Wie Sprinter Einwintern?
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Gelöschter User
Wie Sprinter Einwintern?
Hallo Leute, bei uns in Tirol schaut schon der Schee von den Bergen, langsam muss ich ans Einwintern meines Sprinters denken.
Mein Sprinter steht im Winter in einer Garage ohne Tor, drei Seiten sind zu eine ist offen (darf aus feuerpolizeilichen Gründen leider kein Tor einbauen).
Batterien ausbauen und immer wieder aufladen ist klar.
Wie sieht es mit den Reifen aus? Aufbocken und Reifen entlasten? Was und wo stellt man unter wen man aufbockt? Wären da nicht vier Wagenheber ideal? Muss man die Bremsscheiben irgenwie schützen? Soll man den Motor ab und zu laufen lassen? Tank voll oder leer?
Wer hat Erfahrung damit?
Mein Sprinter steht im Winter in einer Garage ohne Tor, drei Seiten sind zu eine ist offen (darf aus feuerpolizeilichen Gründen leider kein Tor einbauen).
Batterien ausbauen und immer wieder aufladen ist klar.
Wie sieht es mit den Reifen aus? Aufbocken und Reifen entlasten? Was und wo stellt man unter wen man aufbockt? Wären da nicht vier Wagenheber ideal? Muss man die Bremsscheiben irgenwie schützen? Soll man den Motor ab und zu laufen lassen? Tank voll oder leer?
Wer hat Erfahrung damit?
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Gelöschter User
Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallo Alpensprinter
Ich nehme zwecks Aufbocken normale Höhenverstellbare Klappstüzen Traglast ca. 3 Tonnen pro stück. Gibt es günstig in jedem Baumarkt. Die Böcke stelle ich unter die Original Wagenheberaufnahme. Da du einen Kunststoff Tank hast, braucht der nicht voll sein. Wenn der Motor einmal steht solltest du ihn zwischendurch nicht Starten. Du kriegst ihn dann ja nicht mal auf Betriebstemperatur. Allerdings werde ich diesen Winter mein Auto nicht wegpacken. Leider habe ich nur schlechte Erfahrungen damit gemacht. In jedem Frühjahr ist irgendwas Undicht. Simmering an der Hinterachse, Wasserpumpe, und so weiter. Einige Fachleute meinen das die Dichtungen verhärten wenn das Auto über längere Zeit nicht bewegt wird. Da scheint irgendwas dran zu sein.
Gruß Sprinti
Ich nehme zwecks Aufbocken normale Höhenverstellbare Klappstüzen Traglast ca. 3 Tonnen pro stück. Gibt es günstig in jedem Baumarkt. Die Böcke stelle ich unter die Original Wagenheberaufnahme. Da du einen Kunststoff Tank hast, braucht der nicht voll sein. Wenn der Motor einmal steht solltest du ihn zwischendurch nicht Starten. Du kriegst ihn dann ja nicht mal auf Betriebstemperatur. Allerdings werde ich diesen Winter mein Auto nicht wegpacken. Leider habe ich nur schlechte Erfahrungen damit gemacht. In jedem Frühjahr ist irgendwas Undicht. Simmering an der Hinterachse, Wasserpumpe, und so weiter. Einige Fachleute meinen das die Dichtungen verhärten wenn das Auto über längere Zeit nicht bewegt wird. Da scheint irgendwas dran zu sein.
Gruß Sprinti
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Gelöschter User
Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallo Alpensprinter,
ich mach noch vor dem Winter immer Ölwechsel, reinige das Fahrzeug - trockenfahren nicht vergessen!!! Sprühe den Motorraum mit Schutzwachs von DC ein, Schlösser und andere Teile mit Ballistol.
Den Motor drehe ich ab und zu mit dem Anlasser durch, eben so, daß er nicht anspringt.
Reifendruck erhöhen - sonst rumpeln die im Frühjahr ganz schrecklich.
An den Standschäden ist auf jeden Fall was dran, aber immer noch besser als die Salzschäden, weil ich auch kein Wintercamper bin.
Gruß aus dem Bayerischen Wald nach Tirol
Thomas
ich mach noch vor dem Winter immer Ölwechsel, reinige das Fahrzeug - trockenfahren nicht vergessen!!! Sprühe den Motorraum mit Schutzwachs von DC ein, Schlösser und andere Teile mit Ballistol.
Den Motor drehe ich ab und zu mit dem Anlasser durch, eben so, daß er nicht anspringt.
Reifendruck erhöhen - sonst rumpeln die im Frühjahr ganz schrecklich.
An den Standschäden ist auf jeden Fall was dran, aber immer noch besser als die Salzschäden, weil ich auch kein Wintercamper bin.
Gruß aus dem Bayerischen Wald nach Tirol
Thomas
Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallöle,
ich hatte meinen alten LT-1 zum Schluß über Winter abgemeldet.
