Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

Mercedes Sprinter 1 (Typ T1N, Baumuster W901-W905) & VW LT 2 - ab 1995 bis 2006
Antworten
Miklos2002
Lernt noch alles kennen
Lernt noch alles kennen
Beiträge: 14
Registriert: 15 Sep 2023 09:14

Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#1 

Beitrag von Miklos2002 »

 Themenstarter

Hallo allerseits, ich habe bei meinen Sprinter 313 CDI Bj. 2002 den Wechsel von der Dichtung der dritten (von vorne gesehen) Injektor vernachlässigt (ca. seit ein halbes Jahr bzw. 60-70.000km undicht...) und habe mich dieses Wochenende rangemacht. Injektor kam zwar ohne Werkzeug raus (mit gelöste Schraube paar Kilometer gefahren) aber nun weiß ich nicht weiter... Der komplette Injektorkanal (also zumindest um den 3. Injektor) ist bis zum Rand voll mit Ölkohle, ich musste ja schon 3-4 cm runtergraben um an der Schraube vom Injektor ranzukommen. Der Injektor selbst ist auch ziemlich verkokt. Ich schätze es reicht nicht den Kanal bisschen sauberzumachen, neue Dichtung rein...

Nun ist meine Frage, würde es Sinn machen den kompletten Kopf abzubauen? Was sollte man dann noch mitwechseln? Steuerkette dann auch gleich alles neu? Sollte der Injektor auch gewechselt werden? Hatte zuerst den Injektor aufgeschraubt gehabt weil ich mir Abzieher zum raufschrauben besorgen wollte, hab erst später gelesen das man die nicht so einfach wieder zuschrauben kann... Oder kreigt man das ganze auch ohne Abbau von dem Kopf hin?

Bin ein bisschen ratlos weil am Ende des Tages ich eh schon viel zu viel Geld in dem Sprinter gesteckt hatte, hatte es für knapp 4000 Euro mit komplett unbekannter Historie (Laufleistung Motor unbekannt da Austauschmotor, Karosserie wahrscheinlich um die Million) in Ungarn gekauft (L3H2), neue Reifen, Windschutzscheibe, Generator und paar Sachen investiert und später durch ein zwischenfall nochmal 5000 Euro Werkstattkosten (polizeilich stillgelegt, komplett durchgeschweißt, Auspuff komplett neu und alle Gelenke vorne neu) reingesteckt. Öl, Filter etc. ja regelmäßig gemacht. Wollte den ursprünglich nur für paar Monate fahren (bin selbstständiger Kleintransporteur) und auf ein gescheiten NCV3 sparen, aber da ich schon so viel reingesteckt hab würde es mehr Sinn machen den noch weiter zu fahren. Zumindest denke ich das.

Der Wagen hat ja auch noch paar andere Probleme die angegangen werden müssen: Vordere Stützblocke bei der Blattfeder irgendwie durchgedrückt (Wagen hängt links tiefer als rechts, hab noch ein nagelneuen verstärkten Blattfeder auch rumliegen, könnte man gleich mit einbauen), Stoßdämpfer ohne Funktion, Servopumpe kreischt seit kurzem wahrscheinlich wegen zu viel Spannung auf den Riemen, vermutlich Kurzschluss im CAN-Bus (Tachograf schaltet sich nicht ein, dementsprechend kein khm Anzeige, Kilometer werden trotzdem gezählt), ABS ohne Funktion, Glühanlage defekt (glüht nicht, vermutlich Releis, Glühkerzen neu würde aber bestimmt auch nicht schaden). Außerdem steckt der Motor seit ne Ewigkeit im Notlauf (hab schon folgende Sachen gewechselt: Druckwandler, Kurbelwellen-, Nockenwellen-, Ansauglufttemperatur-, Drucksensor, Bremslichtschalter), lief aber praktisch einwandfrei und sprang selbst bei -10 Grad ohne Glühen an. Hab noch niemand gefunden der den gescheit auslesen kann, spiele mit dem Gedanken selber einen Multiplexer und Stardiagnose anzuschaffen (kann man damit auch den Tachograf ausprogrammieren?). Alles in allem überschaubar finde ich, Ölverbrauch ist praktisch null, musste nie zwischen den Intervallen nachfüllen, bin aber auch nur Langstrecke gefahren (600-1000km am Tag).

Wie seht ihr das? Würde es sich lohnen den Kopf abzubauen und dementsprechend alles erneuern und die restliche Probleme auch angehen und den Wagen auf Vordermann bringen? Falls ja, wie viel Arbeit ist es den Kopf abzunehmen, bzw. welche Werkzeuge braucht man dafür? Oder lieber als Verlust abschreiben und so verkaufen? Ich bin 21 Jahre alt, angehender Maschinenbaustudent, und nur nebenbei selbstständig, hab noch ein L2H2 211 CDI BJ 2000 ohne Tüv den ich alternativ benutzen kann, sobald ich den durch den Tüv gebracht hab...

