Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

Raum zum Quatschen über Dinge neben den Fahrzeugen...
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MobilLoewe
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Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#1 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Gewinn-b ... 53855.html

Auszug:
Das Sparprogramm soll dabei helfen, wieder profitabler zu werden. Demnach sollen bis 2027 die Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu damals sinken. Zudem würden die Materialkosten optimiert. Auch die Fixkosten sollen bis 2027 um weitere zehn Prozent sinken.
Wird jetzt die Qualität in Frage gestellt?

Gruß Bernd
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#2 

Beitrag von Ackinator »

Materialkosten optimiert.
Das ist wie bei Lebensmittel "Jetzt mit Neuer Rezeptur"... was zu 99% bedeutet das man eine günstigere Alternative gefunden hat oder anderes weggelassen hat..

Das bedeutet im Klartext: Die Qualität wird definitiv sinken, anders ist eine Materialkosten Optimierungen nicht möglich.. also wäre schon möglich... indem man erst investiert in die neusten Maschinen um die Produktionszeiten einzelner Teile zu senken aber dies kann ich mir in diesem Fall keineswegs vorstellen..

Produktionskosten um zehn Prozent im Vergleich zu damals sinken
Das wird an den Mitarbeitern ausgelassen durch Reduzierungen von Arbeitszeit und Entlassungen..

(Meine bescheidene Meinung!)
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Schnafdolin
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#3 

Beitrag von Schnafdolin »

Ackinator hat geschrieben: 12 Feb 2026 07:46
Materialkosten optimiert.
Das ist wie bei Lebensmittel "Jetzt mit Neuer Rezeptur"... was zu 99% bedeutet das man eine günstigere Alternative gefunden hat oder anderes weggelassen hat..
Du hast vergessen "Jetzt 20% mehr Inhalt!" :?

Das wären beim 3,5-Tonner dann 4200 Kg. Ich freu ich schon auf die Kombination zwischen neuer Rezeptur und 20% mehr Inhalt. :D

Da das Material aber im Gegenteil immer preisintensiver wird, kann ich eine Kostenreduktion nur durch Weglassen, Verwendung billigerer Materialien, Qualitätseinsparungen, schnellere Taktzeiten, Auslagerung von Teilen der Produktion an preiswertere Produktionsstandorte und weniger Lohn- und Lohnnebenkosten erreichen.

"Besser" in diesem Sinne kann ein Fahrzeug dadurch eher nicht werden.

Martin
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#4 

Beitrag von Ackinator »

Ach ja.. mehr Inhalt... daran hab ich gar nicht gedacht, na hoffentlich schafft es Deutschland dann zeitig die B-Klasse im Führerschein anzuheben.. sodass wir den neuen "3,5er mit 20% mehr Inhalt.." auch mit B-Klasse Fahren können.. :D :lol:
Schnafdolin hat geschrieben: 12 Feb 2026 07:57 "Auslagerung von Teilen der Produktion an preiswertere Produktionsstandorte und weniger Lohn- und Lohnnebenkosten erreichen."
Das hatte ich auch nicht auf dem Schirm.. ist ja gefühlt inzwischen gang und gebe zur Zeit..
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#5 

Beitrag von JoachimG »

Tja,
Materialeinsparungen -> das werden die Zulieferer spüren, bzw. leisten müssen. Fertigungstiefe bei MB ungefähr nur 30%. Ich kann aus beruflicher Erfahrungen einschätzen was das bedeutet. Entweder muss die Qualität eines Teils bleiben wie sie ist. Geht nicht besser/günstiger. Zulieferer muss trotzdem beim Preis nachgeben, in der Hoffnung bzw Erwartung bei neuen Serienanläufen mitbieten zu können. Oder es wird tatsächlich am Material gespart. Produkt bleibt gleich aber der Stahl etwas dünner, die Güte eine andere, etc. Gummiteile. Da gibt es auch etliches was gemacht werden kann.
Und dann hat der verzweifelte Zulieferer auch noch die Möglichkeit ohne Rücksprache einfach die Qualität abzusenken und zu hoffen, dass er durchkommt.
Warten wir mal ab, was dann in den nächsten Jahren in den Werkstätten ankommt.
Gruß
Joachim
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#6 

Beitrag von Kurier66 »