Was ich dann regelmäßig bei der Wiederingangsetzung erlebte, waren feste Scheibenbremsen.
Daher würde ich vorschlagen, die Sättel vorher vielleicht einmal gründlich abzublasen, damit sich da nichts in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit festsetzen kann.
Obwohl das Fahrzeug ungeschützt 6 Monate draußen stand, waren die Bremsscheiben aber nie korrodiert. Dazu müßte wohl direkt Wasser daran kommen.
Den Motor ab und zu laufen zu lassen, würde ich tunlichst vermeiden.
Flugmotoren werden in den Zylindern mit speziellem Korrosionsschutzöl behandelt.
Da man aber da beim Sprinter wohl nicht ohne weiteres herankommt, würde ich vorschlagen:
1. Auf jeden Fall frisches Öl im Motor haben.
Öle sind mit Legierungsstoffen versehen, die das Öl im alkalischen Bereich puffern und damit saure Verbrennungsreste unschädlich machen. Bei großen Schiffsdieselmotoren, bei denen das Öl nicht gewechselt werden kann, wird eine Partikelreinigung über Zentrifugen vorgenommen und in einem eigens an Bord befindlichen LAbor (wie klein das auch sein mag) die Pufferkapazität gemessen um diese anschließend durch Zugabe solcher Additive zu korrigieren.
Aber für uns gilt : Je frischer das Öl, desto besser die Pufferungsfähigkeit.
2. Den Wagen erst abstellen, nachdem er zum letzten Mal betriebswarm war.
So ist sichergestellt, daß kein Kondensat mehr an den Ventilen und Zylinderinnenwänden vorhanden ist.
Ein Laufenlassen im Stand würde ich auf jeden Fall vermeiden, da es sehr lange dauert, bis der Motor betriebswarm ist - und erst dann ist man wohl einigermaßen sicher, kein Kondensat mehr im System zu haben.
Gerade bei Dieselmotoren wäre das wegen des Schwefelanteils etwas schädlicher als beim Benziner.
Und nochwas zu den Schlössern:
Hier würde ich ölhaltige Schmierstoffe vermeiden. Ich hatte das Gefühl, mir die Schlösser mit Öl erst versaut zu haben.
Besser ist es wohl, hier so lange wie möglich mit Graphitpuder zu arbeiten - und erst wenn wirklich einmal etwas eingefroren ist, in allerletzter Not diesen Enteiser zu nutzen.
Und was vielleicht auch nicht schlecht ist: Den Wagen würde ich vollgetankt abstellen. Am besten noch mit Winterdiesel.
Der Sprinter hat zwar einen Plastiktank - aber so kann immer noch weniger ausgasen.
Wie gesagt: so würde ich...
Vielleicht hat ja jemand andere Argumente.
Gut Winter, Guido
ich hatte meinen alten LT-1 zum Schluß über Winter abgemeldet.
Was ich dann regelmäßig bei der Wiederingangsetzung erlebte, waren feste Scheibenbremsen.
Daher würde ich vorschlagen, die Sättel vorher vielleicht einmal gründlich abzublasen, damit sich da nichts in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit festsetzen kann.
Obwohl das Fahrzeug ungeschützt 6 Monate draußen stand, waren die Bremsscheiben aber nie korrodiert. Dazu müßte wohl direkt Wasser daran kommen.
Den Motor ab und zu laufen zu lassen, würde ich tunlichst vermeiden.
Flugmotoren werden in den Zylindern mit speziellem Korrosionsschutzöl behandelt.
Da man aber da beim Sprinter wohl nicht ohne weiteres herankommt, würde ich vorschlagen:
1. Auf jeden Fall frisches Öl im Motor haben.
Öle sind mit Legierungsstoffen versehen, die das Öl im alkalischen Bereich puffern und damit saure Verbrennungsreste unschädlich machen. Bei großen Schiffsdieselmotoren, bei denen das Öl nicht gewechselt werden kann, wird eine Partikelreinigung über Zentrifugen vorgenommen und in einem eigens an Bord befindlichen LAbor (wie klein das auch sein mag) die Pufferkapazität gemessen um diese anschließend durch Zugabe solcher Additive zu korrigieren.
Aber für uns gilt : Je frischer das Öl, desto besser die Pufferungsfähigkeit.
2. Den Wagen erst abstellen, nachdem er zum letzten Mal betriebswarm war.
So ist sichergestellt, daß kein Kondensat mehr an den Ventilen und Zylinderinnenwänden vorhanden ist.
Ein Laufenlassen im Stand würde ich auf jeden Fall vermeiden, da es sehr lange dauert, bis der Motor betriebswarm ist - und erst dann ist man wohl einigermaßen sicher, kein Kondensat mehr im System zu haben.
Gerade bei Dieselmotoren wäre das wegen des Schwefelanteils etwas schädlicher als beim Benziner.
