Welcher Sprinter für Zentralasien?

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von IndependentLiving » 29 Sep 2019 08:11

Hi, Ich war sehr lange selbst auf der Suche nach einem T1 mit Hochdach, allerdings sehe ich das mittlerweile aus einer anderen Perspektive und habe mich deshalb für einen 316 "Handwerker"-Sprinter aus dem Bj. 14 entschieden.

Und zwar aus folgenden Gründen, es stimmt das die alten T1 momentan im Ausland einfacher zu reparieren sind, allerdings wird auch dort die Wende kommen. Den wie jeder weiß, exportierten die reichen EU-Länder die ausrangierten Fahrzeuge nach Afrika und Asien. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit bis auch dort die Reparatur und der Treibstoff auf heutigen europäischen Standard sind.

Das in solchen Länder die E-Mobilität Einzug behält und deshalb die ausrangierten EURO4 usw. Modelle keinen Einzug bekommen, halte ich für ausgeschlossen. Da einfach die Infrastruktur für die E-Mobilität fehlt (ausgenommen die reichen asiatischen Länder wie China). Deshalb glaub ich das in naher Zukunft auch dort EURO4 Fahrzeuge reichlich gefahren werden da der Anschaffungspreis wesentlich günstiger ist und das wiederum wird dafür sorgen das auch die KFZ-Werkstätten sich mit der Technik vertraut machen müssen.

Auch wenn Europa, ins besonders Deutschland versuchen wird allein den Klima aufzuhalten, wird das wohl nicht viel bringen wenn nicht alle da mitmachen können! Aber gut das gehört ja jetzt nicht zum Thema…

Ein anderer Grund war die kurze und schnelle Nutzung solcher Feuerwehr-Fahrzeugen, die lange Gestanden sind und bei Einsätzen im kalten Zustand voll ausgelastet wurden.

Überleg es dir gut, den für die momentan T1 Preise kannst du dir genauso einen Sprinter zulegen. Bei dem du gewiss weißt, das es für die nächsten 20Jahre Ersatzteile geben wird!
316 Sprinter VAN Bj.2014

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von jense » 29 Sep 2019 09:20

Er sucht aber doch gerade MOMENTAN ein Fahrzeug ... das dann ggf. in Asien repariert werden soll, wo du vermutlich keinen Zugriff auf Stardiagnose und VCDS hast.
Crafter 30, 2014, kurz und hoch, 136 PS BMT, Multivan XL mit WoMo-Zulassung und 2-5 Sitzplätzen (Lübeck)

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Vagabundo » 29 Sep 2019 10:17

jense hat geschrieben:
29 Sep 2019 09:20
Er sucht aber doch gerade MOMENTAN ein Fahrzeug ... das dann ggf. in Asien repariert werden soll, wo du vermutlich keinen Zugriff auf Stardiagnose und VCDS hast.
So sehe ich das auch. Hier etwas, gleich ausgebaut mit Diff Sperre, Preis paßt....Und später H Kennzeichen und gut ist :mrgreen:
https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... d116c400a5

Gruß Vagabundo

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von skipper01 » 29 Sep 2019 15:12

ich würd den nehmen...
preis stimmt ist fertig... nur noch regale einräumen voll tanken und los.
evt. noch die gängisten verschleiß und e-teile einpacken und gute fahrt
ninetyninersprintliner,lang und schmutzig.
312D 500.000+km ninetyninersprintliner der zweite ..... kurz und flach :-)

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Lokus » 29 Sep 2019 17:01

Danke für eure Antworten!

@jense:
Danke für die Links. Das Auktionshaus kann nochmal interessant sein.
Falls ich den ausbauen lassen würde, hat jemand Empfehlungen für Leute/Werkstätten, die das machen?

@IndependentLiving:
Ja, das ist auf jeden Fall nochmal eine Perspektive, die man bedenken sollte.

@Vagabundo:
Danke für den Link, jedoch muss es einer sein, wo ich Räder hinter rein tun kann, bzw. ich ihn ohne großen Aufwand umbauen kann...

Mir wurde für die Gegend (Zentralasien) übrigens auch ein 312 D empfohlen. Was meint ihr dazu?
Außerdem hab ich gehört, dass bei großen Höhen (über 4000m) ein neuerer Sprinter in den Safe-Mode gehen kann... Hört sich auch nicht so doll an.

Bzgl. eines T1 bin ich jedoch noch skeptisch. Hat man da nicht letztendlich die (größere) Gefahr im Vergleich zu einem 906, dass irgendwas aufgrund des Alters defekt gehen kann?

