MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

VW Crafter 2 & MAN TGE - ab 2017
jochem
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#46 

Beitrag von jochem »

Dr.Oetzi hat geschrieben: 26 Feb 2026 08:14 Leute... wir sind uns schon einig, dass MAN bei einer Kooperation mit einem >80.000 Follover schweren YouTuber, dem eine Drehgenehmigung erteilt wird, etwas mehr an einer Lösung gelegen ist, als bei einem "Otto-Normal-Kunden"?

Wichtig für uns ist doch, dass in dem Video für nicht wenige von uns sehr wichtige Details stecken. Zum Beispiel wird dort auf dem Silbertablett serviert, dass man beim Crafter SY / TGE keine Verbraucher direkt auf die Starterbatterie legen darf, sondern sich bei Änderungen an der Elektronik strikt an die Vorgaben des Herstellers zu halten hat. Auch die (valide!) Begründung wird genannt.

Das ist doch der Mehrwert aus diesem Video und nicht die Erkenntnis, dass die bei einem YouTuber mit Kamera in der Hand eine Extraschicht einlegen.

Anders formuliert:
Wer den Mehrwert erkennt wird selber weiterkommen. Wer sich darüber aufregt, dass MAN dem Kai ne Extrawurst spendiert, ist selber Schuld.





Was den Front-Assist angeht:

Es ist durchaus möglich, dass hier mehrere Fehler vorlagen. Einerseits konnte das ursprüngliche Steuergerät nicht angelernt/kalibriert werden. Das haben sie durch den Tausch in den Griff bekommen. Was jedoch nicht gezeigt wurde ist, ob dieses Steuergerät in dem anderen TGE den gleichen Fehler geworfen hat.
Dazu kommt, dass die Rad-Reifen-Kombination von Kai außergewöhnlich ist. Wer sagt, dass da nicht auch ein Problem besteht? Wir wissen auch nicht, ob eine Tachobox verbaut wurde bzw. die Tachoangleichung durchgeführt wurde. Ich vermute, dass aus dieser Richtung auch der Test mit den Rädern des anderen Fahrzeugs kam.

Anmerkung:
Ich hatte versuchsweise in meinem Tacho die Codierung für den Radumfang geändert und dabei zwei Erkenntnisse:
A) Diese Änderung ist irreversiebel. Die Folge war ein neuer Tacho mit allem was dazugehört. Nicht nachmachen!
B) Die Änderung hat Fehler im ESC-System ausgelöst. Einen Front-Assist habe ich nicht. Aber es wäre nur logisch, wenn der dann aussteigt.


Lange Rede kurzer Sinn:
Wer das Video gesehen hat weiß, dass man die Fehler am Fahrzeug von TCL/Kei dediziert betrachten muss.
Was man auch daraus lernt ist, dass der Betrieb der diese ganzen Änderungen entgegen der MAN-Anleitungen durchgeführt hat, sich nicht mit Ruhm bekleckert hat.
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Dr.Oetzi
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#47 

Beitrag von Dr.Oetzi »

Natürlich wurden hier "Fehler" gemacht. Das steht außer Frage. Die Entwicklung eines solchen Fahrzeugs ist doch ein Prozess und da werden selbstverständlich Fehler gemacht. Teilweise Fehler, wo Leute die das Fahrzeug kennen die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Versuch macht klug - oder wie war das?

Das ich bei meinem Crafter dahingehend "alles richtig gemacht habe" liegt auch nur daran, das ich das Thema mit viel Geld erschlagen habe und direkt zu den von Volkswagen dafür zertifizierten Spezialisten gegangen bin. Mal ganz davon abgesehen, wie viele Setups die vermurkst haben müssen, bis sie eine Serienreife und die Freigabe von VW erreicht hatten.

Schau doch alleine hier ins Forum in die Threads zum Thema "Umrüstung LiFePO4" oder "Lithium vs. Powerstation" etc. Kaum einer - auch nicht die echten Experten (das meine ich NICHT abwertend; hier ist viel Fachwissen!) - wissen um die Details und Fallstricke beim Crafter/TGE bzw. MQB

Und jetzt, wo ein YouTuber über einen neuen Fahrzeugaufbau mit neuem Stromsetup berichtet und dann Fehler gefunden werden, stellst Du Dich hin und sagst, die hätten sich nicht mit Ruhm bekleckert.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Dr.Oetzi für den Beitrag:
Klaus850 (26 Feb 2026 11:50)
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#48 

Beitrag von jochem »

Nun ja, gerade wenn ich als Wohnmobilhändler eine ungewöhnliche Bordelektrik verbaue, sollte ich mich bei allem, was die Elektrik des Basisfahrzeugs betrifft, sehr eng mit den Technikern des Basisherstellers abstimmen. Gerade weil der Käufer eines solchen Autos, so wie Kai, im Anschluß damit in einsamste Gebiete mit exremen Wetterbedingungen fährt, sollte man da nicht nach eigener Auffassung was einbauen.

