Crafter in Südamerika

Mercedes Sprinter 2 (Typ NCV3, Baumuster W906) & VW Crafter 1 - ab 2006 bis 2017 bzw. 2018
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weily
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Crafter in Südamerika

#1 

Beitrag von weily »

 Themenstarter

Hallo, für Leute die ausserhalb Europas unterwegs sein wollen, habe ich hier einen interessanten Link gefunden.
Man braucht etwas Zeit zum Lesen.

http://b-u-globetrotter.de/Crafter.htm

Grüße aus GG
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Michael F
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Re: Crafter in Südamerika

#2 

Beitrag von Michael F »

Die Geschichte ist interessant. Wie immer schiebt sich jeder den schwarzen Peter zu.
Abgesehen von der ganzen rechtlichen Geschichte, muss ich auch den Technikern recht geben, daß ich nicht mit einem EURO IV / V Fahrzeug in diese Regionen fahren kann. Bei mir wäre als erstes der DPF rausgeflogen und dann hätte ich das Kraftstoffsystem modifiziert. Ich glaube das Ehepaar hätte sich vor Kauf mit mehreren Weltenbummlern/Offroad-Spezies unterhalten sollen, da wären solche Dinge eventuell schon vorher bedacht.
Da kriegste graue Haare...
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Rosi
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Crafter in Südamerika

#3 

Beitrag von Rosi »

Zitat prophylaktisch entfernt, wg. Urheberrecht. :roll:
Es ist wie früher, es wird nur anders gegrüßt. :twisted:
Zuletzt geändert von Rosi am 14 Jun 2012 13:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Vagabundo
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Re: Crafter in Südamerika

#4 

Beitrag von Vagabundo »

Im Netz gibt es unzählige Berichte über solcherlei Probleme. Die betreffen, VW ( LT / T5 ), Mercedes ( Sprinter / G-Modell ) Iveco usw. gleichermaßen. Eingebrockt hat uns dies der Krebserregende Dieselruß und den daraus entwickelten Motorvarianten mit DPF. Bis Euro 3 war alles kein Problem. Sehr bald erwartet uns aber Euro 6 da wird es mit Sicherheit noch viel größere Probleme geben. Viele der Hiobsbotschaften kommen aus Südamerika, das Problem hier, sind die großen Höhen und die damit verbundenen Rußentwicklung die den DPF sofort zusetzen.

Den DPF so einfach ausbauen geht zumindest in Deutschland nicht so ganz einfach. Computer und Sensoren müssen überlistet werden. Zudem ist es Steuerbetrug und weder KFZ Firmen noch Staat stimmen dem Ausbau zu. Alles läuft mehr oder weniger daraufhinaus was ungesetzliches zu machen. Bisher ist nur von wenigen Fahrzeugen bekannt die über irgendwelche Stellen den Aus- und späteren Einbau nach Rückkehr bewerkstelligt haben.

Ein weiteres Problem ist die für moderne Fahrzeuge vorgeschriebene Verwendung von Eurodiesel. Hier tut sich zwar langsam aber etwas, immer mehr Länder führen diese Sorte ein, so z.B. Argentinien.

Fernreisefahrzeuge werden in der Regel nun mal in allen Ländern gefahren so auch in Deutschland, EU, Südamerika, Afrika, Mongolei und so weiter und so fort. Will man in Deutschland oder Europa unterwegs sein wird man mit einem Hanomag oder Hauber keine große Freude mehr haben außer man liebt seinen Oldtimer oder ist Idealist. Ein Hanomag oder Mercedes Hauber ist in Südamerika oder Afrika ein Fahrzeug das solche Probleme nicht kennt und dazu von jedem repariert werden kann da alles noch Mechanik ist, also ideal.

Und nun kommt der Spagat :mrgreen: der immer mehr Reisende trifft so auch momentan mich, siehe "Unser Neuer". Wie kann man ein noch bezahlbares Fernreisefahrzeug hinbekommen das sich in all den Zonen dieser Welt bewegen kann ohne die erwähnten Probleme zu bekommen.

Noch ein Hinweis. Für die ebenfalls bestehende Dieselproblematik ist ein spezieller Filter ( z.B. Separ - Filter ) unerlässlich denn zu den DPF Problemen kommen bei den hochgezüchteten Motoren noch die Probleme mit Schmutz und Wasser im Diesel. Hier ist mit so einem Filter zum Glück eine gute Lösung vorhanden.

