Neufahrzeug einfahren

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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Fluse
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Neufahrzeug einfahren

#1 

Beitrag von Fluse »

 Themenstarter

Hallo Sprinterfreunde,

da es bei mir nächste Woche soweit ist und ich meinen neuen in Bonn abholen kann, stellt sich uns die Frage ob man ein Neufahrzeug einfahren muss oder nicht.

Ich sitze hier mit ein paar Kumpels beim Bier herum ( wegen dem SUPER Wetter) und alle haben eine andere Meinung: von einfach drauf losfahren bis über vorsichtig einfahren.
Ich habe es immer so gehalten das ich die ersten 1500 Km etwas vorsichtiger gefahren bin aber hohe Drehzahlen vermieden habe.

Hat jemand hier einen Vorschlag oder welcher Fachmann kann uns hier helfen.
Bier ist noch da und wir würden uns über Anregungen freuen.

Viele Grüße aus dem S(ch)auerland :cry: :cry:

Frank
Gruß Frank
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Re: Neufahrzeug einfahren

#2 

Beitrag von Rollidriver »

fluse369 hat geschrieben:Hallo Sprinterfreunde,

da es bei mir nächste Woche soweit ist und ich meinen neuen in Bonn abholen kann, stellt sich uns die Frage ob man ein Neufahrzeug einfahren muss oder nicht.

Ich sitze hier mit ein paar Kumpels beim Bier herum ( wegen dem SUPER Wetter) und alle haben eine andere Meinung: von einfach drauf losfahren bis über vorsichtig einfahren.
Ich habe es immer so gehalten das ich die ersten 1500 Km etwas vorsichtiger gefahren bin aber hohe Drehzahlen vermieden habe.

Hat jemand hier einen Vorschlag oder welcher Fachmann kann uns hier helfen.
Bier ist noch da und wir würden uns über Anregungen freuen.

Viele Grüße aus dem S(ch)auerland :cry: :cry:

Frank
Hallo Frank,

auch das Einfahren ist EINDEUTIG und gut in der Bedinugsanleitung beschrieben, da steht:

"Einfahren

Für die Lebensdauer, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugs ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Motor während seiner Einlaufzeit leistungsmäßig nicht voll beansprucht wird.

Schonend einfahren. Fahren Sie mit wechselnder Geschwindigkeit und Drehzahl.
*
Vermeiden Sie hohe Belastungen (Vollgas fahren) und hohe Drehzahlen. Fahren Sie maximal 3/4 der Höchstgeschwindigkeit eines jeden Gangs.
*
Schalten Sie rechtzeitig.
*
Schalten Sie zum Bremsen nicht von Hand zurück.
*
Treten Sie bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe das Gaspedal möglichst nicht über den Druckpunkt (Kickdown), und legen Sie die Schaltbereiche 4, 3, 2, oder 1 nur bei langsamer Fahrt ein.
*
Bringen Sie das Fahrzeug allmählich auf die volle Geschwindigkeit und steigern Sie die Motordrehzahl.

Beachten Sie diese Hinweise auch dann, wenn an Ihrem Fahrzeug der Motor, das Getriebe oder das Hinterachsgetriebe erneuert wurde."

Nachzulesen hier:

http://www4.mercedes-benz.com/d/vans/sp ... 1FE0D.html

Wenn Du lange freude an deinem neuen Sprinter haben willst, soltest Du dich daran halten!
Grüße Rolli

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Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.
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Fluse
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#3 

Beitrag von Fluse »

 Themenstarter

Hi Rolli,

toll,
jetzt haben wir es schwarz auf weiß das man den Motor einfahren muss.
Im Grunde so wie ich gesagt habe. 8) 8) 8)

Und wenn es die Anleitung beim neuen schriftlich dazu gibt ist ja alles klar.

Übrigens habe ich gerade eine Kiste Bier gewonnen, da einer hier nicht wahr haben wollte das man auch heute noch den Motor einfahren muss.

Danke Rolli
Gruß Frank
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Gast

#4 

Beitrag von Gast »

...dann stellt sich doch die aus meiner Sicht berechtigte Frage:

.... "Warum fahren die Jungs die die neuen Mercedes im Werk fahren (egal ob Sprinter oder S-Klasse!) immer WIE DIE SAU mit den Fahrzeugen"?

War bisher in allen Werken in denen ich persönlich zutun hatte so. Egal ob Sindelfingen, Rastatt oder Gaggenau... Vermute also schwer, das das bei den Sprintern nicht anders ist.

Gilt für die keine "Einfahrvorschrift"? Oder ist hier nur die gebrauchte Zeit vom Ende des Bandes zum Verlade- oder Lagerplatz ausschlaggebend?

Heutzutage sind die Oberflächen der bewegten Teile so hochwertig, dass man sie nicht durch schonendes Einfahren noch verbessern könnte, und das Tragbild der Kolbenringe "versauen" sie schon beim Bremsenprüfstand oder eben beim Fahren innerhalb des Werkes schon.... also warum langsam machen?

Könnte eine interressante Diskussion werden...

Blacky
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rossi
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#5 

Beitrag von rossi »

Naja,
müssen tut man es ja nicht, aber klüger ist es :lol: .
Am besten vollgetankt abholen und den ersten Tank auf der Landstraße bei möglichst wechselnden Bedingungen, ruhig nach einigen km auch mit kurz ordentlich Last, verfahren.
Hat noch nie geschadet, auch wenn ich andere Version kenne: 10km Landstraße und dann Rennstrecke :lol: :shock: .
Gruß
Rossi
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#6 

Beitrag von SprinterSven1 »

Einfahren schadet nicht, genau so wie ein Ölwechsel nach ein paar tausend km, auch wenn es nicht mehr vorgeschrieben ist. Macht einem nicht arm.
Sprinter 213CDI, Personenverkehr -> verkauft mit ca. 455.000km
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Fluse
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#7 

Beitrag von Fluse »

 Themenstarter

Hi,

ja das ist interessant.
Hätte ich gar nicht gedacht, wie unterschiedlich auch in unserer Runde die Meinungen sind.