Ackinator hat geschrieben: 12 Feb 2026 08:03
Schnafdolin hat geschrieben: 12 Feb 2026 07:57 "Auslagerung von Teilen der Produktion an preiswertere Produktionsstandorte und weniger Lohn- und Lohnnebenkosten erreichen."
Das hatte ich auch nicht auf dem Schirm.. ist ja gefühlt inzwischen gang und gebe zur Zeit..
Und man kann es den ganzen Firmen nicht verdenken das sie so Handeln, da geht es dem Stern genau so wie auch vielen anderen. Wobei ich immer noch voll davon überzeugt bin daß das von "Oben" so gewollt ist. Eine Regierung die zum Wohle des Deutschen Volkes verpflichtet wäre wurde niemals so eine Wirtschaftsvernichtungs-Politik im Land und auch in der EU betreiben. (Darf man das überhaupt noch so schreiben, ohne das einen morgen früh die Tür eingetreten wird? :roll: )
Mercedes wird es wahrscheinlich genau so machen wie es im großen mit Deutschland gemacht wird, die anderen so stark zu machen hat nicht geklappt, also wird der Starke schwach gemacht, sprich die Qualität und die Arbeiter werden noch mehr darunter leiden.
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v-dulli (13 Feb 2026 09:28)
Viele Grüße, Micha

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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#7 

Beitrag von v-dulli »

Nun, die A-Klasse wird doch weitergebaut nur halt nicht mehr in Deutschland sondern in Ungarn. Der Schwede ist, endlich, von seiner schwachsinnigen Luxus-Strategien wieder abgerückt, hoffentlich nicht zu spät.
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Gruß aus OWL
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#8 

Beitrag von Schnafdolin »

Kurier66 hat geschrieben: 12 Feb 2026 13:56 Eine Regierung die zum Wohle des Deutschen Volkes verpflichtet wäre wurde niemals so eine Wirtschaftsvernichtungs-Politik im Land und auch in der EU betreiben. (Darf man das überhaupt noch so schreiben, ohne das einen morgen früh die Tür eingetreten wird? :roll: )
Mercedes wird es wahrscheinlich genau so machen wie es im großen mit Deutschland gemacht wird, die anderen so stark zu machen hat nicht geklappt, also wird der Starke schwach gemacht, sprich die Qualität und die Arbeiter werden noch mehr darunter leiden.
Das mit der Tür lass ich mal unkommentiert.
Du weißt schon, dass du im Kapitalismus lebst, oder?
...und überall um uns herum machen sie es genau so. Wer kann, lässt im billigeren Ausland bauen. Frankreich in Rumänien, der Japaner in Ungarn, MAN in Polen, Mercedes auf der ganzen Welt (die anderen übrigens auch...)- die Liste ist endlos. und überall regen sich die Leute über ihre doofe Regierung auf und wissen es besser. Grandios.

Sich über "die da oben" aufzuregen und zu wettern wie du schreibst, über "....Eine Regierung die zum Wohle des Deutschen Volkes verpflichtet wäre" ist die leichteste Lösung. Als ob du der Regierung regierungsfeindliche Aktivitäten unterstellen würdest.

Es gibt sogar eine extra dafür gegründete Partei, die den Leuten genau diesen Spruch und ihre simplen Lösungen verkauft. Leider funktionieren die aber nicht mit dem System, in dem wir alle leben, sondern nur am Stammtisch. Das haben auch die mittlerweile erkannt, die von dort an führende Stelle gewählt wurden- Bürgermeister, ein Landrat... Denn ringsherum herrscht ebenso Kapitalismus :shock:
Wenns simple Lösungen gäbe, wärs ja auch einfach zu simpel. Da muss noch was anderes sein :?

Martin
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#9 

Beitrag von JoachimG »

Also,

die Arbeiter in der Automobilproduktion schaffen (schwäbisch für arbeiten) sich nicht zu Tode am Band. MB, Daimler (heute), Porsche, BMW aus eigener Anschauung. VW habe ich noch nicht gesehen. Bei VW stimmen auf jeden Fall mal die Gehälter und die Wochenarbeitszeit. Auch die Porsche Gewinnbeteiligung war mehr als ansehnlich (2003 waren es 9.700€)

Der "Schwede" ist ja nicht der Alleinherrscher. Einer Strategie stimmt zuerst der Vorstand zu, dann der Aufsichtsrat. Da haben die Arbeitnehmer die Hälfte aller Sitze. Von großer Ablehnung der Luxusstrategie habe ich nichts mitbekommen.

