Frrroschi hat geschrieben: 10 Jun 2025 11:27
In meinem 319 907 ist mit Automatikgetriebe und die 4.1 Hinterachse. Ich bin jedoch noch nie auf einer wirklich steilen Strasse vom Stand aus weggefahren um zu sehen wie mühsam das für den Wandler ist.
Ich habe ebenfalls den 319er 907 mit 7G Getriebe und der 3,6er Achse sowie 2,8t Hängerkupplung. 3,5t Haken hätte es beim Automatik damals nur mit min. 3,9er Achse gegeben, beim Schalter sogar 4,1er Achse. Wie das aktuell aussieht, auch in Verbindung mit dem neuen 9G Getriebe entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber: Voll beladener Sprinter + 2,5t am Haken rangieren am Hang mit 10...12...14% Steigung ist absolut grenzwertig. Beim rückwärts hochdrücken muss man fast bis in den Kickdown treten, damit sich die Kiste überhaupt in Bewegung setzt. Das Auto macht dabei Geräusche die eher an irgendein Ungeheuer aus einem Sci-fi Film erinnern. Und selbst nach wenigen Minuten geht da auch ganz schnell die Temperatur nach oben oder es springt sogar der dicke Kühlerlüfter an - ich denke mal wegen dem Getriebeöl was sich dann sehr stark erhitzt?
Meine Meinung dazu: Es kommt wie so oft darauf an, was man damit vor hat. Wer im Flachland wohnt und auch nur da unterwegs ist, kann sicherlich auch mit der 3,6er Achse 3,5t ziehen. Eventuell schaltet er dann auf der Autobahn nicht in den 7. Gang und säuft sogar etwas mehr, aber es geht. Hier würde ich die Gewichtung legen wie oft man das braucht. Sollte es doch regelmäßig sein...also durchaus ab 1-2x im Monat würde ich schon auf die 3,9er Achse gehen - wohlbemerkt Alles von meinem Kenntnisstand der 7G Automatik ausgehend. Wer wirklich durchs Gelände muss mit >2,5t am Haken vorwärts wie rückwärts, dem würde ich min. die 4,1er Achse empfehlen. Klar säuft er dann vielleicht solo ein klein wenig mehr wegen der erhöhten Drehzahl, dafür kommst du aber mit viel Gewicht besser weg. Das macht schon ordentlich was aus am Berg. Hier wäre halt entweder ein richtiger Kriechgang im Getriebe (jeweils vor- UND rückwärts) oder eine Untersetzung super hilfreich, dann könnte man auch mit der langen 3,6er Achse problemloser hohe Lasten bewegen.
Wäre auch nicht das 1. Mal, dass mich die Tiefbauer mit einem vollbepackten 316er Sprinter und Minibagger aufm Hänger mal eben am Berg (gerne auch Kasseler Berge) überholen, weil die Kiste ne 4,7er Achse oder sowas verbaut hat.
Das nur mal so am Rande aus meiner Perspektive...auch wenn der Beitrag schon älter ist.
P.S.: Da gibts auch noch so ne Regelung? mit 8% und 12%, bei manchen Autos steht das sogar in den Papieren. Infos dazu z.B. hier:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/a ... aengelast/
ADAC hat geschrieben:Grund: Das Gespann muss in der Lage sein, an einem Berg mit zwölf Prozent Steigung in fünf Minuten fünfmal anzufahren, ohne dass ein Bauteil am Fahrzeug versagt.
oder:
https://camperstyle.de/anhaengelast-ste ... wohnwagen/