Durch die exakten Herstellungs- Toleranzen sind wohl keine Metall Teilchen mehr im Motor, so wie früher.
Aber einem neuen Motor schadet es bestimmt nicht das man langsam anfängt und das "Gefüge" der verschiedenen Bauteile einlaufen lässt.
Von Anfang an Vollgas ist bestimmt nicht förderlich.

Also weiter mit den Vorschlägen

Frank
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Arne
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#8 

Beitrag von Arne »

Auch ich rate meinen Kunden dazu, die Neufahrzeuge "einzufahren".

Wie vorher schon treffend geschrieben wurde:

Metallabrieb oder ähnliches findet heute nicht mehr statt.
Aber, es gibt Bereiche im Motor, wo sich das Gefüge doch noch etwas "festigen" muss, wo sich die Moleküle etwas "ausrichten" müssen, wo sich das Metall etwas "verdichten" muss ( Bereich um den Kolbenbolzen zum Beispiel).
Auch die Getrieberäder sind dankbar dafür, wenn sich mit etwas weniger Last ein vernünftiges Tragbild entwickeln kann.

Aber:

Bei der heutigen Verkehrsdichte muss man nicht mehr vom richtigen Einfahren sprechen. Einfach im Verkehr mitschwimmen ist langsam genug. :roll: :wink:

Ich habe es so gehandhabt, das meine erste Tour in den Urlaub nach Spanien ging. Anfangs durch die Schweiz mit Tempomat 120, dann Frankreich regelkonform mit max. 135 Km/h.
Die gesamt Einfahrtour ( Urlaubsreise) waren ca. 3500 Km.

Danach habe ich ihn aber auch mit Vollgas gefahren, er hatte aber noch die 161 km/h Drossel drin, wodurch sich die Einfahrzeit nochmals verlängerte.

Normalerweise wird ein Transporter ja sowieso nicht immer mit Vollgas gescheucht, wodurch für mich ein spezielles "Einfahren" nicht notwendig erscheint.

Also:

Einfach "normal" fahren, Dauervollgas die ersten paar Tausend Kilometer meiden, das passt dann schon.
8) 8)

Viel Spass, viele Grüsse,

Arne
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Kühltaxi
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#9 

Beitrag von Kühltaxi »

Soweit ich weiß ist das wichtigste beim Einfahren die wechselnde Drehzahl.
Ich war dabei:

SprinterTreffen: 2010, 2018
Weihnachtstreffen Lauf: 2007, 2008, 2010, 2012, 2013, 2014
Treffen in Bonn: 2007
Werksbesichtigung Düsseldorf: 2008, 2013
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Fluse
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#10 

Beitrag von Fluse »

 Themenstarter

Blacky66 hat geschrieben:...dann stellt sich doch die aus meiner Sicht berechtigte Frage:

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Könnte eine interressante Diskussion werden...

Blacky
Hi Blacky,

also da kann ich nur sagen mir dreht sich der Magen um wenn zb. bei unserer Nachbarfirma die Jungs im Winter morgens ihre Trapos starten und mit Vollgas abfahren, so das man glauben könnte das die Zylinderkopfdichtung kaputt ist so wie die Autos weiß qualmen. :shock: :shock: :shock: :shock:

So ähnlich sehe ich das mit einem Neufahrzeug. Ich fahre meine Autos grundsätzlich erst langsam warm.
Wenn bei uns einer so fahren wurde, dann wird er entlassen.
Und die Leute im Werk würden bei meiner Verantwortung auch mit niedrigen Drehzahlen fahren, oder ab sofort in der Waschhalle arbeiten. :x :x
Gruß Frank
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#11 

Beitrag von SprinterSven1 »

Warum die Jungs im Werk wie die Sau fahren? Falsche Arbeitseinstellung würde ich sagen. Nach dem Motto "ist ja nicht mein Auto".
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Gast

#12 

Beitrag von Gast »

.... Naja... ich kann mir bei "Era" und solchen "Spässen" schon denken warum das die Fahrzeuge so bewegt werden. Wobei das sicher auch vorher schon so war....

Es drehte sich für mich darum, eben die Frage in den Raum zu werfen, und auf den "Widerspruch" hinzuweisen. Auf der einen Seite "Einfahvorschrift" und auf der anderen Seite werden die neuen Fahrzeuge im Werk schon "geprügelt"...

In den Containerhäfen ist das übrigends nicht anders. Ausnahmen bei den unterschiedlichen Herstellern scheint es nicht zu geben.

Blacky
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#13 

Beitrag von SprinterSven1 »

Ja klar, ich wollte auch nur darauf hinaus, daß im Zweifelsfall schonender besser ist. Nicht im Sinne von "die im Werk kennen sich aus und prügeln die jungen Autos auch, also mach ich das als Neuwagenkäufer genau so".

MFG Sven
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Kühltaxi
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#14 

Beitrag von Kühltaxi »

SprinterSven1 hat geschrieben:Warum die Jungs im Werk wie die Sau fahren? Falsche Arbeitseinstellung würde ich sagen. Nach dem Motto "ist ja nicht mein Auto".
Ich denke mal eher daß die Taktzeit zu kurz ist und die ihr Soll sonst nicht schaffen. Wer quält schon zum Spaß ein neues oder kaltes Auto, zumindest ich würde dabei selbst reale physische Schmerzen verspüren. :shock: :?
Ich war dabei:

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