Ich weiß es sind sehr viele Fragen, und mir ist schon klar das es ziemlich dumm war den undichten Injektor so zu vernachlässigen, aber ich hoffe das mir jemand zumindest etwas helfen kann. Grundsätzlich mach ich ja vieles selber am Auto (mein Highlight war an meinen T2 609D fast im Alleingang den Motor (sauger) gegen ein Austauschmotor aus einem 814D mit Turbo und Ladeluftkühler zu tauschen), man findet auch reichlich Informationen im Netz aber spätestens beim Abbau der Stuerkette gruselts mich doch ein bisschen, da ist es nicht mehr so trivial wie es geht.

Und zum Schluss nochmal die Bilder...
IMG-20240107-WA0012.jpg
IMG-20240107-WA0011.jpg
IMG-20240107-WA0010.jpg
IMG-20240107-WA0009.jpg
IMG-20240107-WA0008.jpg
IMG-20240107-WA0007.jpg
W907 Sprinter 316CDI L3H2 2018 und W903 211CDI L2H2 2000
Benutzeravatar
Schnafdolin
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 2428
Registriert: 15 Nov 2010 11:57
Wohnort: Nordöstlich von Dresden
Kontaktdaten:

Galerie

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#2 

Beitrag von Schnafdolin »

Zu den 100 anderen Problemen habe ich keine Meinung, das musst du selbst entscheiden. Der Motor ist anscheinend sehr gut- also lohnt sich das sicher.

Zum Injektorschaden aber:

Der Kopf muss nicht runter. Es geht viel schneller.
Ich würde das Injektorloch vom Kopf zum Brennraum mit einem Stück Lappen oder einer Schraube mit großem Kopf, die ich hinunterlasse, abdichten und mit einem Staubsauger und verschiedenen Schraubenziehern und Bürsten (auch Rundbürste im Akkuschrauber) den Koks entfernen. Dabei immer absaugen, der Staubsauger läuft praktisch die ganze Zeit mit. Ich hatte mit Klebeband ein Stück dünneren Schlauch an den Staubsaugerschlauch geklebt, mit dem ich in das Injektorloch hineinkam. Dabei gibt es ein übel lautes Pfeifgeräusch; benutze einen Gehörschutz! Zum Schluss die Schraube oder den Lappen wieder heraussaugen oder mit einem Draht rausheben. unbedingt die Bohrung für die Spannpratze bis zum Grund mit sauber machen. Die Auflagefläche der Dichtung muss geplant werden. Das geht mit 800er Schleifpapier oder einem Dichtsitzfräser. Das kommt auf den Zustand der Dichtfläche an.
Wichtig: IMMER ABSOLUTE SAUBERKEIT und den Staubsauger in der Hand! Wenn dir etwas in das Loch hinein fällt, muss wirklich der Kopf runter.

Schau mal hier; wir hatten das Injektorthema eben erst.

Gruß aus der Lausitz
Martin
● 906 316 4x4, 2016
● ex 2x 903 316+313 4x4
● ex 2x LR Defender 110 TD 5
● ex 3x VW LT 40/45 4x4
. Allrad seit 1985

Bin ich ölich, bin ich fröhlich :D
Benutzeravatar
v-dulli
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 6499
Registriert: 14 Jul 2010 21:15
Wohnort: OWL

Galerie

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#3 

Beitrag von v-dulli »

Wenn Du jetzt Pech hast, ist dieser Motor tot. Es kann so viel Dreck auf dem Kolben liegen dass dieser die Ventile blockieren und dadurch zum kapitalen Motorschaden führen kann.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man keinen Motor öffnen.
Gruß aus OWL
v-dulli (Helmut)
____________________________________________________________________________________________
NCV3 316CDI, 7G, Hymer GCS 4x2 i=3,923, 255/55 R18, Verbrauch 9,69l
Benutzeravatar
pappa
Wird so langsam nervig
Wird so langsam nervig
Beiträge: 598
Registriert: 05 Nov 2016 15:08

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#4 

Beitrag von pappa »

Es gibt einen Werkzeugsatz, speziell zum reinigen der Injektorkanäle für um die 20 €. Den Rest wie beschrieben.
316er Fernweh-Einsatzfahrzeug (ex RTW-Koffer von WAS) mit Wandlerautomatik und 225-75-16 auf Felgen vom "G"

Biete:
Bremsklötze hinten von Bosch für die kleine Ate-Bremsanlage.
Benutzeravatar
der.harleyman
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 2547
Registriert: 28 Okt 2018 18:53

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#5 

Beitrag von der.harleyman »