Und nochwas zu den Schlössern:
Hier würde ich ölhaltige Schmierstoffe vermeiden. Ich hatte das Gefühl, mir die Schlösser mit Öl erst versaut zu haben.
Besser ist es wohl, hier so lange wie möglich mit Graphitpuder zu arbeiten - und erst wenn wirklich einmal etwas eingefroren ist, in allerletzter Not diesen Enteiser zu nutzen.
Und was vielleicht auch nicht schlecht ist: Den Wagen würde ich vollgetankt abstellen. Am besten noch mit Winterdiesel.
Der Sprinter hat zwar einen Plastiktank - aber so kann immer noch weniger ausgasen.
Wie gesagt: so würde ich...
Vielleicht hat ja jemand andere Argumente.
Gut Winter, Guido
213 cdi. Kurz, flach, grün.
Und nochwas: ROT/GRÜN? - Endlich abwählen, diesen Mist!
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-
alpensprinter
- Stammgast

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Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallo Schwalbe, danke für die super Tips, vor allem Warm abstellen ist sicher wichtig, auch für den Auspuff.
Das mit dem Ölwechsel habe ich nicht ganz verstanden, ich wollte erst im Frühjahr neues Öl hineingeben, damit ich dann im Fahrbetrieb kein abgestandenes Öl im Motor habe.
Das mit dem Ölwechsel habe ich nicht ganz verstanden, ich wollte erst im Frühjahr neues Öl hineingeben, damit ich dann im Fahrbetrieb kein abgestandenes Öl im Motor habe.
- Dennis
- Administrator

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Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallo!
In Motorradzeitschriften liest man immer wieder, vorm Winter neues Öl, im Frühjahr neues Öl.
Das ist sicherlich das Optimale, ob es wirklich nötig ist, weiß ich auch nicht.
Für den Winter sollte günstiges reichen, Hauptsache es ist frisch.
Gruß
Dennis
In Motorradzeitschriften liest man immer wieder, vorm Winter neues Öl, im Frühjahr neues Öl.
Das ist sicherlich das Optimale, ob es wirklich nötig ist, weiß ich auch nicht.
Für den Winter sollte günstiges reichen, Hauptsache es ist frisch.
Gruß
Dennis
Sprinter 208D Baujahr 1996 <- verkauft
jetzt Passat B7 2.0 TDI 2011
mit WILK S4 530TK
jetzt Passat B7 2.0 TDI 2011
mit WILK S4 530TK
Re: Wie Sprinter Einwintern?
Hallo Alpensprinter,
das mit dem Öl ist so, daß durch die alkalischen Beimengungen ein Korrosionschutz bewirkt wird.
Die "eisenhaltigen" Bauteile im Motor werden dadurch geschützt.
Das "Abstehen" von Öl kann eigentlich nur dann nachteilig sein, wenn irgendetwas dort hineingelangt, was "sauer" ist.
Das kann ich mir bei einem Stillstand der Maschine aber nicht vorstellen.
Es sei denn, es krabbelt ein Zitronenfalter durch den Auspuff in einen Zylinder und pinkelt da an die Zylinderwand
))
(Spaß muß sein)
Na - immerhin gibt es noch die Anreicherung der Öloberfläche mit dem Kohlendioxid der Luft als mögliche Versäuerungsquelle.
Aber ich glaube, daß das bei nur wenigen Monaten keine Rolle spielt.
Bei Langzeiteinlagerung wohl schon. Aber da nimmt man dann auch besondere Korrosionsschutzöle.
Viele Grüße, Guido
das mit dem Öl ist so, daß durch die alkalischen Beimengungen ein Korrosionschutz bewirkt wird.
Die "eisenhaltigen" Bauteile im Motor werden dadurch geschützt.
Das "Abstehen" von Öl kann eigentlich nur dann nachteilig sein, wenn irgendetwas dort hineingelangt, was "sauer" ist.
Das kann ich mir bei einem Stillstand der Maschine aber nicht vorstellen.
Es sei denn, es krabbelt ein Zitronenfalter durch den Auspuff in einen Zylinder und pinkelt da an die Zylinderwand
(Spaß muß sein)
Na - immerhin gibt es noch die Anreicherung der Öloberfläche mit dem Kohlendioxid der Luft als mögliche Versäuerungsquelle.
Aber ich glaube, daß das bei nur wenigen Monaten keine Rolle spielt.
Bei Langzeiteinlagerung wohl schon. Aber da nimmt man dann auch besondere Korrosionsschutzöle.
Viele Grüße, Guido
213 cdi. Kurz, flach, grün.
Und nochwas: ROT/GRÜN? - Endlich abwählen, diesen Mist!
Und nochwas: ROT/GRÜN? - Endlich abwählen, diesen Mist!