Momentan werden so viele ältere, vor allem Spritfressende Fernreisefahrzeuge, bei mobile.de verkauft. Wer so etwas in Deutschland bzw. Europa fährt wird auf Dauer durch Preis und Vorschriften bestraft werden. Einzig lohnt es sich so ein Fahrzeug zu kaufen und z.B. in Südamerika oder Afrika zu deponieren. Wer sich also 2 Fahrzeuge für alle Verwendungen ( Euro 0 - Euro 5 ) leisten kann oder will, bitte, aber im Grunde ist es in einer globalisierten Welt einfach idiotisch :cry: .

Gruß Vagabundo
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weily
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Re: Crafter in Südamerika

#5 

Beitrag von weily »

 Themenstarter

Hallo Vagabundo,
laut Mercedes ist das für den Sprinter bis auf 3000 m Höhe kein Problem bis auf 50 % Leistungsverlust. Was heißt das für die Zukunft? Benziner so wie Rennsprinter, oder???
Oder ich muß auch in Zukunft mit meinem 11 Jahre altem Vito ( Euro 3 ) nach Südamerika. Da wird sich meine Frau aber freuen.

Grüße
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Vagabundo
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Re: Crafter in Südamerika

#6 

Beitrag von Vagabundo »

Hallo Weily,
die 3000 mtr. sind in sich normalerweise kein Problem, nur wenn sich der DPF aufgrund von Fahrdistanzen, nicht richtig freibrennen kann eben schon. Wenn man dann in den Notlauf gerät und keinen OBD Scanner hat wird es lustig. Zudem sind 3000 mtr. noch eine relativ geringe Höhe in Südamerika, der höchste Paß den wir gefahren sind lag bei 4827 mtr. Wer in solche Länder ( Südamerika ) reisen will ist bei einem modernen Auto sicher mit einem Benziner insgesamt besser dran oder eben Euro 0 bis 3. Mit dem Benziner aber ist man hier
( Deutschland / Europa ) wegen den Spritpreisen wieder gestraft, also wie gesagt ist es ein Spagat.

Gruß Vagabundo
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Wildwassermenne
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Re: Crafter in Südamerika

#7 

Beitrag von Wildwassermenne »

Hallo,
habe auf der Allrad-Messe in Bad Kissingen ein Ehepaar (mit Explorix-Aufbau) kennengelernt, das gerade von einer 2 jährigen Reise in Südamerika zurückgekommen ist.
Fahrzeug 316 4x4. Sie hatten in den Anden dieselbe Probleme.
Erst die 3. Werkstatt vor Ort kannte das Problem mit den Fahrzeugen und verabreichte dem Partikelfilter ein Loch.
Danach ging es problemlos über die Anden bis über 4800m.
Außer dem Problem mit vernüftigem Diesel (Einspritzdüsen durchgebrannt) und natürlich immer wieder ein kaputter Reifen hat der Sprinter zuverlässt seine Arbeit getan.

Also weitersparen und ab in die Ferne :D oder vor lauter Bedenken zu Hause bleiben. :roll:

Andreas
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weily
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Re: Crafter in Südamerika

#8 

Beitrag von weily »

 Themenstarter

hallo Andreas,
auf was willst du weitersparen? auf einen alten Hanomag oder was?
Die neuen Autos haben doch alle Euro 5 auch der Iveco.
Der 316 hat der auch schon den Euro 4 Motor?
Mit nur einem "Loch" im DPF, dass wäre ja super.

Grüße aus GG
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Rosi
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Benziner robuster als "moderne" Diesel mit DPF

#9 

Beitrag von Rosi »

Mit dem Benziner aber ist man hier ( Deutschland / Europa ) wegen den Spritpreisen wieder gestraft, also wie gesagt ist es ein Spagat.
Der richtige Benziner = mit ausreichend Zylindern :wink: ist keine Strafe, sondern eine Verführung :!: Mit Gasumrüstung lacht auch der Geldbeutel. Leider werden die Gasumrüstungen (auch beim Sprinter) oftmals schlecht ausgeführt.
Selbst im Rallye-Einsatz k... die Diesel ab = werden Benziner genommen.
http://www.syncro-bernd-jaeger.de/DEUTS ... yebus.html
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Re: Crafter in Südamerika

#10 

Beitrag von skipper01 »

benziner mit oder ohne gasumrüstung nütz genauso wenig wenns kein turbo ist......
sauger und höhenluft sind in sich schon ein wiederspruch.....
wer südamerika bereisen will besorgt sich das mexico steuergerät und baut den ganzen dpf-scheiß aus....
Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche....
frei nach F.W. Bernstein
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Re: Crafter in Südamerika