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von jense » 29 Sep 2019 19:04

Das kann man aber dann ggf. vor Ort repareieren ... einen Motor, der in Notlauf geht, aber vielleicht nicht...

Hat alles seine Vor- und Nachteile. Die Entscheidung musst du selber treffen, das können wir dir nicht abnehmen.

Wenn du einen neueren kaufst, solltest du zumindest ein Diagnose Gerät mitnehmen, das Fehler auslesen und vor allem auch löschen kann.

Moderne Diesel haben Luftmassenmesser, da sollte die Einspritzmenge automatisch nachgerereglt werden. Leustungsverlust hast du trotzdem. Bei den alten musst du teilweise nachstellen, insbesondere wenn du mit Vergaser Benziner unterwegs sein solltest.

DPF solltest du dann auf jeden Fall meiden, das macht richtig Ärger in großen Höhen.
Zuletzt geändert von jense am 29 Sep 2019 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von helgaaah » 29 Sep 2019 21:12

Komme gerade von ähnlicher Tour zurück und würde nicht unbedingt dazu raten, dass ein uraltes Auto dir das Leben leicht macht. Habe viele Leute getroffen und insbesondere bei den älteren Autos waren dann halt Reparaturen notwendig. Was man sich hier so idyllisch vorstellt - man fährt zum nächsten Dorfschmied, der hämmert dir den Motor wieder gerade, während du mit seiner Familie Tee trinkst, du zahlst 5 Euro und winkst nach einer Stunde fröhlich ade - so leicht ist das in Wahrheit nicht. Werkstattbesuche kosten oft viel Zeit, da die Wegstrecken meist irre lang sind und eben nicht jeder Dorfschmied das passende Ersatzteil im Keller hat.
Wir waren froh um unsreren (nicht neuen) 906, der nur in der ersten Woche ein neues Blinkerlämpchen gebraucht hat. Und nicht, wie der grüne Mitsubishi 18x (!) allein in der Mongolei in der Werkstatt...
Die Höhen in Kirgistan waren kein Problem. DPF ist eine Entscheidung, die du dir überlegen solltest. Der 906 ist in Kirgistan wirklich sehr häufig, Kasachstan gibts auch einige, weiter südlich weiß ich nicht, da wir dann im Norden waren.

Viele Grüße

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Schnafdolin » 30 Sep 2019 21:51

Grad eben bei Kleinanzeigen etwas gefunden....

UAZ 452 in Georgien abzuholen

Dazu das Video zur Reise: Mit dem Kommissbrot durch Zentralasien

Passt doch grad zum Thema :D

Gruß aus der Lausitz
Martin
313 CDI 4x4, 316 CDi 4x4

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von schmandi » 01 Okt 2019 09:33

Hi,

wir sind vor kurzem von einer längeren Reise aus der Osttürkei/Georgien mit unserem VW LT (ANJ Motor, KM-Stand 285.000) zurückgekehrt. Die Ersatzteilversorgung in der Türkei ist auf europäischem Niveau, die Preise für Reparaturen in freien Werkstätten sehr niedrig. Wir haben z.B. für den Austausch der (ausgeschlagenen) unteren Traggelenke inkl. Ersatzteile (+5 Std. Arbeitszeit) umgerechnet 70,-€ gezahlt. Spur einstellen inkl. Neuvermessung: 4,-€, Zahnriemenwechsel all inclusive. + Glühkerzen + alle Filter = 510,-€. In Georgien ist das Problem, das die Ersatzteilversorgung nicht gegeben ist und die meisten Teile bestellt/eingeflogen werden müssen. In Tiflis hatten wir o.g. Reparaturen angefragt - unter 3 Wochen Wartezeit nix machbar.

Ich denke, dass man mit einem gut gewarteten Auto und ein paar essentiellen Ersatzteilen in heutiger Zeit keine große Sorge haben muss. In Georgien/Tiflis sind mittlerweile 90% der Taxen auf Toyota Prius unterwegs - als Exportfahrzeug aus den USA bekommt man die dort für ein Appel und Ei...Zeiten ändern sich auch dort ;).