Wenn die Chinesen weiter so munter die Luxusautos aus Sindelfingen kaufen würden, wäre alles in Ordnung. In den letzten Jahren sind 50% alles S Klassen nach China verkauft worden, und die meisten mit Vollausstattung. Die EQ Modelle verkaufen sich dort kaum. Leider.

Gruß
Joachim, der mal wartet was es für eine Dividende gibt um sich damit was "Schönes" für den Sprinter zu kaufen
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#10 

Beitrag von MobilLoewe »

 Themenstarter

Kurier66 hat geschrieben: 12 Feb 2026 13:56 Wobei ich immer noch voll davon überzeugt bin daß das von "Oben" so gewollt ist. Eine Regierung die zum Wohle des Deutschen Volkes verpflichtet wäre wurde niemals so eine Wirtschaftsvernichtungs-Politik im Land und auch in der EU betreiben.
...
Mercedes wird es wahrscheinlich genau so machen wie es im großen mit Deutschland gemacht wird, die anderen so stark zu machen hat nicht geklappt, also wird der Starke schwach gemacht, sprich die Qualität und die Arbeiter werden noch mehr darunter leiden.
Spannend, und wer genau profitiert denn davon, wenn man die eigene Wirtschaft absichtlich schwächt? Und warum sollten "die oben" das wollen?

Ich weiß es, weil es ja wirtschaftlich total sinnvoll ist, den eigenen stärksten Industriezweig absichtlich zu ruinieren. :(

Fakten, Fakten, Fakten... Globaler Kostendruck,
Konkurrenz aus China, Elektromobilitäts-Transformation, Renditeerwartungen der Investoren, Lohnkosten international, Steuerkeulen USA. Das sind harte ökonomische Gründe und keine geheimen Masterpläne. :roll:
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OM18 (12 Feb 2026 22:26)
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#11 

Beitrag von greyhound »

...es geht mich ja eigentlich nix an: Aber ist das jetzt der momentane Winter-noSprinter-keine trips-Blues?
Politik im Mini-Format / LED-Rückleuchten /Achse-Umbau ??
Leute: Es wird bald wieder besser Wetter und man kann von den besten Reisen erzählen.
(fast) sonnige Grüße
Wolfgang aus S. Cabrio-fan
314 Kompakt 910 11/2020 L1H2, seit 04.04.22 ein Reisevan, kein WoMo, inzwischen mit 225/75x16, immer im Fein-tuning :D
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Schnafdolin
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#12 

Beitrag von Schnafdolin »

greyhound hat geschrieben: 12 Feb 2026 18:55 Leute: Es wird bald wieder besser Wetter und man kann von den besten Reisen erzählen.
(fast) sonnige Grüße
Aber bis dahin.... nur ein kleines Bisschen. Bittebitte 😇
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#13 

Beitrag von farnham »

MobilLoewe hat geschrieben: 12 Feb 2026 07:36 Wird jetzt die Qualität in Frage gestellt?
Vielleicht lässt sich ja López nochmal zur Rückkehr aus dem Ruhestand überreden? Oder man spaltet halt die Produktion von Fahrzeugen fürs gemeine Volk (also alles unterhalb von AMG) ab, verkauft diesen Teil nach China und baut nur noch wirkliche Luxuswagen.

Am besten vielleicht beides gleichzeitig :D
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#14 

Beitrag von mpetrus »

Was verstehen denn die MB Manager unter "Materialkosten"?

Alles was an Teile/Komponenten bei den Zulieferer eingekauft wird?
Oder nur die "Rohmaterialen" aus denen dann die entsprechende Bauteile gefertigt werden?

Vermutlich werden,
- die Zulieferer noch weiter erpresst

- die Vielfalt einzelner Komponenten vereinheitlicht, um so
die Stücklisten (Teilenummern) zu reduzieren.
die Werkzeugkosten für die Komponenten zu reduzieren
die Logistik und Lagerkosten zu reduzieren
die Fertigung zu vereinfachen oder die Losgröße zu erhöhen

- die Materialien werden in der chemischen Bestandteile verändert
- die Komponenten werden in der Konstruktion vereinfacht. Also anstatt Kugellager gibt es Gleitlager, anstatt Schrauben wird mit Rastnasen "geklippst", anstatt Lackierung wird die Oberfläche haptisch "genarbt" oder optisch glatt.