#11 

Beitrag von Wildwassermenne »

Hallo Weily,

nicht für ein anderes Auto sparen, sondern für so eine Reise. :wink:
Andreas
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Re: Crafter in Südamerika

#12 

Beitrag von Vagabundo »

Anbei 2 Bilder von fast 5000 mtr. Höhe. Wenn hier DPF zu und Notlauf dann wird es lustig :oops:
DSC_2250.jpg
Gruß Vagabundo
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DSC_2262.jpg
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Re: Crafter in Südamerika

#13 

Beitrag von Reisender »

Hallo aus der Ferne,

ich gebe mal meine Senf dazu.
Den Aussagen mit dem Leistungsverlust kann ich so nicht zustimmen. Bin mit meinem 518 über den Tioga, den Beartooth und den Bighorn Pass gefahren. Jeder ist über 3000 m hoch. Ich habe keinen Leistungsverlust bemerkt. Nur beim Anfahren nach einem Halt dauerte es etwas länger, bis sich der Ladedruck aufgebaut hatte. Also in diesen Höhen und mit den Qualitäten des US-Diesels gab es keine Probleme. Allerdings habe ich bei einem Stopp nie den Motor sofort abgestellt, sondern immer ein paar Minuten auskühlen lassen bei etwa 1200 U/Min.
Gut - auch in Mexiko - sollte man nicht aus den Fässern der fliegenden Tankstellen tanken, mit dem PEMEX Diesel an den offiziellen Zapfsäulen gab es keine Probleme. Ja, ich habe einen Separ vor dem Dieselfilter, aber der hat sich bis jetzt auch nicht gemeldet.

Grüße

Heiner
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-
1000 Meilen von zu Haus sieht die Welt ganz anders aus..
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Re: Crafter in Südamerika

#14 

Beitrag von weily »

 Themenstarter

Hallo aus der Ferne,

ich gebe mal meine Senf dazu.
Den Aussagen mit dem Leistungsverlust kann ich so nicht zustimmen. Bin mit meinem 518 über den Tioga, den Beartooth und den Bighorn Pass gefahren. Jeder ist über 3000 m hoch. Ich habe keinen Leistungsverlust bemerkt. Nur beim Anfahren nach einem Halt dauerte es etwas länger, bis sich der Ladedruck aufgebaut hatte. Also in diesen Höhen und mit den Qualitäten des US-Diesels gab es keine Probleme. Allerdings habe ich bei einem Stopp nie den Motor sofort abgestellt, sondern immer ein paar Minuten auskühlen lassen bei etwa 1200 U/Min.
Gut - auch in Mexiko - sollte man nicht aus den Fässern der fliegenden Tankstellen tanken, mit dem PEMEX Diesel an den offiziellen Zapfsäulen gab es keine Probleme. Ja, ich habe einen Separ vor dem Dieselfilter, aber der hat sich bis jetzt auch nicht gemeldet.
Hallo Heiner,
wo sind denn diese Pässe(in Nordamerika)? Es geht um Argentinen und Chile, gibt es da US-Diesel? Mecedes schreibt ja an den Fahrer des besagten Crafters, dass es bis 3000m keine Problme geben sollte.

Grüße, nach wo immer du gerade bist.

Grüße
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Vagabundo
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Re: Crafter in Südamerika

#15 

Beitrag von Vagabundo »

Unsere Euro 4 / 5 Motoren benötigen den sogenannten Eurodiesel. Siehe hierzu auch in der Info von Mercedes http://bevo.mercedes-benz.com/bevolistenmain.php

Das größte Problem beim Diesel außerhalb Europas stellt der Schwefelgehalt dar. Auch hierüber gibt es eine Mercedes Tabelle für alle Länder. Bei einem erhöhtem Schwefelgehalt ist in der Regel ein häufigerer Ölwechselintervall erforderlich bzw. anzuraten.

Pässe in den USA von ca. 3000 mtr. sind nicht das Problem denn dies stellt in der Regel nur den höchsten Punkt dar der vorher und nachher sofort wieder reduziert wird. In den Anden in Südamerika hält man sich Tage- evtl. Wochenlang in Höhen von oftmals weit über 3000 mtr. auf!

Ein Separfilter wird in erster Linie wegen der Filterung von Wasser und nachrangig von erhöhter Verschmutzung im Diesel eingesetzt. Dadurch werden auf jeden Fall die Einspritzkomponenten geschont.

Gruß Vagabundo
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