Gruß, Andi
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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Cheldon1 » 22 Okt 2019 17:58

Wir sind die Strecke 2015 mit unserem Sprinter 316cdi 4x4 gefahren. Ölfilter mit Wasserabscheider und 2. Pumpe mit geringerem Durchfluss für die Dieselheizung hat uns Übernachtungen in über 4000m Höhe angenehm ermöglicht.
Leider damals noch mit dem Dieselpartikelfilter (DPF). Bei 4000m Höhe Notlauf in Tadjikistan. Erst in Osh hat ein Hacker die Motorsteuerung überlistet.
Das mussten wir dann so alle 2000 km wiederholen und lernten so die Mercedes-Werkstätten auf dem Heimweg kennen.
2 Reservereifen auf Felge hatten wir dabei, drei Reifen haben wir ersetzen müssen. 4x20 l Reservediesel in Uzbekistan haben uns die Fahrt erleichtert.

Deshalb unbedingt vorher ausbauen und die Motorsteuerung anpassen lassen. Das haben wir für die Reise 2017/18 für Südamerika gemacht und hatten keine Probleme (www. Autoteam Münster) . 4x4 ist sicher nicht unbedingt notwendig, auf der Piste rauf von Langar nach Murghab auf groben Schotter und das in engen Kurven sowie auf einigen Pisten in Kirgistan jedoch hilfreich.
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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Lokus » 26 Nov 2019 00:13

Cheldon1 hat geschrieben:
22 Okt 2019 17:58
Wir sind die Strecke 2015 mit unserem Sprinter 316cdi 4x4 gefahren. Ölfilter mit Wasserabscheider und 2. Pumpe mit geringerem Durchfluss für die Dieselheizung hat uns Übernachtungen in über 4000m Höhe angenehm ermöglicht.
Leider damals noch mit dem Dieselpartikelfilter (DPF). Bei 4000m Höhe Notlauf in Tadjikistan. Erst in Osh hat ein Hacker die Motorsteuerung überlistet.
Das mussten wir dann so alle 2000 km wiederholen und lernten so die Mercedes-Werkstätten auf dem Heimweg kennen.
2 Reservereifen auf Felge hatten wir dabei, drei Reifen haben wir ersetzen müssen. 4x20 l Reservediesel in Uzbekistan haben uns die Fahrt erleichtert.

Deshalb unbedingt vorher ausbauen und die Motorsteuerung anpassen lassen. Das haben wir für die Reise 2017/18 für Südamerika gemacht und hatten keine Probleme (www. Autoteam Münster) . 4x4 ist sicher nicht unbedingt notwendig, auf der Piste rauf von Langar nach Murghab auf groben Schotter und das in engen Kurven sowie auf einigen Pisten in Kirgistan jedoch hilfreich.
Hallo Cheldon1,

ich habe gerade erst deinen Post gelesen. Bei uns wurde es jetzt ein sehr gut erhaltener VW Crafter (2wd). Würdest du eine Höherlegung für die Strecke empfehlen? Oder Unterbodenschutz? AT-Reifen? Das sind gerade noch die größten Posten, über die wir nachdenken...
Kommst du aus Münster oder wohnst in der Nähe? Wohne selber in Münster :)

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Re: Welcher Sprinter für Zentralasien?

Beitrag von Cheldon1 » 01 Dez 2019 20:22

Ich bin in Münster zur Schule gegangen, wohne im Kreis WAF. Wir hatten auf dem Sprinter Winterreifen mit gutem Profil, keinen Unterbodenschutz. Das Auto ist mit dem 4x4 ca. 10 cm. höher als normal. Wie bereits geschrieben, Allrad nicht zwingend, gute Reifen jedoch schon. Wenn abgelegene Pisten fahren möchtest, solltest du Ersatzreifen mitnehmen, wir hatten einen auf Felge, einen ohne. Als beide hin waren, sind wir mehr als 200 km nach Termez an die afghanische Grenze gefahren, wo wir 2x russische Reifen mit etwas geringerem Lastindex bekamen.
Unterwegs gibt es fast in jedem Ort Reifen-Reparierer, Reifen jedoch nicht immer bzw. in der passenden Größe. Hilfsbereite und an improvisieren versierte Mechaniker haben uns geholfen, wegen des Motornotlaufs weiterzukommen.
In Südamerika sind wir ohne Probleme zurechtgekommen, 4x Reifen, eine Felge, eine Windschutzscheibe. Das sind wir mehr als 3500 km Piste gefahren, u.a. die Lagunenrunde in Bolivien. Da hätte ich gerne AT -Reifen gehabt, wäre jedoch auch aufwändig, weil nur 225 R16 eingetragen sind.
Hat dein crafter noch einen DPF? Lass da die Leute vom Autoteam ran.
Wenn du noch Fragen hast, melde dich.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf

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