Alle vorhergehenden Beiträge sind zutreffend und unbedingt zu berücksichtigen!
Nimm´s mir nicht übel, aber ich höre aus Deiner Schilderung heraus, dass Du Dich
handwerklich in Bezug auf Kfz.-Technik auf "Anfängerlevel" befindest. Das mag zwar
bei allgemeinen Reparaturen noch hilfreich und ausreichend sein. Bei einer Reparatur
am Motor sind z.T. tief gehende Spezialkenntnisse erforderlich, um die Arbeiten sauber
und fachgerecht durchzuführen! Sofern Du diese nicht hast, ist das mit Anfang 20 weder
verwerflich noch peinlich. Nur sollte man dann derartige Arbeiten nicht unbedingt beginnen.
Was den Dreck betrifft, der durch den Ausbau nun in den Brennraum gefallen ist, brauchst
Du nun ein Endoskop, das Du durch die Bohrung des Kopfes in den Brennraum einführen
kannst. So kannst Du ermitteln, wie viel von dem Dreck im Motor liegt. Dann brauchst
Du einen Staubsauger mit einem ebenso dünnen Schlauch an der Spitze, um das dort
alles wieder herauszusaugen. Die abschließende Kontrolle erfolgt dann jeweils wieder per
Endoskop.
Dann sehen wir weiter...
Wichtig: unter dem Injektor befindet sich ein Dichtring, alt hergebracht auch Düsenplättchen
genannt, der zusammen mit dem Injektor zu ersetzen ist. Die Dichtfläche tief unten
im Injektorschacht muss vor dem Einbau 1. picobello sauber und 2. absolut plan sein,
damit das hinterher wieder dauerhaft dicht ist! Beim Reinigungs-- / Fräsvorgang wird es
mögl. erforderlich sein, hierzu Material am Zylinderkopf abzunehmen. Als Folge steht
dann der Injektor aber tiefer als bisher. Dies bringt Dir neue Probleme, die ich hier nicht
weiter im Detail aufzählen will. Du brauchst nun also auch Messwerkzeug! So viel Material
wie Du unten im Kopf abnimmst, muss der neue Dichtring später dicker sein, um das auszugleichen.
Hantierst Du mit Schleifpapier am offenen Motor, kann Dir jeder einzelne Krümel
des Schleifpapiers, der dabei in den Motor fällt, diesen zerstören. Sauberkeit!
Sauberkeit! Und nochmals Sauberkeit ist angesagt!
Das wäre mal der Anfang... Das ist schon mal nicht ohne für jemanden ohne Kfz.-
bzw. Motoren-Kenntnisse.
Auch von mir hier erst mal keine keine Beurteilung der weiteren hier noch bestehenden
Fehler, Defekte und Probleme.
Nur ein Rat, wenn ein Sprinter hier in Deutschland "abgewirtschaftet" ist und in das
Ausland verkauft wird, dann meist weil die Reparaturkosten einen wirtschaftlichen
Betrieb des Fahrzeugs in der BRD sinnlos machen. Nur bei sehr niedrigen Stundensätzen
für die Werkstatt (Ausland) oder fachgerechter Selbstreparatur sind derartige Fahrzeuge
sinnvoll weiter zu nutzen. Aber dies ist eine Erkenntnis, die Du ja bereits zu erfahren
begonnen hast. Dennoch viel Erfolg und Glück bei der weiteren Reparatur! :)
der harleyman
319CDI, 2016, L3H2, graphitgraumet., 430.000km, na und?! :)
Miklos2002
Lernt noch alles kennen
Lernt noch alles kennen
Beiträge: 14
Registriert: 15 Sep 2023 09:14

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#6 

Beitrag von Miklos2002 »

 Themenstarter

Vielen Dank für die konstruktive Antworten, dann bin ich immerhin beruhigt das nicht der ganze Kopf runter muss. Werde morgen Rundbürste und Frässatz besorgen und mich mit dem Staubsauger vorsichtig ranmachen. Die Idee mit dem dünneren Schlauch hatte ich auch :)
Und unterm Strich war mir ja bewusst das ich die Katze im Sack mit dem Sprinter gekauft hatte, deswegen wollte ich es ja nur für einige Monate nutzen. Ist aber nun so.
Werde dann berichten wie es geklappt hat.

Würde meine Kenntnisse ja auch so Anfänger einordnen, aber man lernt ja dazu :) Nur ist "probieren über studieren" (vorschnelles zerlegen) ja nicht wirklich sinnvoll das stimmt.

