angabe in den technischen Daten von Mercedes auf die Innenhöhe über dem Boden bis zum Dach oder nur bis unter die Dachholme?)
5. Ich habe jetzt öfters gehört, dass die Sprinter-„Klasse“ heutzutage im Prinzip für Nutzfahrzeug-Einsatz gedachte PKWs sind bzw auf PKW-Technik beruhen. Das würde bedeuten, dass die geplanten Laufleistungen bei 100.000-200.000km liegen würden. Daraus ergäbe sich, dass Sprinter mit höheren Laufleistungen höchstwahrscheinlich ab dann laufend Pannen hätten.
-> Wie ist Eure Meinung/Erfahrung hierzu? Macht es prinzipiell noch Sinn, über den Kauf eines Sprinters mit 250.000km nachzudenken, wenn man „schrauben“ nicht als das Haupthobby betrachtet, sondern die möglichst pannenfreie Reise. (so ein NG ist ja auf 500.000-1.000.000 ausgelegt. Da würde man die Reserven bei Nutzung als Reisemobil nicht ausreizen, wenn es erst einmal überholt wurde)
-> Mit ist klar, dass ein gebrauchtes Fahrzeug Pannen haben wird, es geht mir mehr um ein Gefühl. Welche Komponenten sind denn typische Ausfälle und bei welcher Laufleistung oder Lebensdauer? (z.B. Turbolader, Getriebe, Motor, Antriebswelle, Rost)
Ich freue mich auf Eure Antworten
Viele Grüße, Thomas