Alternativ hätte man dem Kunden vielleicht ein gängigeres Fahrzeug ans Herz legen sollen, mit dessen Bordtechnik bereits mehr Erfahrung da ist.
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#49 

Beitrag von Dr.Oetzi »

jochem hat geschrieben: 26 Feb 2026 13:59 Nun ja, gerade wenn ich als Wohnmobilhändler eine ungewöhnliche Bordelektrik verbaue, sollte ich mich bei allem, was die Elektrik des Basisfahrzeugs betrifft, sehr eng mit den Technikern des Basisherstellers abstimmen. Gerade weil der Käufer eines solchen Autos, so wie Kai, im Anschluß damit in einsamste Gebiete mit exremen Wetterbedingungen fährt, sollte man da nicht nach eigener Auffassung was einbauen.
Mein Eindruck ist ehrlich gesagt, dass Du (aus Unwissenheit über das, was Kai zu dem Projekt veröffentlicht hat?) aus einer vollkommen falschen Perspektive da drauf schaust und aus Mutmaßungen Tatsachen ableitest.

Das Projekt KaiMAN 2.0 entstand oder vielmehr entsteht aus einer Kooperation zwischen MegaMobil (Federführend MegaMobil Campervans AT als Händler), MAN (Basisfahrzeug) und Kai/TCL. Das Layout des Fahrzeugs wurde dabei in Zusammenarbeit mit Kai komplett neu gestaltet. Das Fahrzeug selbst befindet sich nach allem was ich verstanden habe in Kais Besitz (gekauft), soll aber auch als Showcar für Messen fungieren.

Davon unabhängig wurde mit dem Facelift (MJ2025) SFD2 eingeführt, was viele Ausbauer und Händler vor vollkommen neue Herausforderungen stellt. Gleichzeitig wurde mit dem Facelift sehr viele Änderungen an der Bordelektronik vorgenommen (Neue MIB-Generation).

Damit einhergehend wurde das Fahrzeug mit praktisch allem ausgerüstet, was es am Markt gibt und gleichzeitig sehr tiefgreifende Eingriffe in die Elektronik bedeutet:
- Seilwinde -> Auswirkung auf ACC und Front-Assist
- Luftfahrwerk hinten -> Auswirkung auf Elektronik/BMS
- Höherlegung und Rad-Reifen-Kombination -> massive Auswirkung auf die Regelsysteme
- ein riesiges Eco-Flow Setup mit Ladebooster und Rückkanal ohne Anbindung ans KFG! -> Auswirkung auf Elektronik/BMS
- zusätzliche Heizung -> -> Auswirkung auf Elektronik/BMS

Wonach sieht es also aus, wenn MAN einen Techniker aus München nach Innsbruck entsendet (den Kai von vielen früheren Terminen kennt und der auch in Videos schon zu sehen war) um da von früh Morgens bis spät Abends am Fahrzeug zu schrauben, wobei man dann gleich noch einen Kreuztausch mit Bauteilen aus einem (natürlich rein zufällig bereitstehenden) Spenderfahrzeug (was kein Kundenfahrzeug zu sein scheint) macht?

War das ein normaler Kundentermin oder eher eine intensive Analyse an einem experimentellen (Vorserien)Fahrzeug?
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#50 

Beitrag von Eisbär »

Ich mag mich täuschen aber ich meine rausgehört zu haben das selbst die Werksmässige Verkabelung der Zweitbatterie ( Fzg nicht Aufbau) nicht richtig war. Die Diesel Zusatzheizung ( nicht die Timberline ) ist auch MAN Zusatzausstattung .
Und der Frontassyst Fehler ist wieder da wie man später im Video hört. Der Fehler ist meines Erachtens TÜV relevant in D , die Schweizer sind da "sicher " lockerer ...... , weil mittlerweile vorgeschriebene Assistenten wohl nicht funktionieren werden.
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Re: MAN TGE ab Ende 2024 Elektronikprobleme

#51 

Beitrag von canis »

Bei Mercedes lese ich immer von der Ausbaurichtlinie die es seitens des Fahrzeugherstellers für Ausbauer gibt. Sowas sollte es doch bei MAN auch geben und wenn die befolgt worden wäre...
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