Wenn es um die "Fertigungskosten" geht,
- Verlagerung ins Ausland
- Austausch der Stammmitarbeiter gegen Leiharbeiter
- Erhöhung der Produktivität durch Optimierung der Arbeits-, Zusammenbau-, Qualitäts-, Prozesse (Roboter, KI, Taktzeiten usw.)

Ich war lange Zeit, bei Opel, einer von den gehassten "Zeiträuber" und "Sklaventreiber".
Anfangs konnten sehr viele Verbesserungen/Einsparungen durch neue Schraubtechnik, bessere Materialanstellung/Lieferung, weniger Lauf/Greifwege, bessere Arbeitsschritte erreicht werden.
Später hat man sich auch um die indirekten Fertigungskosten in der Logistikkette incl. Materialvielfalt gekümmert. Jede einzelne Teilenummer kostet viel (Verwaltungs-) Geld.

Das eine könnt ihr mir glauben, wir haben 4 Stellen hinter dem Sekundenkomma gerechnet. Jede kleinste (Finger) Bewegung wurde hinterfragt, denn die Arbeiter am Band sollten viel am Auto arbeiten (Wertschöpfend) und nicht lange rum laufen um Material zu holen oder greifen. Wer behauptet das sich die Arbeiter am Fließband nicht kaputt arbeiten, empfehle ich mal eine 3 Wochen "Erholungskur" dort. Dann lernt man ganz schnell wie schlecht der Job an der Kette ist. Angefangen damit das man nicht einfach mal auf Klo gehen kann, oder ein Schluck Wasser trinken kann. Bis zu dem Stress der entsteht wenn das Band läuft und die Schraube aus der Hand gefallen ist. (Bücken und aufheben kostet 3 Sek, die du nicht hast.)

Die Manager werden auch das Angebot für den Endkunden zusammen streichen.
Es gibt nur noch wenig Auswahl an Antriebe, Interior, Farben, Ausstattung in den Autos.
Oder nur in so teure Pakete, wo man sehr viel Geld dran verdient.
Grüße Michael
Hymer ML-T 560 (4x4) auf Sprinter 319, 3l V6 und 5 Gg Automatik, Bj 2018
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Re: Gewinneinbruch 2025 bei Mercedes

#15 

Beitrag von Kurier66 »

Schnafdolin hat geschrieben: 12 Feb 2026 15:01 Das mit der Tür lass ich mal unkommentiert.
Du weißt schon, dass du im Kapitalismus lebst, oder?
...und überall um uns herum machen sie es genau so. Wer kann, lässt im billigeren Ausland bauen. Frankreich in Rumänien, der Japaner in Ungarn, MAN in Polen, Mercedes auf der ganzen Welt (die anderen übrigens auch...)- die Liste ist endlos. und überall regen sich die Leute über ihre doofe Regierung auf und wissen es besser. Grandios.

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Es gibt sogar eine extra dafür gegründete Partei, die den Leuten genau diesen Spruch und ihre simplen Lösungen verkauft. Leider funktionieren die aber nicht mit dem System, in dem wir alle leben, sondern nur am Stammtisch. Das haben auch die mittlerweile erkannt, die von dort an führende Stelle gewählt wurden- Bürgermeister, ein Landrat... Denn ringsherum herrscht ebenso Kapitalismus :shock:
Wenns simple Lösungen gäbe, wärs ja auch einfach zu simpel. Da muss noch was anderes sein :?

Martin
Der Kapitalismus ist nicht das Problem, Der hat doch über 60 Jahre recht gut funktioniert. Die Linksgrüne und falsche Politik der letzten 15 Jahre ist es die die Firmen hier wegtreibt, zu hohe Energie und Lohnkosten und die überbordende Bürokratie.

Diese Partei von der du schreibst hat in einem Landrat den größten Posten, das ein kleiner Landrat hier nichts an der großen Politik ändern kann, weißt du ja sicher. Eins ist aber Fakt, diese Partei, mag sie sein wie sie will, hat uns nicht in diese Situation geführt, die haben in 75 Jahren Bundesrepublik nicht eine Minute Regierungsverantwortung gehabt, das waren andere. Aber wie ich an den vielen Danksagungen bei dir sehe, ist doch hier noch alles im grünen Bereich, also alles bestens. Denkt aber daran, die Arbeitsplätze die einmal weg sind, kommen trotzdem nicht mehr wieder, im Gegenteil, es werden noch viel mehr wegfallen.
Viele Grüße, Micha

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