Noch eine Frage, der Injektor kann dann so (also klar sauber) wieder rein? Also ist es nicht problematisch das der offen war?
W907 Sprinter 316CDI L3H2 2018 und W903 211CDI L2H2 2000
Benutzeravatar
pappa
Wird so langsam nervig
Wird so langsam nervig
Beiträge: 598
Registriert: 05 Nov 2016 15:08

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#7 

Beitrag von pappa »

Stimmt soweit alles. Noch ein gut gemeinter Tip: vor dem reinigen den betreffenden Kolben in OT bringen. So liegt der abzusaugende Schmodder ganz oben und kann besser erfasst werden.
Dann den Kolben wieder runter bewegen und hoffen dass nicht zu viel zur Seite gefallen ist.
Hab das Ganze beim 2,2 l Toyota-Motor durch. Da war 1 Dichtring defekt. Und das keine hundert km lang. Hab trotzdem alle Injektoren gezogen (bei 2 ist die Halteschraube beim raus drehen nach 1 Umdrehung trotz viel Öl abgerissen).
Ich war auch so schlau und habe 2 Injektoren aufgeschraubt weil die Dichtflächen Einbrände hatten und ich sie auf der Drehbank sauber machen wollte.
Bei einem hat das gut geklappt. Der 2. hat beim Aufdrehen leicht geknackt und es ist im Inneren ein 2 mm dicker Führungsstift abgebrochen weil der Injektor innen verkokt war.
Teures Leergeld weil es niemanden gibt der diesen Injektortyp überarbeitet. Also ein Gebrauchtteil in fragwürdigem Zustand oder einen neuen Injektor kaufen. Hab nach 14 Tagen Recherche ein Angebot für 480 statt 650 € gefunden.
Ich schraube seit 40 Jahren an Fahrzeugen, hab bisher auch vor nix Angst gehabt, viel gelernt, aber auch ein paar Fehler gemacht. 😉
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor pappa für den Beitrag:
der.harleyman (07 Jan 2024 18:51)
316er Fernweh-Einsatzfahrzeug (ex RTW-Koffer von WAS) mit Wandlerautomatik und 225-75-16 auf Felgen vom "G"

Biete:
Bremsklötze hinten von Bosch für die kleine Ate-Bremsanlage.
Benutzeravatar
der.harleyman
Wohnt hier
Wohnt hier
Beiträge: 2547
Registriert: 28 Okt 2018 18:53

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#8 

Beitrag von der.harleyman »

Beim Injektor würde ich auf ein Neuteil zurückgreifen. Sicher ist sicher...
1. kann das Ding bereits jetzt Dreck im Inneren haben.
2. kann das Zerlegen zu einem Defekt des Injektors geführt haben.
3. kann durch die Abgase ein Defekt am Stecker eingetreten sein.
Die Passungen in Einspritzdüsen / Injektoren sind auf 1/1000mm genau gearbeitet.
Da würde ich keinerlei Kompromiss eingehen. Steht der Injektor wegen einem
dummen Fehler später offen, ist der Motorschaden schneller da, als es Dir lieb ist.
Steht offen = dauerhafte Einspritzung!
Bedenke bitte mit welchen Drücken das System arbeitet. Der Injektor wird ja immer
nur für hundertstel Bruchteile einer Sekunde geöffnet, um den Kraftstoff einzuspritzen.
Steht Dein Injektor dauerhaft offen, ist der Zylinder schnell mit Kraftstoff geflutet.
Hat der Injektor ein schlechtes Spritzbild, wird dies die Verbrennung stören und zu
Problemen im Motorlauf führen.
Beim Einbau eines neuen Injektors ist die Codierung des neuen Injektors ins
Motorsteuergerät einzugeben!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor der.harleyman für den Beitrag:
pappa (07 Jan 2024 20:03)
der harleyman
319CDI, 2016, L3H2, graphitgraumet., 430.000km, na und?! :)
Miklos2002
Lernt noch alles kennen
Lernt noch alles kennen
Beiträge: 14
Registriert: 15 Sep 2023 09:14

Re: Injektor-Dichtungswechsel vernachlässigt, Verbundarbeiten?

#9 

Beitrag von Miklos2002 »

 Themenstarter

Sooo, nochmals vielen Dank für eure Beiträge, hätte es glaub ich ohne schon aufgegeben.

Habe aus Schaumstoff (nicht das bröselige) ein Stopfen gebastelt für den Injektorloch und dann mit Schraubenzieher+Hammer die ganze Ölkohle abgebaut, mit Rundbürste den Loch von innen sauber gemacht und anschließend die Dichtfläche mit mäßigem Druck gefräst. Man konnte auch mit ein Matratzenventil für das Kompressor den Dreck gut wegblasen. Injektor ist wieder drin, mit etwas dickeren Dichtring (glaub 1,9mm statt 1,76). Motor sprang nach einigen Umdrehungen trotz der Kälte an und scheint ruhig zu laufen, das Geräusch vom undichten Injektor ist wieder weg :)
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Miklos2002 für den Beitrag:
cappulino (10 Jan 2024 12:20)
W907 Sprinter 316CDI L3H2 2018 und W903 211CDI L2H2 2000
Antworten